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12 | 2017

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Nachrichten IE expo

Nachrichten IE expo China Messe auf Expansionskurs Sechs Monate vor Messestart steht fest: Der Expansionskurs der IE expo China setzt sich fort. Asiens führende Fachmesse für Umwelttechnologien wird erneut um drei Messehallen wachsen. Insgesamt planen die Organisatoren über 120 000 m 2 Ausstellungsfläche für die Veranstaltung im nächsten Jahr ein. Sie findet vom 3. bis zum 5. Mai 2018 auf dem Gelände des Shanghai New International Expo Centre statt. Mit der Erweiterung der Fläche reagiert der Veranstalter auf die große Nachfrage von Seiten der Aussteller. Durch die zusätzlichen Hallen E5, E6 und N1 können nun mehr Unternehmen an der IE expo China teilnehmen. Insgesamt belegt die Fachmesse zwölf Messehallen, gezeigt werden Lösungen für Wasser, Abfall, Luft und Boden. Bis spätestens 4. März 2018 können sich Interessenten für eine individuelle Teilnahme an der IE expo China entscheiden. Anmeldeunterlagen sind unter http://ie-expo. com/exhibitors/Application erhältlich. Auch Gemeinschaftsbeteiligungen diverser Länder und Regionen sind geplant. www.messe-muenchen.de Zum zweiten Mal in Folge wächst die Ausstellungsfläche um drei Hallen. Bild: Messe München BMUB Deutschland unterstützt Entwicklungsländer bei Klima-Anpassung Die Bundesregierung hat zum Auftakt der Bonner Weltklimakonferenz angekündigt, Entwicklungsländer mit weiteren 100 Mio. € bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen: Das Bundesumweltministerium sagte 50 Mio. € für den Anpassungsfonds zu. Das Bundesentwicklungsministerium gibt 50 Mio. € in den „Least Developed Countries Fund“, der gezielt die ärmsten Länder bei der Klimaanpassung unterstützt. Deutschland ist damit mit bisher insgesamt 240 Mio. € der größte bilaterale Geber des Anpassungsfonds. Ziel ist es, ihn zu einem festen Bestandteil der Finanzarchitektur unter dem Pariser Abkommen zu machen. Finanzielle Unterstützung und der vereinfachte Zugang zu multilateralen Anpassungsfinanzierungs-Instrumenten ist neben dem 1,5 Grad-Ziel eine der wichtigsten Forderungen Fidschis und der kleinen Inselstaaten und der Gruppe am wenigsten entwickelten Länder in den Verhandlungen. Der Anpassungsfonds finanziert unter anderem Maßnahmen zum Küstenschutz oder die Umstellung auf neue Anbaumethoden in der Land- wirtschaft. Er wird von Geberund Empfängerländern auf Augenhöhe verwaltet. Der Fonds hat bisher 67 Projekte in 63 Ländern mit einem Fördervolumen von rund 387 Mio. € auf den Weg gebracht. Er wird aus einer Abgabe auf Projekte im internationalen Kohlenstoffmarkt gespeist. Aufgrund der News – Online niedrigen Preise auf dem Kohlenstoffmarkt bleiben die Einnahmen jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Trotz wachsender Bedarfe und der anerkannt guten Arbeit ist der Fonds daher unterfinanziert und auf freiwillige Einzahlungen wie die Deutschlands angewiesen. www.bmub.bund.de Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Branchen-News). BASF Global führend beim nachhaltigen Wassermanagement anerkannt Weltweit ist Wasser eine immer knapper werdende Ressource. Es ist von elementarer Bedeutung für die chemische Produktion und wird als Kühl-, Löse- und Reinigungsmittel sowie zur Herstellung von Produkten verwendet. Der nachhaltige Umgang mit diesem und der weltweite Schutz natürlicher Wasserressourcen sind für BASF ein zentrales Anliegen. „Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen“ ist ein nachhaltiges Entwicklungsziel der Vereinten Nationen und ein Fokusthema des Unternehmens. Mit ihrer „Water Stewardship- Strategie“ trägt BASF zu diesem Ziel bei, nutzt Wasser effizient und entwickelt spezifische nachhaltige Lösungen für lokale Wasserbedingungen. Darüber hinaus bietet sie ihren Kunden Lösungen an, die helfen, Wasser zu reinigen, es effizienter einzusetzen und Verschmutzungen zu verringern. In Anerkennung für seine Maßnahmen wurde das Unternehmen erneut als global führend im nachhaltigen Wassermanagement ausgezeichnet. CDP, eine anerkannte internationale Non-Profit-Organisation, hat der BASF eine Spitzenposition auf der diesjährigen Water A List verliehen. www.basf.com 8 UmweltMagazin Dezember 2017

