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3 | 2012

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Gastkommentar Recyclingwirtschaftleistet einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung Die unsichereVersorgung mitRohstoffen undsteigende Preise bereitenimmermehr deutschenUnternehmenSorge.NacheineraktuellenUmfrage desDeutschenIndustrie-und Handelskammertages(DIHK) sehen93Prozent derIndustrieunternehmensteigende Rohstoffpreise alsProblem,68Prozentbefürchtensogar erhebliche Risikenbei derVerfügbarkeit von Rohstoffen.Gleichzeitig setzen bisheraber nur rund einDrittelder Unternehmenauf Recycling,umsteigendenund volatilen Rohstoffpreisenzubegegnen. DieZahlenmüssenuns alarmieren–insbesondereangesichts aktuellerpolitischer Entscheidungen. Während vorallemChina mit hoherEnergie daran arbeitet, sichden Zugang zu Primär-, aber auchSekundärrohstoffen systematischzusichern, diskutiert DeutschlandzweiJahrelang darüber,wer die Mülltonnenanden Haushaltenabholen darf. Dasneue Kreislaufwirtschaftsgesetz vonBundesumweltministerNorbertRöttgen (CDU) ist eine Enttäuschung.Nicht nur,weilwir in Deutschlanddamit in SachenRecyclingquote auf derStelle treten,sondernweildie Chance vertan wurde,die deutsche Führungsposition im BereichRecycling und Rohstoffrückgewinnung aus demAbfall weiterauszubauen. Bereits heute erreicht die Verwertungsquotein DeutschlandeinenWertvon 64 Prozent. Ein Heraufsetzen derQuote um einenProzentpunkt istvielzuzaghaft, wenn man weiß, was technischmachbar ist. Noch sindwir in Deutschlandmit unseren Technologienund unserem Know-howzum Betrieb solcherAnlagen führend. Dochandere Länderholen kräftig auf.China, weil es mit zunehmendemWachstum einRohstoff- und Abfallproblem hat, andereeuropäischeStaaten vordem Hintergrund derneuen EU-Abfallrahmenrichtlinie.Früheroderspäterwerdendiese LänderjeneTechnologienzur Rückgewinnung aus demAbfall einführen,für die die deutsche Politik jeden Investitionsanreizmit demneuen Gesetzschuldiggeblieben ist. WiebeimTransrapid werden wirauchbei deutscherRecyclingtechnologie feststellen, dassandere Ländermit dempunkten, wasdeutsche Ingenieureentwickelt haben. Es wäre Aufgabeder Politik sicherzustellen, dassdeutsche Innovationendie Wachstumschancen derheimischenWirtschaftverbes- sern.Dazugehörtauch, zu erkennen, dassdie Kreislauf-beziehungsweise Recyclingwirtschaft einenerheblichenBeitrag zurRohstoffversorgung deutscher Betriebe leistenkann. Einige Zahlen: Bereits heute spartdie deutsche Wirtschaft durch denEinsatz vonSekundärrohstoffen RohstoffimporteinHöhe von rund 12 MilliardenEuroein. Damit liefert die Kreislaufwirtschaftetwa14Prozentallerin DeutschlandeingesetztenRohstoffe–mehr als fünf mal so vielwie noch1995. Oder anders ausgedrückt:Inder Stahlproduktion sind bereits 47 Prozent des eingesetzten Materials Schrotte,indie Papierproduktiongehen70ProzentAltpapierund in die Glasproduktion94ProzentScherben.Verpackungen für Nudeln, Reis oderandere Lebensmittelwärenmindestens 20 Prozent teurer,würden sie nuraus Frischfasernhergestellt. DieGrundlagefür die steile Entwicklung der Recyclingquoten seit 1991 hat Ex-UmweltministerKlaus Töpfer gelegt. Mit derEinführung derVerpackungsverordnung und derdamit verbundenenTeil-Marktöffnung in der deutschenAbfallwirtschaftwurde jener Innovationsschub ausgelöst,der unsheutesoviele „Recyclingtouristen“ beschert. Dr.Axel Schweitzer, CEO der AlbaGroup, Berlin „Wir werden auchbei deutscherRecyclingtechnologie feststellen,dass andereLänder mit dem punkten, was deutsche Ingenieure entwickelt haben.“ Wasaber wäre dernächste logische Schritt, um denWandelder Entsorgungswirtschaft zu einerVersorgungswirtschaft weiterzubeschleunigen? Diebundesweite Einführung einerTonne für alle trockenenWertstoffe, in deraktuellen DiskussionauchWertstofftonne genannt, kann einHebel sein,umdie Rohstoffrückgewinnung aus demAbfall in Deutschlandweiterzusteigern. Dafüraber braucht es kein neuesGesetz, über dasBund und Länder weitere Jahrediskutieren. DieWertstofftonne gibtesbereits. In Leipzig seit nunmehrachtJahren.Andere Städte und Gemeindenkönnen auf der Basis der geltendenVerpackungsverordnung sofort nachziehen. Sie müssen es nur wirklichwollen. UmweltMagazin März 2012 3

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