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3 | 2012

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SPECIAL

SPECIAL Kreislaufwirtschaft/Recycling Bild: Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH Diese Verpackung für Frischkäse besteht ausschließlich aus Polypropylen (PP) und einer Aluminium-Siegelfolie. Der Verbraucher sollte beides voneinander trennen, dann wird das Material automatisch in die richtige Wertstofffraktion sortiert. Es gibt keine Etiketten oder Fremdstoffe, die das Recycling behindern. Zum Recycling gemacht Die Recyclingfähigkeit und der Ressourcenverbrauch von Verpackungen lassen sich oft mit einfachen Mitteln optimieren. Der Grüne Punkt bietet dazu jetzt den Service „Design for Recycling“ an. Verbesserte Verpackungen sparen nicht nur Energie und Ressourcen, sondern gewinnen auch als Marketingargument an Bedeutung. Timothy Glaz Verpackungen stehen im Zentrum der Diskussion um nachhaltigen Konsum. Das zeigt sich inSchlagzeilen über große Mengen Plastik, die als Verpackungsmüll nachdem Konsum übrig bleiben, wertvolle Rohstoffe und Energie verschwenden und die Umwelt belasten. Händler und Verbraucher erwarten von den Herstellern nachhaltige und ökologischsinnvolle Lösungen–so istnacheinerStudie derGesellschaftfür Konsumforschung (GfK) für zwei Drittelder Verbraucher eine umweltfreundliche Verpackung ein wichtiger Aspekt beimEinkauf. Diese Überlegungen sind der Ausgangspunkt für „Design for Recycling“ (DfR),eine neue Dienstleistung derDer Grüne Punkt –Duales System Deutschland GmbH (DSD), die wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte einer Verpackung betrachtet. In Abhängigkeit vomProduktträgt dieVerpackung relevant zurUmweltbilanz bei,vor allem bei schnelldrehendenKonsumgütern. Verpackung bleibt im geschlossenen Kreislauf Zukünftige Verpackungen sollen so gestaltet werden, dass sie für Stoffkreisläufenützlich sind und im Idealfall unbegrenzt in biologischen oder technischen Kreisläufen zirkulieren. Die Verpackung der Zukunft ist daher so konzipiert, dass das Material nach dem Gebraucheinfach sortiert,recyceltund möglichst lange wieder eingesetzt, also in einem geschlossenen Kreislauf (Closed-Loop) geführt werden kann. Am Ende derNutzungsphasewirddie Verpackung über die Gelbe Tonne, den Gelben Sack, den Glascontainer oder die Altpapiersammlung entsorgt. Der Einsatz von Material, Farben, Klebstoffen, Etiketten und anderen Bestandteilen hat großen Einfluss darauf, ob eine Verpackung in der Sortieranlage erkannt und schließlich auch recycelt werden kann. Die Sortierung erfolgt heute überwiegend über optische Erkennungssysteme. Kann die Detektionseinheit das Hauptmaterial einerVerpackung nicht erkennen, weil die dunkle Färbung dies unmöglich macht oder ein Etikett die Verpackung überdeckt, wird sie dem falschen Materialstrom zugeordnet und geht für das Recycling verloren. Hier helfen eine detaillierte Analyse und konkrete Verbesserungsvorschlägeweiter. Das gilt sowohl für neu zu entwickelnde als auchfür bereits im Markt befindliche Verpackungen. Je höherdie Qualität des aus der Verpackung hergestellten Regranulats, desto hochwertiger sind dessen Einsatzmöglichkeiten und damit die Einsparung von Energie und Treibhausgasemissionen. Die Gestaltung einer Verpackung hat darauf großen Einfluss. Einfache Maßnahmen sorgen für große Effekte So sind Monomaterialien leichter für ein hochwertiges Recycling nutzbar als Verbunde aus mehreren Materialkomponenten, die in derHandhabung beim Recycling wesentlich aufwändigersind. Bestimmte Materialkombinationen und andere Merkmale können die ökologisch effiziente Wiederverwertung der eingesetzten Rohstoffe sogar entscheidend behindern. Trägt eine Getränkeflasche aus Polyethylenterephthalat (PET) ein Etikett aus Polyvinylchlorid (PVC), so kann das PVCals Fremdstoff das PET-Recycling unmöglich machen. Ein solches Etikett lässt sich auch aus PET fertigen –eine nachträgliche Trennung von Verpackung und Etikett ist dann nicht mehr notwendig. DasführtzueinerGutschrift in derUmweltbilanz dieser Verpackung. Dass sich gerade der Grüne Punkt als Gründer und Entwickler des weltweit ersten haushaltsnahen Recyclingsystems für Verpackungen mit diesen Fragenund praktikablenLösungen befasst, istkeinZufall:Das anerkannte,langjährige Know-how inder Verpackungsverwertung lässt sich als Kompetenz und Service auchfür die Verpackungsgestaltung nutzen. Damit eröffnen sich gleichzeitig neue Perspektiven für ein hochwertiges Recycling. Timothy Glaz, Leiter Sustainability, Der Grüne Punkt –Duales System Deutschland GmbH, Köln, timothy.glaz@gruener-punkt.de 14 UmweltMagazin März 2012

www.ifat.de Erleben Sie die Zukunft der Umwelttechnologie DIE TRENDS UND TECHNOLOGIEN DER ABFALL-UND ROHSTOFFWIRTSCHAFT ONLINE-REGISTRIERUNG FÜR BESUCHER: www.ifat.de/tickets WELTLEITMESSE FÜR WASSER-, ABWASSER-, ABFALL-UND ROHSTOFFWIRTSCHAFT 7.–11. MAI 2012 IN MÜNCHEN Ihr Termin für wertvolle Kontakte, neue Impulse und einen einmaligen Marktüberblick Umfangreiches Themenspektrum: alle Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen Innovationen renommierter Technologieführer und interessanter Newcomer Internationaler Treffpunkt der gesamten Recyclingbranche Optimale Plattform zur Kontaktpflege und Geschäftsanbahnung Hochkarätiges Rahmenprogramm inklusive GeoBioEnergie Kongress ENTSORGA Messe München GmbH, 81823 München Tel. +49 89 949-11358, Fax +49 89 949-11359, info@ifat.de AWORLD OF ENVIRONMENTAL SOLUTIONS

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