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12 | 2017

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Nachrichten Evonik

Nachrichten Evonik Erweiterte Kapazitäten für Wasserstoffperoxid in Europa Evonik gestaltet sein Wasserstoffperoxid-Geschäft kundennäher und reagiert auf den steigenden Bedarf an aktivem Sauerstoff. Dazu gehört auch, Kunden effizienter und schneller zu beliefern. Durch die effektiv reinigenden beziehungsweise bleichenden und dabei umweltschonenden Eigenschaften kommt Wasserstoffperoxid in der Zellstoff- und Textilbleiche, aber auch in vielen anderen Anwendungsgebieten zum Einsatz. Um dem damit verbundenen steigenden Bedarf auch in Zukunft gerecht zu werden, arbeitet das Unternehmen aktuell an einem umfangreichen Programm zur Neuausrichtung der bestehenden vier Produktionsstandorte in Europa. Neben den Maßnahmen zur Erweiterung der Produktionskapazität investiert der Spezialchemiekonzern im Bereich der Logistik. Dazu zählt unter anderem ein Logistikzentrum, welches den Ausbau des Geschäftes in kleineren Gebindegrößen ermöglicht. Damit reagiert Evonik auf die steigende Nachfrage nach Produkten, die unter den Markennamen Hyprox, Oxteril, Persynt sowie Clarmarin vertrieben werden. www.evonik.de UmweltMagazin-Newsletter Das Wichtigste immer im Blick – mit unserem kostenlosen Newsletter halten wir Sie einmal wöchentlich auf dem Laufenden. Hier finden Sie die täglich erscheinenden News aus dem Bereich der Umwelttechnik kompakt zusammengefasst im Nachrichtenüberblick. Melden Sie sich jederzeit an unter www.umweltmagazin.de/Newsletter. Wirtschaftsticker >>>Der internationale Technologiekonzern Andritz hat von Currenta GmbH & Co. OHG den Auftrag zur Lieferung einer SCR-Entstickungsanlage für die Sonderabfall - verbrennungsanlage in Bürrig am Chempark-Standort Leverkusen erhalten. Die Entstickungsanlage wird zur Behandlung der Rauchgase der Klärschlammverbrennungslinie mit Etagenofen VA3 sowie der beiden Drehrohröfen VA1 und VA2 errichtet. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist Ende 2018 geplant. Durch die Modernisierung der Anlage kann Currenta nicht nur die – gemäß der 17. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmisionschutzgesetzes – ab dem 1. Januar 2019 gültige Grenzwertsenkung für NOx von 200 auf >>Endress+Hauser stärkt das Angebot an Qualitätsmessungen weiter. Die Firmengruppe hat zum 1. Oktober 2017 die Imko Micromodultechnik GmbH, einen Hersteller von Systemen zur Feuchtemessung, übernommen. Der Sitz im baden-württembergischen Ettlingen bleibt erhalten; die derzeit 19 Mitarbeiter werden weiter beschäftigt. Die Systeme von Imko messen die Feuchte mit Hilfe der Zeitbereichs-Reflektometrie. Dabei gibt die Laufzeit reflektierter Radarwellen Aufschluss über die Dielektrizitätskonstante eines Materials, welche wiederum direkt von der Feuchte abhängt. Heute werden die Systeme zur Bau- und Bodenfeuchtemessung, im Umweltmonitoring sowie in verfahrenstechnischen Anwendungen eingesetzt – in der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie sowie in den Life Sciences. Mit der Übernahme verfolgt Endress+Hauser seine Strategie, Kunden künftig vom Labor bis in den Prozess zu unterstützen. Derzeit wird ein neuer Geschäftsführer für Imko gesucht. Kurt Köhler wird den Übergang noch ein Jahr lang begleiten. www.endress.com >>>Die 2G Energy AG, einer der international führenden Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, verzeichnet eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung. Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Umsatzerlöse von 63,8 Mio. € auf 72,4 Mio. € bei einer nahezu unveränderten Gesamtleistung von 85,4 Mio. € (1. Hj. 2016: 85,5 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte deutlich um 1,9 auf -0,5 Mio. € verbessert werden. Neben dem gestiegenen Umsatz hat sich ein günstiger Produkt- und Ländermix positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Materialaufwandsquote sank dabei von 74 auf 69,6 % während die Personalaufwandsquote leicht von 17,4 auf 18,9 % gestiegen ist. www.2-g.com >>>Die Berliner Alba Group, einer der führenden Recyclingdienstleister und Rohstoffanbieter weltweit, investiert in eine neue Produktionsanlage für Wertstoffe in Nordrhein-Westfalen. Die neue Anlage entsteht auf einer etwa 55 000 m 2 großen Grundstücksfläche im Süden des Chemieparks Marl. Insgesamt wird sie Leichtverpackungsabfälle von rund 6,4 Mio. Menschen verarbeiten, das heißt rund 200 000 t/a. Am Ende der Prozesskette stehen Wertstoffe höchster Reinheit, die der Industrie zur Verfügung gestellt werden und dort Rohstoffe aus zur Neige gehenden Primärquellen ersetzen. Inbetriebnahme der Anlage, die ein Investitionsvolumen von über 60 Mio. € und im Vier- Schicht-System betrieben werden soll, ist für Anfang 2019 vorgesehen. www.albagroup.de >>>Das Mannheimer Energieunternehmen MVV wird in den kommenden Jahren insgesamt rund 100 Mio € in seinen Kraftwerksstandort Friesenheimer Insel im Norden der Stadt investieren. Dabei bindet es sein Heizkraftwerk in sein bestehendes Fernwärmenetz in Mannheim ein und nutzt damit künftig Wärme aus der thermischen Abfallverwertung nicht nur für die Dampfversorgung der benachbarten Industrie, sondern auch für die Fernwärmeversorgung, die auch bis in die Nachbarstädte Heidelberg, Schwetzingen und Speyer reicht. Daneben integriert MVV ein Verfahren zur Phosphor- Rückgewinnung aus Klärschlamm in das Kraftwerk. www.mvv.de 10 UmweltMagazin Dezember 2017

Nachrichten Studie Entsorgung von Polystyrol-Schaumabfällen Die stoffliche und energetische Verwertung von gebrauchten Polystyrol-Schaumstoffabfällen funktioniert in Deutschland auf sehr hohem Niveau. Einer Prognose zufolge wird in den nächsten 50 Jahren mehr als die Hälfte der derzeit in Dämmstoffen verbauten Polystyrolabfälle mit dem alten Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) in Deutschland entsorgt worden sein. Die Studie „Aufkommen und Management von EPSund XPS-Abfällen in Deutschland 2016 in den Bereichen Verpackung und Bau“ wurde im Auftrag der BKV GmbH und unter Beteiligung von BASF SE, Fachvereinigung Extruderschaumstoff e.V., Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Industrieverband Hartschaum e.V., Ineos Styrolution Group GmbH, PlasticsEurope Deutschland e.V. und pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. von der Firma Conversio erstellt. Abfälle, die HBCD enthalten, waren in Deutschland im Oktober 2016 als gefährlich eingestuft worden. Dies hatte zu Entsorgungsengpässen geführt. Später wurde die Einstufung In Dämmstoffen werden Polystyrolabfälle verbaut. aufgehoben. Wichtiger Beweggrund für die Beauftragung der Untersuchung war der Wunsch der beteiligten Akteure, die anhaltende Diskussion über den Umgang mit HBCDhaltigen EPS-/XPS- Abfällen, wie sie etwa bei der Entfernung oder Modernisierung von Wärmedämmungen oder im Verpackungsbereich bei Importware anfallen können, auf eine gesicherte Datenbasis zu stellen. Insgesamt wurden 2016, so die Studienergebnisse, rund 307 kt EPS/ XPS zu Produkten verarbeitet. 