Nachrichten BMUB EU-Parlament und Rat einigen sich auf umfassendes Reformpaket Der Rat der EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament haben sich auf eine umfassende Reform des Emissionshandels geeinigt. Die Einigung sieht unter anderem vor, dass deutlich mehr CO 2 -Zertifikate aus dem Markt genommen werden als bisher. Das bedeutet, dass in den frühen 20iger Jahren die nötige Knappheit am Markt entstehen wird, um wirksame Anreize für Investitionen in den Klimaschutz zu setzen. Die Reform beseitigt das zentrale Problem des bisherigen Emissionshandels. Denn bislang gab es nicht genug Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien, da es keine Knappheit am Markt gab. Das soll sich nun ändern: Mit der Reform wird der Zertifikate-Überschuss doppelt so schnell abgebaut werden als bisher geplant. Ab 2019 werden jedes Jahr 24 % des Überschusses aus dem Markt genommen und in die Marktstabilitätsreserve überführt. Damit werden voraussichtlich schon zu Anfang der nächsten Handelsperiode knappheitsbedingte Preisanreize für Emissionsminderungen gesetzt. Da die Zertifikate aus der Reserve in späteren Jahren wieder in den Markt gelangen können, war noch ein zweiter Reformschritt notwendig. Ab dem Jahr 2023 dürfen nur mehr so viele Zertifikate in der Reserve verbleiben, wie im Vorjahr versteigert wurden, der Rest – voraussichtlich mehr als 1,5 Mrd. Zertifikate – wird gelöscht. Ein weiterer Erfolg der Reform ist, dass der Emissionshandel künftig besser mit nationalen Maßnahmen verzahnt werden kann. Wenn ein Mitgliedstaat zum Beispiel Kohlekraftwerke stilllegen will, kann er Zertifikate im eingesparten Umfang vom Markt nehmen. Bislang bestand zumindest theoretisch die Gefahr, dass zusätzliche nationale Einsparungen in einem Land durch Mehremissionen in einem anderen Land zunichte gemacht werden. Dabei hilft auch die Marktstabilitätsreserve. Die Reform stellt zugleich sicher, dass die energieintensive Industrie weiterhin vor unfairem Wettbewerb aus dem Ausland geschützt wird. Die Regelungen sehen weiterhin eine kostenlose Zuteilung von Zertifikaten für gefährdete Industriezweige vor. Über einen Sicherheitspuffer in Höhe von 3 % wird künftig sichergestellt, dass es hier nicht mehr zu pauschalen Kürzungen kommen kann. Die kostenlose Zuteilung darf jedoch Benchmarks nicht übersteigen, die ETS-Reform – Begrenzung des Umfangs der Marktstabilitätsreserve ab 2023. sich an den 10 % effizientesten Unternehmen im jeweiligen Sektor orientieren. Die Benchmarks werden dann jährlich an den technologischen Fortschritt angepasst. Der Stromsektor, der nicht im internationalen Wettbewerb steht, muss alle Zertifikate erwerben. Die Erlöse werden auf die Mitgliedsstaaten verteilt, die damit zum Beispiel Klimaschutzmaßnahmen außerhalb des Emissionshandelssektors finanzieren. Daneben werden Einnahmen aus der Versteigerung auch in zwei europäische Fonds investiert. Die Mittel aus dem Innovationsfonds (3 % des Gesamtbudgets) stehen allen Mitgliedsstaaten für innovative Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Abscheidung und Speicherung von CO 2 und Vermeidung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Industrie zur Verfügung. Die Gelder aus dem Modernisierungsfonds (bis zu 2,5 % des Gesamtbudgets) stehen ärmeren europäischen Staaten zur Verfügung, die damit ihre Energieversorgung modernisieren und so klimafreundlicher gestalten können. Die Mittel sollen vor allem für Projekte zur Förderung von erneuerbaren Energien, Stromspeicherung und der Verbesserung von Stromund Fernwärmenetzen verwendet werden. Das Verhandlungsergebnis muss jetzt noch formal von Rat und Parlament bestätigt werden. www.bmub.bund.de Bild: BMUB Der Grüne Punkt Nachhaltigkeit als Geschäftsprinzip Der Grüne Punkt hat den Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2015 und 2016 vorgelegt. Er gibt umfassend Auskunft über die Strategie und ihre Herleitung, über Kennzahlen, Maßnahmen und weitere Planungen in allen wesentlichen Handlungsbereichen. Im Vorfeld hatte der Grüne Punkt Kunden, Verbraucher und andere Stakeholder befragt, was sie vom Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit erwarten. Die Antworten sind in die Nachhaltigkeitsstrategie der Gruppe eingeflossen. Der neue Nachhaltigkeitsbericht des Grünen Punkts ist erstmals in Einklang mit den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI G4) entstanden und erfüllt die Kern-Option. Er wurde von GUTcert validiert und gibt Einblick in die Wertschöpfungskette der Unternehmen mit dem Grünen Punkt, in die verschiedenen Geschäftsbereiche und ihre Perspektiven. Infoelemente stellen Leuchtturmprojekte vor, darunter etwa neue Verschlüsse für eine Reinigungsmittelverpackung, für die die Recyclat-Initiative von Werner & Mertz, dem Grünen Punkt und weiteren Partnern einen Deutschen Verpackungspreis 2017 erhalten hat. Mitarbeiter der verschiedenen Unternehmen der Gruppe berichten aus ihrer persönlichen Sicht über ihre Arbeit. Der Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016 steht unter www.gruener-punkt.de/ nachhaltigkeit zum Download bereit. UmweltMagazin Dezember 2017 9

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