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12 | 2015

Umweltmarkt Produkte

Umweltmarkt Produkte Wasserversorgung Pumpenprogramm erweitert Als Erweiterung zum bestehenden Pumpenprogramm hat die KSB Aktiengesellschaft aus Frankenthal die kompakte und kostengünstige Baureihe Comeo eingeführt. Die Pumpen sind für einen Betriebsdruck von 10 bar konstruiert und für den Einsatz in der Wasserversorgung, in kleinen Druckerhöhungsanlagen sowie in leichten industriellen Anwendungen verwendbar. Zudem eignen sie sich für die Wasseraufbereitung. Die Edelstahl-Ausführung Comeo C hat eine ACS- und WRAS- Trinkwasser-Zulassung. Die Saug- und Druckstutzen sind aus einem Gussstück, wahlweise aus Edelstahl 1.4308 (Comeo C) oder aus Grauguss JL1040 (Comeo G) Comeo C – Hochdruckpumpenbaureihe aus Edelstahl. gefertigt. Je nach benötigtem Förderdruck haben die Aggregate zwei, vier oder sechs Stufen. Dank dieser stabilen Blockbauweise lassen sich, nach Unternehmensangaben, externe Rohrkräfte aufnehmen, und die Installation kann auch in beengten Raumverhältnissen erfolgen. Als Anschluss- Spannungen der Monoblockmotoren stehen dem Kunden 230-V-Einphasen- oder 400-V-Dreh-Strom zur Verfügung. Die Antriebsleistung reicht von 0,37 bis 2,2 kW. Für den Export in außereuropäische Länder stehen auch 60-Hertz-Ausführungen zu Verfügung. Die Umgebungstemperaturen können zwischen –15 und + 55 °C liegen. Groß dimensionierte Wellen, Lager, Verschraubungen und genormte Gleitringdichtungen nach EN 12756 machen das Aggregat industrietauglich und sind für lange Standzeiten ausgelegt. Die Elastomere der Gleitringdichtungen sind aus EPDM oder NBR. Als Gleitring- und Gegenringwerkstoff kommt kunstharzimprägniertes Carbon-Grafit zur Anwendung. www.ksb.com Bild: KSB EcoWebDesk 8.0 Software für Nachhaltigkeit Die Berliner EcoIntense GmbH erweitert ihre Software für Arbeitssicherheit und Umweltmanagement um ein neues Fachmodul. Mit der Version 8.0 unterstützt EcoWebDesk seine Anwender ab sofort auch beim Nachhaltigkeitsmanagement. Unternehmen können künftig ihre Handlungen und deren Auswirkungen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange langfristig analysieren. Mit dem neuen Modul „Nachhaltigkeit“ lässt sich der gesamte Prozess der nachhaltigkeitsorientierten Berichterstattung transparent und prüfbar abwickeln, von der Datenerfassung, Übermittlung und Freigabe Grafik: EcoIntense bis hin zur Auswertung. Nachhaltigkeitsindikatoren können sowohl individuell definiert, als auch aus den standardisierten Katalogen, beispielsweise nach der Global Reporting Initiative, ausgewählt werden. EcoIntense schafft mit dieser Ergänzung Synergien, insbesondere zu den bestehenden Modulen Öko-Controlling, Arbeitssicherheit, Gefahrstoffmanagement und Legal Compliance. Die Kunden sollen so noch schneller und effizienter sämtliche Reportingpflichten im Nachhaltigkeitsmanagement erfüllen können. www.ecointense.de Recyclingmaschinen Verstopfungs- und wickelfrei getrennt Mit dem Vertrieb der Splitter-Separationstechnik seines neuen Kooperationspartners Anlagenbau Günther GmbH ergänzt die Doppstadt Umwelttechnik GmbH aus Velbert ihr Leistungsangebot. Mit dieser Technik ist es möglich, bis zu vier verwertbare Materialströme voneinander zu trennen. Der Splitter besteht aus mehreren, parallel aufgehängten und sich um die eigene Achse drehenden Spiralwellen. Deren Spiralen tragen schwere, kubistische Stoffe zur Seite aus; leichte, lange Stoffe schwimmen obenauf und werden in Förderrichtung ausgeworfen, kleinere Materialien fallen zwischen den Wellen hindurch. Jede Spirale sorgt für die Reinigung der beiden jeweils benachbarten Siebwellen, was Verstopfungenausschließen soll. So können auch schwer siebfähige Materialien sortenrein getrennt werden, eine optimale Rohstoffausbeute soll dadurch gewährleistet sein. Die Separations-Maschine lockert, trennt und dosiert unterschiedlichste Stoffe, wobei eine Vorbehandlung nicht notwendig ist. Haus-, Industrie- und Sperrmüll, Altholz, Bioabfälle Der kettenmobile Splitter X2 mit Siebdeckform ermöglicht die Verarbeitung von nassem Material mit Störstoffanteil. und Bau-Mischabfälle können ebenso verarbeitet werden wie Steine und Erden, Metallschrott, Schlacken und Deponierückstände. www.doppstadt.com Bild: Doppstadt 26 UmweltMagazin Dezember 2015

