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12 | 2017

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Gastkommentar Energie aus Abfall ist unverzichtbar für nachhaltiges Wirtschaften Eine „nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, als gegenwärtig lebende.“ Das ist die klassische Definition von Nachhaltigkeit aus dem sogenannten Brundtland-Bericht im Jahr 1987. Was so selbstverständlich klingt, stellt uns heute vor große Herausforderungen. Denn die Menschheit verbraucht deutlich mehr Energie und Ressourcen, als zu verantworten ist. Ganz deutlich sichtbar wird das mit dem „World Overshoot Day“: Im Jahr 2017 war der 2. August der Tag, an dem wir alle Ressourcen verbraucht hatten, die die Erde in einem Jahr neu bilden kann. Dieser Tag lag Ende der 1980er-Jahre noch Mitte Dezember und hat sich seitdem stetig nach vorne bewegt. Um diesen gefährlichen Trend umzukehren und das Datum wieder dauerhaft nach hinten zu schieben, müssen wir sehr viel nachhaltiger wirtschaften. Wir müssen lernen, mit den vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoller umzugehen und sie möglichst mehrfach und in geringeren Mengen zu nutzen. Ein wichtiger Weg dazu ist der richtige Umgang mit Abfall. Neben Vermeidung und stofflicher Verwertung von Abfällen spielt dabei ihre energetische Nutzung eine entscheidende Rolle. Das geht schon lange über die reine Müllverbrennung hinaus, bei der früher die Entsorgung und Vernichtung des lästigen Abfalls im Mittelpunkt stand. Thermische Abfallverwertung findet heute in modernsten Kraftwerken statt, die mit hoher Energieeffizienz in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugen. Sie vermeiden dadurch klimaschädigende Emissionen. Denn Abfall aus Haushalten und Gewerbebetrieben ersetzt fossile Brennstoffe und ist unverzichtbar für eine erfolgreiche Energiewende. Gerade für die notwendige Wärmewende in Ballungsgebieten – als Prozessdampf für Industrie und Gewerbe und als Teil einer Fernwärmeversorgung – verbessert sie nachhaltig die Klimabilanz in unseren Städten. Thermische Abfallverwertung leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und zur Schonung unserer knappen natürlichen Ressourcen. Das gilt auch für das Recycling, das keinen Gegensatz zur thermischen Verwertung bildet – im Gegenteil: Beide Ansätze ergänzen sich. In vielen Fällen ist der Verbrennungsprozess sogar Voraussetzung dafür, dass Rohstoffe wieder in den Stoffkreislauf eingebracht werden. So können etwa im Abfall enthaltene Metalle aus den Verbrennungsresten wiedergewonnen und neu verwendet werden. Ein weiteres, aktuelles Beispiel für ein solches Recycling ist Phosphor: Das lebenswichtige Element ist eine endliche Ressource, die immer schneller verbraucht wird. Der Bedarf an neu gefördertem Phosphor kann deutlich reduziert werden, denn er ist in hoher Konzentration im Klärschlamm enthalten, der bei der Abwasserreinigung anfällt. Bei der Alleinverbrennung dieses Abfallproduktes kann der Phosphor aus der Asche recycelt und erneut genutzt werden. Eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft, in der Abfall zusätzlich hocheffizient für die Energieerzeugung genutzt wird, ist ein bedeutender Baustein für mehr Nachhaltigkeit. Damit trägt die thermische Abfall - verwertung in erheb - lichem Maße zur Ressourcenschonung bei – und hilft mit, den World Overshoot Day in Richtung Jahresende zu verschieben. Dr. Joachim Manns, Geschäftsführer der MVV Umwelt GmbH, Mannheim. „Thermische Abfallverwertung leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und zur Schonung unserer knappen natürlichen Ressourcen.“ UmweltMagazin Dezember 2017 3

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