Aufrufe
vor 1 Jahr

12 | 2017

  • Text
  • Umweltmagazin
  • Dezember
  • Unternehmen
  • Wasser
  • Anlagen
  • Einsatz
  • Energie
  • Deutschland
  • Anforderungen
  • Umwelt

Special Wasser

Special Wasser Infraserv-Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing (links) zeigt eine Probe mit dem ungereinigten Abwasser, Stadtrat Klaus Oesterling hält das gereinigte Abwasser in Händen. Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing, dass die ARA seit bereits einem halben Jahrhundert ein wichtiger Teil der Infrastruktur am Standort sei. Der Betreiber zeigte sich stolz darauf, mit der Anlage den höchsten Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Umweltschutz gerecht zu werden. Auch die effiziente Abwasserentsorgung trage dazu bei, dass die Kunden am Standort optimale Rahmenbedingungen vorfinden. Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, hob in seinem Grußwort hervor, dass mit der Abwasserreinigungsanlage im Industriepark Höchst sichergestellt sei, dass die anfallenden Abwässer schonend, sicher und umweltfreundlich gereinigt werden. Der Standort nehme auch in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle ein. Der Industriepark Höchst setze nicht nur in Sachen Forschung und Produktion Maßstäbe, sondern auch in Bezug auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt sei er auch ein wichtiger Erfolgsfaktor als bedeutender Wirtschaftsstandort in der Rhein-Main-Region, was für die Stadtverwaltung sehr wichtig sei und einen Standort wie den Industriepark Höchst so erfolgreich mache. Mit einem Wirkungsgrad von 93 % erfüllt die ARA die strengen Auflagen des Industrieparks zum Schutz der Umwelt und übertrifft auch die gesetzlich vorgeschriebene Reinigungsleistung deutlich. Die Anfänge der ARA Im Jahr 1963 hat die Hoechst AG im Technikum mit ersten Versuchen zur Abwasserreinigung begonnen. 1967 wurde die ARA dann als eigene Entwicklung in Betrieb genommen, damals war sie die einzige industrielle Kläranlage Hessens. Gebaut wurde sie ursprünglich für eine CSB-Fracht von 50 t bereits 1977, aber aufgrund des zunehmenden Bedarfs auf mehr als die doppelte Kapazität erweitert. 1984 wurde sie mit Biohochreaktoren auf die heutige Größe ausgebaut. In dieser Anlage kommt das gesamte Abwasser des Industrieparks Höchst an. Bilder: Infraserv Höchst Funktionsweise der Abwasserreinigung Durch die verschiedenen Betriebe der Chemie- und Pharmaindustrie gibt es im Industriepark Höchst unterschiedliche Abwasserarten. „Nicht alle Abwässer sind schwer abbaubar – durch die steigende Pharmaproduktion gibt es am Standort vermehrt leicht abbaubare Abwässer, auf die wir uns in den vergangenen Jahren eingestellt haben“, sagt Eckhard Strohmeyer, Leiter der Abwasserreinigungsanlage. Im Jahr 2004 wurde die ARA so umgebaut, dass das Abwasser in einem zweistufigen biologischen Verfahren – für leicht und schwer abbaubares Abwasser – umweltgerecht, effizient und nach dem neuesten technischen Stand gereinigt wird. So kann die Anlage eine große Bandbreite an verschiedenen Abwasserarten verarbeiten. Im Industriepark Höchst ist die ARA Teil eines Entsorgungsverbundes. Der Klärschlamm, der am Ende der Abwasserreinigung übrig bleibt, wird nachhaltig verwertet und in der Co-Fermentationsanlage für die Produktion von Biogas genutzt, das nach einer Reinigung zum Teil als Bioerdgas in das Netz der Mainova eingespeist wird. Das restliche bei der Vergärung entstehende Biogas wird zur Erzeugung von Strom und Dampf verwendet. Anschließend wird der verbliebene Schlamm entwässert und in der Klärschlammverbrennungsanlage verbrannt. Geruchseliminierende Maßnahmen Ursprünglich wurde die ARA als eine komplett offene Anlage nahe der Werksgrenze in Betrieb genommen. Um die Belastung für die Anwohner weitestgehend zu minimieren, hat Infraserv Höchst in den vergangenen Jahren Millionen investiert. So wurden die geruchsverursachenden Bereiche vollständig abgedeckt oder eingehaust und auch die Abluft der ARA wird verbrannt. Infraserv Höchst, Frankfurt am Main, Jasmin Graf, jasmin.graf@infraserv.com 28 UmweltMagazin Dezember 2017