Projekte Umweltmarkt Sulzbach-Rosenberg Kleine Güllebiogasanlagen für den Regelenergiemarkt Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte und vom Fraunhofer Umsicht in Sulzbach-Rosenberg geleitete Vorhaben „Flex75 – Anwendung der Flexibilitätsprämie für Gülleanlagen (< 75 kW)“ hat die Möglichkeiten zum wirtschaftlichen Betrieb von kleinen Güllebiogasanlagen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anlagen mit einer Leistung bis 75 kW grundsätzlich einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten können. Jedoch müssen zukünftig noch einige Weichenstellungen erfolgen, um den weiteren Ausbau dieser zu forcieren. Das gesamte Potenzial der Anlagen in Deutschland beläuft sich auf etwa 17 000. Schon 10 % davon wären ein Erfolg – gebaut sind derzeit aber maximal 500. Vor diesem Hintergrund ermittelte das Projektkonsortium bestehend aus dem Fraunhofer Umsicht, der OmniCert GmbH und der Maschinenringe Deutschland GmbH Kriterien zum wirtschaftlichen Betrieb von kleinen Güllebiogasanlagen. Diese sollen Herstellern, Betreibern und Akteuren am Strommarkt helfen, die geeigneten Rahmenbedingungen zum effizienten Betrieb der Anlagen sicherzustellen. Als besonders interessant stellte sich dabei der negative Regelenergiemarkt heraus, bei dem die Anlagen vom Netz genommen werden, falls das Stromangebot die Nach- frage übersteigt. Voraussetzung zur Teilnahme ist dabei eine Fernwirkeinrichtung. Dafür werden die Anlagen zu einem Pool zusammengefasst und aus der Ferne gesteuert. Etwa 6 bis 20 x pro Jahr würden diese dann vom Netz genommen. Somit ließen sich je nach Anlagengröße Mehreinnahmen von 2 700 bis zu 5 000 € erwirtschaften. Sind die Fernwirkeinrichtungen beim Bau der Anlagen direkt integriert, halten sich die Aufwendungen in Grenzen, jedoch ist das Nachrüsten von Altanlagen oftmals technisch nicht möglich, kostenintensiv und daher wenig rentabel. Zudem sind die Investitionskosten für kleine Güllebiogasanlagen in Deutschland relativ hoch. Eine Möglichkeit zur Senkung dieser sind Kapitalanlagen in Form von Bauherrenmodellen, bei denen der Betreiber durch vermehrte Eigenleistung Kosten sparen kann. Dadurch werden die Anlagen wirtschaftlicher und leisten zudem einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende. Der Gesetzgeber hat per Definition kleine Gül- Kleine Güllebiogasanlagen bis 75 kW eignen sich für den Regelenergiemarkt. Bild: Fraunhofer Umsicht lebiogasanlagen auf maximal 75 kW Leistung begrenzt. Der Strom dieser Anlagen wird zwar höher vergütet, als jener aus größeren, jedoch schränkt die starre Leistungsgrenze die Betreiber ebenfalls ein. Das Fraunhofer Umsicht geht davon aus, dass bis zu 1 700 Anlagen in Deutschland möglich wären, und die Direktvermarktung des Stroms eine wirtschaftliche Option für alle Beteiligten darstellt. Die neue Anlagen müssten lediglich mit Fernwirkeinrichtungen ausgestattet werden. Auch eine Anreizfinanzierung sollte Energiehändler künftig dazu motivieren, kleine Anlagen in die Regelenergievermarktung aufzunehmen. www.umsicht.fraunhofer.de TU Berlin Spurenstoff-Entfernung geht in Serientest Immer feinere Messtechnik macht Spurenstoffe im Wasser sichtbar, die die heutige Klärtechnik nicht entfernen kann. Obwohl bei vielen dieser Substanzen im Millionstel-Gramm-Bereich die Relevanzfrage wissenschaftlich offen ist und es dafür deshalb in der Trinkwasserverordnung auch keine Grenzwerte gibt, bestimmt in Deutschland der Grundsatz des Minimierungsgebots gesellschaftliches Handeln durch Vermeidung oder Entfernung. Mit den Möglichkeiten des Aufspürens, Bewertens und Entfernens dieser Spurenstoffe im Wasser haben sich die dreijährigen Forschungsprojekte Askuris (Anthropogene Spurenstoffe im urbanen Wasserkreislauf: Bewertung, Barrieren und Risikokommunikation) und Ist4r (Integration der Spurenstoffentfernung in Technologieansätze der 4. Reinigungsstufe bei Klärwerken) beschäftigt. Die Berliner Wasserbetriebe waren Partner der Projekte. In Versuchen, die in der Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Tegel und im Klärwerk Münchehofe durchgeführt wurden, prüften sie zusammen mit ihren Projektpartnern parallel die Verfahren Ozonung, Pulveraktivkohledosierung und Kornkohlefiltration als nachgeschaltete Reinigungsstufe zur bisherigen Klärtechnik. Ziel war es, die Kombination dieser Technologien hinsichtlich Spurenstoffentfernung, Wirtschaftlichkeit und möglicher Integrati- on in Konzepte zur weitergehenden Abwasserbehandlung zu bewerten. Wie sich die Erkenntnisse großtechnisch umsetzen lassen, testen die Berliner Wasserbetriebe in der Pilotanlage Münchehofe. OWA Tegel. Hier haben die Arbeiten für die Errichtung eines Pulveraktivkohlesilos begonnen. Ende dieses Jahres soll dort ein Drittel der Wassermenge zusätzlich testweise mit Aktivkohle behandelt werden, um so Spurenstoffe zurück zu halten. Auch das Umweltbundesamt, der Zweckverband Landeswasserversorgung Stuttgart, das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin waren an der Projektarbeit beteiligt. www.tu-berlin.de Bild:BWB UmweltMagazin Dezember 2015 27

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