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12 | 2015

Medienpartnerschaft DIN

Medienpartnerschaft DIN EN ISO 14001:2015 ist online Nachdem im September die ISO 14001:2015 in englischer Sprache veröffentlicht wurde, liegt inzwischen auch die deutsche Fassung vor. Spätestens jetzt beginnen die Unternehmen mit zertifiziertem Umweltmanagement, ihre umweltrelevanten Prozesse zu aktualisieren. Zahlreiche Umweltmanagementbeauftragte haben sich bereits im laufenden Jahr auf den DGQ-DIN-DQS-Veranstaltungen zur Revision der ISO 14001 informiert. In drei Workshops wurden die wichtigsten Neuerungen unter die Lupe genommen und erprobt. Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Ein Workshop befasste sich umfassend mit der Kontext-Ermittlung und -Bewertung sowie den Erwartungen und Erfordernissen interessierter Parteien. Hier sind Unternehmen künftig stärker in der Strategiearbeit gefordert. Es geht darum zu erkennen, welche umweltrelevanten Themen Einfluss auf das jeweilige Geschäftsmodell nehmen könnten. Darunter fallen Umwelteinflüsse wie etwa Ressourcenengpässe, die oft Hand in Hand mit Verteuerungen gehen. Dazu gehören aber auch Einflüsse interessierter Parteien, die von den Umweltschäden durch das Unternehmen betroffen sind. Diese könnten sich durch Klagen oder durch Kaufverweigerung negativ auf den Gesamterfolg des Unternehmens auswirken. „Eine wichtige Erkenntnis aus diesem Workshop war, dass Themen und interessierte Parteien miteinander korrelieren und es häufig selbstverständliche, jedoch unausgesprochene Erwartungen gibt“, sagt Claudia Nauta. Deshalb empfiehlt die Produktmanagerin der DGQ Weiterbildung für die Einbindung der interessierten Parteien ein Konzept zu Kommunikation und Beziehungsmanagement. Fokus sei insgesamt, die entscheidenden Erwartungen und Einflüsse aufzugreifen, damit Aufwand und Nutzen dieses Arbeitsschrittes angemessen bleiben. Lebensweg von Produkten betrachten Zudem zieht bereits mit den Kundenerwartungen die Ökologie in die Produktwelt ein. So ist Umweltschutz über den Lebensweg eines Produktes oder einer Dienstleistung ebenfalls ein verstärktes Ziel von DIN EN ISO 14001:2015. „Wo es bisher um direkte und indirekte Umweltauswirkungen ging, tritt jetzt die Forderung nach einer Lebenswegbetrachtung von Produkten über die gesamte Wertschöpfungskette ein“, so Nauta. Workshop-Resümee hier: Für eine derart umfassende Betrachtung wird Teamarbeit intern wie extern in der Lieferkette zwingend notwendig. Darüber hinaus empfiehlt Nauta die Konzentration auf die größten Hebel für den Umweltschutz – also auf Produkte mit großem Einfluss sowie Neuentwicklungen. Ebenso an Bedeutung gewinnen werden Themen wie Sollbruchstellen und Haltbarkeit sowie Kreislaufwirtschaft. Risiken sind mit Chancen verbunden Der dritte Workshop behandelte die neue Forderung, Risiken und Chancen systematisch zu ermitteln. Dies aufgrund der Einflüsse von Kontext und interessierten Parteien, aufgrund bindender Verpflichtungen aus Recht und Bild: Rainer Sturm / pixelio.de Vereinbarungen und aufgrund von Umweltaspekten der eigenen Geschäftsmodelle und der gesamten Wertschöpfungskette. Wichtigste Erkenntnis hier: Mit fast jedem Risiko ist auch eine Chance verbunden. In punkto Risikoabsicherung sind die Organisationen bereits gewappnet: Das Bewerten von Umweltaspekten und das Einhalten rechtlicher und behördlicher Verpflichtungen haben dazu bereits praktikable Vorlagen geliefert. Übersehen wurden bisher vor allem die Chancen – und damit wichtige Potenziale für den Umweltschutz und das Geschäftsmodell. Dazu Moderatorin Claudia Nauta: „Jetzt kommt es darauf an, wie die Umweltmanagementbeauftragten diese Neuerungen ins Unternehmen einbringen und Teams und Führungskreise für eine nutzbringende Umsetzung motivieren“. Umweltmanagementbeauftragte können sich das Revisions-Knowhow in den DGQ-Umweltrefreshern 2016 aneignen. 52 UmweltMagazin Dezember 2015

