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12 | 2018

Nachrichten DWA 30.

Nachrichten DWA 30. Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen erschienen Die Anforderungen der europäischen Kommunalabwasserrichtlinie wurden 2017 durch die kommunalen Kläranlagen im bundesweiten Mittel erfüllt oder deutlich übertroffen. Das stellt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) als eines der Ergebnisse ihres jährlich durchgeführten Leistungsvergleichs kommunaler Kläranlagen fest. Besonders betrachtet wurde in diesem Jahr die Energiebilanz von Klärwerken. Größere Anlagen können es schaffen, mehr als 50 Prozent der von ihnen benötigten elektrischen Energie selbst aus Inhaltsstoffen des Abwassers zu erzeugen. Dies ist insofern bemerkenswert und wichtig, da Abwasseranlagen auch große Energieverbraucher sind. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Leistungsvergleichs wird auch ein Überblick über die Entwicklung der Reinigungsleistungen der Kläranlagen seit 1988 gegeben. Die Abbaugrade für Verschmutzungen liegen weitgehend konstant auf einem hohen Niveau. Regionale Unterschiede – besonders im Norden und Nordosten – dürften auf Trennsysteme zurückzuführen sein. Wird Schmutzwasser nicht mit Niederschlagswasser vermischt, sind die Schmutzstoffkonzentrationen im Zulauf der Kläranlagen höher, und die Reinigungsleistung steigt. Da bei Kläranlagen mit Anschlussgrößen unter 10 000 Einwohnerwerten gesetzlich keine gezielten Maßnahmen zur Phosphorelimination vorgeschrieben sind, haben diese einen überproportionalen Anteil an den in die Gewässer eingeleiteten Phosphorfrachten. Die Ergebnisse der Kläranlagen in Österreich und Südtirol, die in Zusammenarbeit mit dem ÖWAV, dem Partnerverband der DWA in Österreich, ebenfalls dargestellt werden, entsprechen weitegehend den Daten der deutschen Kläranlagen. Erstmals bundesweit verglichen wurde die Leistung der kommunalen Kläranlagen im Jahr 1988. Gerade in den ersten Jahren war die Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlagen deutlich erkennbar. Der Ausbau der Kläranlagen ging stetig voran; ab dem Jahr 2000 waren die Bauaktivitäten weitgehend abgeschlossen. Nun wurden die Anlagen und ihr Betrieb weiter optimiert. Inzwischen sind die Grenzen der Leistungsfähigkeit der biologischen Abwasserreinigung weitgehend erreicht. Den Anlagen kann eine ausgezeichnete Ablaufqualität attestiert werden. Weitere Steigerungen der Reinigungsleistungen wären jetzt nur durch weitere Investitionen in weitere Abwasserbehandlungsverfahren möglich, zum Beispiel Filtration, Zugabe von Aktivkohle oder Behandlung mit Ozon. Auf dem Gebiet der Spurenstoffentfernung (zum Beispiel Arzneimittelwirkstoffe, Kosmetika) werden derzeit umfangreiche Untersuchungen vorgenommen. Der Anfall von Faulgas auf Kläranlagen wurde erstmals im Rahmen des Leistungsvergleichs bundesweit erfasst. Tendenziell ist festzustellen, dass mit zunehmender Größe der Kläranlagen der spezifische Gasanfall steigt. Faulgas kann auf Kläranlagen in elektrischen Strom umgewandelt werden. Kläranlagen, auf denen viel Faulgas anfällt, können somit einen höheren Anteil an Eigenversorgung mit elektrischem Strom erreichen. Einige der größten Anlagen erzeugen sogar mehr Strom, als sie selber verbrauchen. www.dwa.de Bild: DWA BMU Neuer Förderschwerpunkt „Innovative Abwassertechnik“ Das Bundesumweltministerium (BMU) richtet einen neuen Förderschwerpunkt „Innovative Abwassertechnik“ ein. Dafür stellt es insgesamt bis zu 25 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm bereit. Hierdurch soll technischen Innovationen zum Durchbruch verholfen und dazu beitragen werden, den Stand der Technik in der Abwasserbehandlung und Wertstoffrückgewinnung zu verbessern. Fachlich wird der Förderschwerpunkt vom Umweltbundesamt betreut. Der Schwerpunkt umfasst drei Förderkategorien: „Wertstoffrückgewinnung und -bereitstellung“ zielt darauf ab, Phosphor, Stickstoff und andere Wertstoffe, die derzeit zumeist noch ungenutzt mit dem Abwasser beziehungsweise dem Klärschlamm entsorgt werden, mittels technischer Verfahren zurückzugewinnen und für eine Nutzung im Wirtschaftskreislauf bereitzustellen. „Weitergehende Abwasserbehandlung“ betrifft die Reduktion von Spurenstoffen, also Mikroverunreinigungen im Abwasser durch innovative Verfahren unter Berücksichtigung des Energie- und Ressourcenbedarfs und mit möglichst breitem Eliminationsspektrum, beispielsweise Arzneimittelrückstände und Haushaltschemikalien. „Energie speichern, regeln und vernetzen“ betrachtet das Thema Energie ganzheitlich. Fachlich wird der neue Förderschwerpunkt vom UBA betreut, die KfW übernimmt die finanzielle Abwicklung. Anträge können bis zum 15. April 2019 gestellt werden. www.umweltinnovationsprogramm.de 10 UmweltMagazin Dezember 2018

Vorschau/Impressum Themenvorschau 1-2 2019 Special: Ressourceneffizienz Ein nachhaltiger, sparsamer und damit möglichst effizienter Umgang mit allen Ressourcen entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsselanforderung an Projekte. Unser Special bündelt Beispiele für neue Produkte, die mittels Innovation wie Eisspeicher- oder Vakuumdestillation besonders ressourceneffizient sind mit grundlegenden Informationen zum Thema: Wo die Resourceneffizienz heute steht,vermittelt der Bericht über den aktuellen Kongress zum Thema. Wasser Angesichts der Entwicklung hin zu immer unkonstanteren Niederschlägen – Dürrephasen wie in 2018, aber auch Starkregenereignisse – kommt dem intelligenten Umgang mit Grauwasser immer größere Bedeutung zu. Der Bericht beschreibt ein besonders spannendes Projekt bei einem großen Möbelhaus. Energie Wasserstoff gilt Vielen als Treibstoff der Zukunft – gewissermaßen als potenziell unendlicher Vorrat nach Benzin und Diesel. Er kann per Elektrolyse gewonnen werden – Idealerweise dann natürlich mittels regenerativ erzeugtem Strom. Bericht über das aktuelle Power-to-Gas-Leuchtturmprojekt am Hochrhein. Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 48. Jahrgang (2018) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Martin Vogt (Chefredakteur), Tel.: (0211) 6103-326 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (0211) 6103-215 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Bad Soden Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Uwe Görisch, Honorarprofessor am Karlsruher Institut für Technologie Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 30080000 Kontonummer 0212172400 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69300800000212172400 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (0211) 6103-140 Fax (0211) 6103-414 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement:116,- € VDI-Mitglieder: 102,60,- € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 71,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Kai Lück E-Mail: klueck@cmc-web.de Telefon: +49 (0) 40 / 881 449 - 370 Fax: +49 (0) 40 / 881 449 -11 Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (0211) 6103-380, Fax: (0211) 6103-300 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 44 vom 1. Januar 2018 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Dezember 2018 11

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