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12 | 2017

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Special Wasser Klein und

Special Wasser Klein und zuverlässig: der Vibrations-Grenzschalter Liquiphant FTL50. Simulation am 4…20mA Ausgang mit Heartbeat Verification Der Füllstand wird unmittelbar unterhalb sowie oberhalb des definierten Grenzstandes (Ansprechhöhe) simuliert. Die Ausgangsströme werden abgelesen, protokolliert und auf Richtigkeit bewertet. Im Gegensatz zur Knopdruckprüfung mit dem Liquiphant ist hier noch eine Plausibilitätsprüfung erforderlich: Die Ausgangsströme werden abgelesen, protokolliert und auf Richtigkeit bewertet. Heartbeat Verifikation wertet die wiederkehrende Prüfung als bestanden, wenn der Ausgangsstrom unmittelbar unterhalb des Grenzwertes nicht, jedoch oberhalb des Wertes zu einem Ansprechen der Sicherheitsfunktion – bestehend aus Alarmierungseinrichtung und gegebenenfalls Aktorik – geführt hat. Sie wird in einem automatisch generierten Protokoll dokumentiert und kann digital abgelegt werden. Schaltschrank – unter anderem mit Alarmierungseinrichtung und Auswertekarte FTL325P. Heartbeat Technology – wiederkehrende Prüfung ohne Ausbau Die Heartbeat Technology liefert Betreibern Diagnose, verifiziert die Leistung und überwacht Prozessdaten für die vorausschauende Wartung sowie für die Prozessoptimierung. Die Heartbeat Verification enthält einen geführten Prüfablauf für die Wiederholungsprüfung von kontinuierlichen Füllstandsmessgeräten. Der Prüfablauf kann zeitsparend über die Bediensoftwares Field- und DeviceCare oder ein DTM-basiertes Leitsystem genutzt werden. Sie wird in einem automatisch generierten Protokoll dokumentiert. Bilder: Endress+Hauser Empfehlung als Fachbetrieb nach WHG Für eine absolut sichere und effiziente Überfüllsicherung empfiehlt Endress+Hauser eine Kombination aus einem kontinuierlichen Füllstandmessgerät für den laufenden Betrieb und zur eigentlichen Überfüllsicherung einen Vibrations-Grenzschalter einzusetzen. Dieser prüft sich auf Korrosion permanent selbst und ist ganzheitlich per Knopfdruck wiederkehrend prüfbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sicherheitsfunktion unabhängig von der kontinuierlichen Füllstandmessung ist. Als Partner für Überfüllsicherungen nach WHG realisiert das Unternehmen nach Bedarf auch eine komplette Überfüllsicherung: Planung, Tankauslegung über eigenes Berechnungstool; Instrumentierung; Automatisierung mit Schaltschrank, Steuerung, Anbindung an die übergeordnete Leitebene. Darüber hinaus können auch Dienstleistungen wie Inbetriebnahmen von WHG- Messstellen und wiederkehrende Prüfungen inklusive vollumfänglicher Dokumentation nach WHG durchgeführt werden. Bei Interesse an einer Begehung und Einschätzung vor Ort, ist zudem ein Expertenbesuch möglich. Endress+Hauser, Weil am Rhein, Kristina Rosenberger, kristina.rosenberger@de.endress.com 22 UmweltMagazin Dezember 2017

Wasser Special Kontinuierliche Durchmischung von Chemieabwässern Das Rührwerk soll Ablagerungen entgegenwirken. Aufgrund des schwierigen Mediums sind Flansch, Getriebegehäuse und Propeller in dem Spezialwerkstoff Super-Duplex 1.4547 ausgeführt. Im Industriepark Brunsbüttel, den die Bayer-Tochter Covestro AG betreibt, fallen kontinuierlich aggressive und schwermetallhaltige Chemieabwässer an. Bevor diese in der werkseigenen Kläranlage aufbereitet werden, kommen sie zur Zwischenspeicherung zunächst in zwei Puffertanks. Dort muss für eine kontinuierliche Durchmischung gesorgt werden, da sich die mitgeführten Schwebstoffe sonst am Tankboden absetzen. Um dies zu vermeiden, setzt Covestro seit 2015 zwei trocken aufgestellte Rührwerke der Landia GmbH aus Super Duplex 1.4547 ein. Die Modelle vom Typ POPTR-I sorgen gleichzeitig dafür, dass sich das Abwasser der Kläranlage in einem gleichmäßigen Mischungsverhältnis zuführen lässt. Der Schwerpunkt der Produktion in dem 420 ha großen Industriepark Brunsbüttel liegt auf der Herstellung der Chemikalie Diphenylmethandiisocyanat, die für harten Schaumstoff, etwa zur Dämmung von Gebäuden oder Kühlgeräten, benötigt wird. Der pH-Wert der dabei entstehenden Abwässer schwankt zwischen 1 bis 12 – je nachdem, wie viel Natriumhydroxid, Chlorwasserstoff oder Ammonium enthalten sind. Das Medium ist einphasig und nicht brennbar, enthält jedoch im Rahmen der jeweiligen Wasserlöslichkeit Anteile von Anilin, Nitrobenzol oder o-Dichlorbenzol. Hinzu kommen gelöste Schwermetalle wie beispielsweise Zink, Kupfer und Nickel sowie ein Salzgehalt von bis zu 6 g/l. Aggressives Medium erfordert Spezial-Werkstoff Die beiden 1 500 m3 fassenden Puffertanks mit einem Durchmesser von jeweils 15 m und einer Höhe von 8,5 m, in denen das anfallende Abwasser zwischengespeichert wird, dienen abwechselnd als Befüll- und Entleer-Behälter. Bei einem Füllstand von 95 % werden die Zulaufventile des einen Tanks geschlossen und die des anderen geöffnet. Ab einer Überdeckung des Tankbodens von rund 2 m wird automatisch ein Rührwerk zu- beziehungsweise analog beim Entleeren wieder ausgeschaltet. Erst nachdem das Abwasser beprobt und gemäß § 7a WHG für gut befunden wurde, darf es mengengeregelt der biologischen Kläranlage zugeführt werden. „Ohne kontinuierliche Durchmischung würden sich die mitgeführten Schwebstoffe am Boden absetzen. Um dieses Sediment in regelmäßigen Abständen zu entsorgen, müsste der Behälter aufwendig entleert, befahren und gereinigt werden“, berichtet Cord Cassens, Experte für Abwasseraufbereitung und Vertriebsleiter der Landia GmbH. Aufgrund der schwankenden Abwasserqualität ist ein zuverlässiges Rührwerk erforderlich, dessen mediumsberührende Teile, Flansch, Getriebegehäuse und Propeller, in dem Spezialwerkstoff Super-Duplex 1.4547 ausgeführt sind. „Die hohe chemische Beständigkeit beziehungsweise Haltbarkeit dieses Materials ist angesichts des aggressiven Mediums entscheidend für eine lange Lebensdauer der gesamten Anlage“, betont Cassens. Da es bei den bisher installierten Rührwerken Probleme mit mangelnder Energieeffizienz sowie einer zu geringen Schubkraft gab und der Ursprungslieferant keine Nachfolgemodelle in der geforderten Werkstoffqualität liefern konnte, führte Covestro 2015 eine Marktanalyse durch, um diese zu ersetzen. Landia war als einziger Hersteller in der Lage, dem Materialwunsch des Chemiekonzerns zu entsprechen. UmweltMagazin Dezember 2017 23

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