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12 | 2015

Branche Kunststoffsystem

Branche Kunststoffsystem für Befestigungen in rauer Umgebung Bilder: Bormann & Neupert Smart Band in der Anwendung. Befestigungssysteme für Kabel und Sensoren an On- und Offshore- Anlagen sind einer rauen Witterung ausgesetzt. Für die Anwender sind daher Produkte wichtig, die wartungsarm und korrosions - beständig sind. Dabei dürfen sie gängigen Befestigungssystemen aus Stahl bei der mechanischen Belastbarkeit in nichts nachstehen. Das Düsseldorfer Ingenieurbüro Borman & Neupert GmbH & Co. KG hat mit dem Befestigungssystem Smart Band eine wirtschaftliche Alternative zu Edelstahlbefestigungen auf den Markt gebracht. Bormann & Neupert Das Kunststoffbefestigungssystem Smart Band von Bormann & Neupert ist für die Anwendung in rauen Umgebungsbedingungen entwickelt worden. Robust und korrosionsbeständig ist es für den anspruchsvollen Einsatz gemacht. Die Bänder und Führungen des Systems halten beispielsweise Kabel und Sensoren an den Masten von On- und Offshore-Windkraftanlagen oder fixieren und schützen beim Brunnenbau Kabel- und Schlauchleitungen. Dabei ist das patentierte System leichter und wirtschaftlicher als Edelstahleinbindungen. Das Ingenieurbüro Bormann & Neupert ist seit dem Jahr 1930 Armaturenlieferant für industrielle Sicherheitstechnik. In dritter Generation bietet das Düsseldorfer Unternehmen hochwertige Markenprodukte für industrielle Anwendungen. Daneben sorgt das Team um die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Susan Lommer und Andreas Bösebeck für Kundenberatung und einen umfassenden Service. Zum Produktportfolio gehören beispielsweise Edelstahl- und Kunststoff-Einbindesysteme, Nylonschlauchklemmen sowie Dichtungstechnik. Vielen namhaften Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, des Anlagenbaus, der Energieindustrie sowie des Maschinen- und Apparatebaus gilt Bormann & Neupert als zuverlässiger Partner mit technischem Know-how. Zu den Kunden zählen nationale und internationale Marktführer wie Merck, BASF, Dow, Boehringer-Ingelheim, Heraeus und ExxonMobil. Smart Protector zum Schutz von Kabeln und Schläuchen. Hoher Variantenreichtum und einfache Montage Die wartungsfreien Bänder sind in verschiedenen Breiten bis 32 mm verfügbar und lassen sich auf beliebige Längen zuschneiden. Die Standardausführungen sind bis zu 440 kg auf Zug belastbar und sollen Temperaturen bis 125 °C, starken Temperaturschwankungen und hochkorrosiven Bedingungen dauerhaft standhalten. Für höhere Anforderungen bietet das Unternehmen die Variante Smart Band Hybrid. Dieses soll Zugbelastungen bis 2 551 kg und Temperaturen bis zu 250 °C widerstehen. Je nach Ausführung gewährleistet der Hersteller eine Lebensdauer von über 25 Jahren. Flache Verschlüsse ermöglichen auch unter erschwerten Bedingungen – etwa beim Unterwassereinsatz – eine einfache und schnelle Befestigung. Um die Montagedauer zu verkürzen, bietet Bormann & Neupert manuelle und pneumatische Handwerkzeuge an. Sie gewährleisten eine definierte Spannkraft von bis zu 918 kg. „Eine besondere Lösung innerhalb des Smart-Band-Systems ist der Smart Protector“, sagt Andreas Kaulen, Produktverantwortlicher des Unternehmens. „Er wurde ursprünglich für den Schutz von Kabeln und Schläuchen bei Verlegung in der Tiefsee entwickelt, eignet sich aber auch für alle anderen anspruchsvollen Umgebungen.“ Der Smart Protector ist kompatibel zu allen Smart-Band-Varianten und für die meisten Kabeldurchmesser sowie für die Führung mehrerer Kabel geeignet. www.bormann-neupert.de 54 UmweltMagazin Dezember 2015