268 kt (87 %) gingen in Bauund 39 kt (13 %) in Verpackungsanwendungen. Im gleichen Jahr fielen 110 kt Post- Consumer-EPS-/XPS-Abfälle an. Vor allem die Sammlung der EPS-/XPS-Abfälle über privatwirtschaftlich organisierte Erfassungssysteme spielt eine wichtige Rolle. Die Abfälle aus Verpackungs- und Bauanwendungen fallen an unterschiedlichen Orten an und tauchen entsprechend auch in verschiedenen Abfallströmen auf. Bei der Entsorgung der EPS-Verpackungsabfälle und der EPS-/ XPS-Bauabfälle gibt es deutliche Unterschiede. Während im Baubereich 75 % der Abfallsammlungen über gewerbliche Erfassungssysteme anfallen, die nahezu vollständig der energetischen Verwertung zugeführt werden, sind im Verpackungsbereich vor allem die Sammlungen über die Dualen Systeme der Verkaufsverpackungen sowie die separaten Sammlungen gewerblicher Verpackungen von Bedeutung. Letztere werden etwa zu zwei Dritteln beziehungsweise drei Vierteln einem Recycling zugeführt. Von den in allen Bereichen insgesamt ermittelten 110 kt Post-Consumer-EPS-/ XPS-Abfällen wurden rund 98 % oder 107,5 kt verwertet. 36 kt wurden recycelt und 71 kt energetisch verwertet. EPS-/ XPS-Abfälle aus in Deutschland hergestellten Bau- und Verpackungsprodukten enthalten seit 2015 kein HBCD mehr. Derzeit sind noch etwa 7,2 Mio. t EPS-/XPS-Dämmstoffe, die mit dem Flammschutzmittel HBCD ausgerüstet sind, in Bauanwendungen installiert. Einer Prognose zufolge wird die Gesamtmenge des HBCD in noch verbauten EPS-/XPS-Bauanwendungen in den kommenden 50 Jahren von rund 60 kt im Jahr 2015 auf 27 kt sinken. www.plasticseurope.org Bild: Rainer Sturm/ pixelio.de VDI ZRE Mit Ressourcenchecks effizient produzieren Die Reduzierung von Ausschuss, eine effiziente Wärme- und Kältetechnik oder stromsparende Beleuchtung: In Unternehmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Material und Energie einzusparen, und effizienter zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat neue, maßgeschneiderte Ressourcenchecks entwickelt, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim Aufspüren von Ressourceneffizienzpotenzialen zu unterstützen. KMU können die Checks für verschiedene Fertigungs- und prozessorientierte Verfahren anwenden. Das Besondere am dynamischen Konfigurator-Tool ist, dass es auf die individuellen Anforderungen der Unternehmen ausgerichtet ist. Im ersten Schritt wählt man die für das eigene Unternehmen relevanten Verfahren aus – vom Wareneingang und Materialhandling über die Optimierung der Kernprozesse bis hin zur Prozessperipherie können unterschiedliche Unternehmensbereiche eingestellt werden. Je nach Produktionsschwerpunkt kommen gegebenenfalls auch mehrere Verfahren gleichzeitig in Frage. Im zweiten Schritt beantwortet der Anwender Fragen zur Produktgestaltung, Material- und Energieeffizienz sowie zur Mitarbeitereinbindung. Abschließend erhält man in der Auswertung Checklisten, die unterschiedliche Methoden, Werkzeuge und Maßnahmen enthalten. Neben dem Konfigurator-Tool bietet das VDI ZRE auf seiner Website auch die bewährten statischen Ressourcenchecks an. Hier haben Anwender die Wahl zwischen den allgemeinen Checks (Basis- und Produktionsinfrastruktur-Check) und den spezifischen Industrie-Checks zu Fertigungsverfahren wie Beschichten oder Fügen sowie prozessorientierten Verfahren wie zum Beispiel die Herstellung von Feinchemikalien. www.ressource-deutschland.de UmweltMagazin Dezember 2017 11

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