Produkte Umweltmarkt GEA IO Eine Steuerung für alle Zentrifugen Um die Komplexität weiter zu reduzieren und konsequent den User und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, bringt GEA, Düsseldorf, jetzt einheitlich die Steuerungsgeneration IO für alle Separatoren und Dekanter auf den Markt. Sie wurde 2014 zuerst erfolgreich für Dekanter eingeführt; nach weiteren Optimierungen ist die Steuerung jetzt für alle GEA Zentrifugen erhältlich – für jede Art von Anwendung. Bei der Entwicklung standen die Bedürfnisse des Anwenders im Vordergrund: Die Steuerung sollte so einfach und benutzerfreundlich wie möglich sein. Konsequent reduziert auf das Wesentliche, sollen Nutzer schnell in der Lage sein, die Steuerung ihrer Zentrifuge zu verstehen und zu bedienen. Das Produkt erschließt sich dem Betreiber möglichst intuitiv. Die Anzeigen sind konsequent bereinigt, die verwendete Symbolik ist selbsterklärend und der Farbcode orien- Die Steuerungsgeneration GEA IO für Separatoren und Dekanter erschließt sich intuitiv und ist bedienerfreundlich. tiert sich an internationalen Standards, seien es Ampelfarben für Zustände oder die im Anlagenbau übliche Norm für die Kennzeichnung von Rohrleitungen. IO kann dabei nicht nur steuern und anzeigen, es kann auch bewerten. Auf einen Blick kann der Kunde erkennen, wie gut die Energieeffizienz der Zentrifuge ist, ob die Leistung gut oder schlecht ist und wie gut sie trennt. Zudem ist es remotefähig, so dass zum Beispiel eine Ferndiagnose von GEA-Experten möglich ist, damit die Anlagen schnellstmöglich wieder einsatzbereit sind. www.gea.com Bild: GEA Auras Vielseitig einsetzbare Abwasser-Tauchpumpe Die P 40 CS fördert als Fäkalien-, Schlamm- oder Baustellenpumpe Abwasser mit bis zu 44 mm großen Partikeln. Die Abwasser-Tauchpumpe P 40 CS von Auras ist eigens für die Förderung von Abwasser mit einem hohen Anteil an Feststoffen, Schlamm, Schmutz oder Sand konzipiert. Ein gutes Verhältnis von Gewicht und Leistung sowie die robuste und hochwertige Bauweise sollen die P 40 CS zu einem universellen Partner für Baufirmen, Kommunen und Klärwerke machen. Mit ihrem speziell entwickelten abriebfesten Laufrad eignet sich die Abwasser- Tauchpumpe vor allem für anspruchsvolle Entwässerungsvorhaben in Kommunen und Klärwerken. Sie wiegt 62 kg und kann mit dem praktisch geformten Tragegriff und entsprechenden Hilfsmitteln von einer Person transportiert und eingesetzt werden.. Als Fäkalien-, Schlamm oder Baustellenpumpe fördert sie Abwasser mit bis zu 44 mm großen Partikeln. Das Laufrad besteht aus Chromstahl, das Pumpengehäuse aus Silumin, der Diffusor aus abriebfestem Gummi, das Sieb, die Bodenplatte und die Schrauben aus rostfreiem Edelstahl. Der Motor ist serienmäßig mit einem Motorschutzstecker mit Ein- und Ausschalter ausgestattet. Ein Phasenwender und eine Signallampe für die Drehfeldkontrolle sorgen für zusätzliche Sicherheit. Aufgrund des seitlichen Pumpenabgangs ist die Pumpe zudem einfach zu reinigen. www.auras-pumpen.de Bild: Auras UmweltMagazin Dezember 2017 29

Ausgabenübersicht