Standards Service VDI 4089 Reinigung von Verkehrsflächen Bild: VDI VDI 3883 Blatt 1 Erfassung der Geruchsbelästigung Beschwerden über Gerüche in der Außenluft gehören zu einer häufig geäußerten Kritik, vor allem bei Anlagen, die sich in der Nähe von Wohnbebauungen befinden. Die Richtlinie VDI 3883 Blatt 1 „Wirkung und Bewertung von Gerüchen – Erfassung der Geruchsbelästigung – Fragebogentechnik“ beschreibt eine Methode zur Erfassung der Belästigung und Beurteilung, ob und in welchem Umfang eine solche vorliegt. Die hier abgebildeten Fragebögen können zur Prüfung von Beschwerdemeldungen sowie der Notwendig- oder Wirksamkeit von Emissionsminderungsmaßnahmen genutzt werden. Ebenso dienen sie der Gewichtung der Geruchsbelästigung im Vergleich zur Beeinträchtig durch andere Quellen. Herausgegeben wird die Richtlinie von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN – Normenausschuss KRdL. Die Richtlinie VDI 4089 „Gütekriterien für Verkehrsflächenreinigungsmaschinen“ legt wesentliche technische Merkmale von Nassreinigungsmaschinen und -geräten für die Verkehrsflächenreinigung fest. Eine schnelle und vollständige Reinigung von Straßen, Betriebsgeländen und anderen Fahrbahnen nach Unfällen ist wichtig, da durch Öle oder Kraftstoffe eine Gefahr ausgeht. Dies betrifft nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, auch die kontaminierte Fläche wird bei längerer Einwirkzeit dauerhaft geschädigt. Gegenstand der Richtlinie ist die Definition und Festlegung der wesentlichen technischen Merkmale von Nassreinigungsmaschinen und -geräte für eine Verkehrsflächenreinigung. Das Ziel einer Säuberung nach einem Schadensereignis ist die möglichst vollständige Aufnahme von Fremdsubstanzen, wie ausgelaufene Flüssigkeiten oder eingesetzte Reinigungsmittel. Dabei sind zusätzlich eine möglichst schnelle Reinigung sowie eine genügende Wiederherstellung der Verkehrsflächengriffigkeit, gemessen an der Griffigkeit vor der Reinigung, anzustreben. Das Reinigungsverfahren darf grundsätzlich die Straßensubstanz weder mechanisch noch chemisch weiter beschädigen. Einsprüche gegenüber der Entwurfsfassung sind bis Februar 2016 möglich. VDI 3475 Blatt 5:2015–10 Biologische Abfallbehandlungsanlagen Bild: Hartmut910 / pixelio.de VDI 3928 Abgasreinigung durch Chemisorption Die Richtlinie VDI 3928 „ Abgasreinigung durch Chemisorption“ enthält verfahrensspezifische Hinweise für Planung, Bau und Betrieb von vorwiegend trocken und halbtrocken chemisorptiv arbeitenden Abgasreinigungssystemen für industrielle Verarbeitungsprozesse und Verbrennungsanlagen. Die in den Bildern und Tafeln dargestellten Ergebnisse gelten wegen der zahlreichen, sich gegenseitig beeinflussenden anlagen- und abgasspezifischen Faktoren jeweils nur für den zugehörigen konkreten Anwendungsfall. Die angegebenen Betriebsdaten wurden an Anlagen gemessen, die nach dem derzeitigen Stand der Technik errichtet wurden. Die Richtlinie wird von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN – Normenausschuss KRdL herausgegeben. Einsprüche gegenüber dem Entwurf können bis zum 30. November 2015 eingereicht werden. Die Richtlinie VDI 3475 Blatt 5:2015–10 „ Emissionsminderung – Biologische Abfallbehandlungsanlagen – Vergärung und Nachbehandlung“ beschreibt den Stand der Technik für Anlagen zur Vergärung von Bioabfällen, unter besonderer Berücksichtigung der dabei entstehenden Luftverunreinigungen wie Geruchsstoffe, Luftschadstoffe, klimarelevante Gase, Staub und Bioaerosole. Dabei werden auch solche Anlagen berücksichtigt, die ursprünglich als reine Kompostierungsanlagen konzipiert und zu Vergärungsanlagen umgebaut wurden. Nicht Gegenstand der Richtlinie sind landwirtschaftliche Anlagen und solche für gemischte Siedlungsabfälle. Die Veröffentlichung ersetzt die Richtlinien VDI 3475 Blatt 1:2003–01 und VDI 3475 Blatt 2:2005–12. Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Düsseldorf, www.vdi.de/geu Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL), Düsseldorf, www.krdl.de UmweltMagazin Dezember 2015 55

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