Branche Zertifizierte Labordienstleistungen aus Osteuropa Bilder: Eurototal Die Laborräume von Eurototal. Ziel der Europäischen Union ist unter anderem, die Herstellung von Produkten sowie den Handel mit Waren innerhalb der Mitgliedsstaaten zu vereinfachen. Dies umfasst ebenfalls das Angebot an Dienstleistungen. Davon können auch Betriebe profitieren, die Analysen, Zertifikate oder Tests von Bodenund Wasserproben, Mineralölen sowie flüssigen Ölprodukten benötigen. Das seit über 20 Jahren tätige Unternehmen SC Eurototal Comp SRL, mit Sitz in Bukarest, Rumänien, bietet in diesem Umfeld kostengünstige Dienstleistungen an. Das im Jahr 1994 gegründete inhabergeführte Unternehmen ist in verschiedenen Chemie-Bereichen tätig. Geschäftsführerin Mihaela Tita ist studierte Chemikerin und leitet die Firma, mit Hauptsitz in der Millionenstadt Bukarest, seit über 20 Jahren. Inzwischen sind rund 200 Mitarbeiter bei SC Eurototal beschäftigt. Eines der Tätigkeitsfelder umfasst die Herstellung von Produkten wie Wasch- und Reinigungsmitteln, Seifen, Sonnenschutzcremes sowie Handpflegeprodukten. Ein weiterer Unternehmenszweig beschäftigt sich mit Tests und Labor-Analysen, um zum Beispiel Schadstoffe aus Böden und Gewässern zu bestimmen. Dazu gehören auch Studien und Umweltprüfungen. Zertifizierungen sichern hohen Standard Um die Produktion an hochwertigen Qualitätsstandards auszurichten, verfügt das Unternehmen über zahlreiche Zertifikate wie Qualitätsmanagementsystem ISO SREN 9001:2008 (ISO 9001:2000), Umweltmanagementsystem ISO 14001:2005 (ISO 14001:2004), Managementsystem der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz OH- SAS 18001:2004, Social Responsibility Management System SA 8000:2008 sowie Informationssicherheitsmanagementsystem ISO / IEC 27001:2006. Unter Verwendung hochwertiger Rohstoffe und Produkte von Lieferanten mit zertifizierten Qualitätssicherungssystemen, gut ausgebildetem Personal sowie begleitender technischer Dokumentation ist es dem Unternehmen gelungen, sich im osteuropäischen Markt zu eta - blieren. Renommierte Referenzkunden Der Betrieb verfügt über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Überprüfungen, Analysen und Wasser-/Bodenproben. Typische Aufträge umfassen die Bestimmung des Kohlenwasserstoff-Gesamtinhalts bei BTEX durch das Chromatographie-Gas-Flüssigkeit-Verfahren, das Ermitteln des pH-Werts, Bestimmen von Stickstoff- und Chloranteilen oder Sulfaten sowie die Ermittlung von Schwermetallen. Mit moderner Ausrüstung übernimmt Eurototal zudem Aufträge für Gehaltsbestimmungen von Halogenalkanen und Pestiziden aus Bodenproben und Lebensmitteln. Zu den bestehenden Hauptkunden gehören unter anderem Carrefour Romania, Luk oil, Real, Artoil und Gazprom. Jetzt will das Unternehmen in Mittel- und Westeuropa neue Kunden finden. „Unsere Dienstleistungen können wir, dank EU-Zugehörigkeit, nun auch vergleichsweise unbürokratisch für Interessenten innerhalb der Mitgliedsstaaten anbieten“, so Tita. Alle von Eurototal vorgenommenen Laboranalysen führen gut ausgebildete, Mitarbeiter durch. Die Analysen sind zertifiziert und von der nationalen rumänischen Akkreditierungsgesellschaft Renar – Ilac akkreditiert. Da die Abwicklung im zurzeit noch kostengünstigen osteuropäischen Markt erfolgt, sind deutliche wirtschaftliche Vorteile im Vergleich zu Anbietern aus Mittel- oder Westeuropa realisierbar. www.eurototal.eu Ansprechpartnerin für Deutschland: Elena Zoske, elena.zoske@eurototal.eu UmweltMagazin Dezember 2015 53

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