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3 | 2012

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Markt Produkte und

Markt Produkte und Verfahren Membrantechnik Druckmittler mitZertifikat Umden stetig wachsenden Ansprüchen der Pharmazie, Lebensmittel- und Biotechnologie gerecht zuwerden, hat Afriso, Güglingen, imRahmen einer Gesamtzertifizierung ihre Membrandruckmittler MD52, MD 56 und MD 63 einer Prüfung durch die European Hygienic Engineering &Design Group (EHEDG) unterzogen. Die Expertengemeinschaft von Maschinen- und Komponenten-Herstellern, Fachleuten aus der Nahrungsmittelindustrie sowie von Forschungsinstituten und Gesundheitsbehörden untersucht die hygienegerechte Konstruktion und Gestaltung von Maschinen, Bauteilen und Baugruppen für offene und geschlossene Prozesse zur Verarbeitung und Verpackung von Nahrungsmitteln. Wichtige Merkmale hierbei sind leichte Reinigbarkeit, ein sauberes Abfließen (Selbstentleerung) und metallische Anschläge für Prozessanbindungen mit Elastomer Dichtungen. Durch konstruktiv exakt berechnete Abstände der Anschläge werden die Dichtungen nur in ihrer Bestimmung verwendet. Reinigbare Spaltmaße werden eingehalten und eine Expansion in den Prozess sicher verhindert. Die prozessberührten Teile der Druckmittler werden hygienegerecht aus Chrom-Nickelstahl mit einer spaltfreien Oberflächengüte Ra>0,8 µm angefertigt. Auch die Schweißnähte entsprechen diesem Mittenrauwert. Zertifiziert wurde beim Forschungszentrum für Brau- und Lebensmittelqualität der TU Die Druckmittler MD 52, MD 56 und MD 63 wurden von der Technische Universität München, Forschungszentrum Weihenstephan, geprüft und nach EHEDG Typ EL Klasse Izertifiziert und zugelassen. München in Weihenstephan. Die Druckmittler MD52, MD 56 und MD 63 sind zertifizierte Bauteile nach EHEDG TypEL Klasse Iund lassen sich im eingebauten Zustand reinigen. Sämtliche von Afriso produzierten Druckmessgeräte wie Manometer, Druckmessumformer und Druckschalter können stoffschlüssig durch Schweißen mit den Druckmittlern verbunden werden. Für den Anbau von Fremdfabrikaten sind verschiedene Messgeräteadapter lieferbar. www.afriso.de Straßenabfallbehälter Kleines Sonnenkraftwerk hält die Stadt sauber Überquellende Müllkörbe in Innenstädten sollen der Vergangenheit angehören. Als ökonomisch vernünftige und ökologisch sinnvolle Ergänzung wird Abfall in den Innenstädten jetzt einfach zusammengepresst. Bei dem SOLAR’IUM des Herforder Unternehmens Sulo soll fünfmal mehr Abfall in einen Straßenabfallbehälter mit 120 Litern Füllvolumen als üblich passen. Der Abfallbehälter mit integrierter Verdichtungseinheit funktioniert vollkommen autark – den Strom holt ersich aus Solarzellen. Gerade in Fußgängerzonen und im Bereich von Schnell- Gastronomie erhoffen sich Experten aus den städtischen Abfallentsorgungsbetrieben Vorteile des neuen Produktes: Denn wenn diese die Papierkörbe in der Innenstadt leeren, sosind diese zwar optisch gesehen voll, haben jedoch ein verhältnismäßig geringes Gewicht. www.sulo.com Der Abfallbehälter mit integrierter Verdichtungseinheit holt sich den Strom aus Solarzellen. 30 UmweltMagazin März 2012

Projekte Markt Sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung in Göttingen Göttingen MitleuchtendemBeispiel voran Rund 840 Millionen Euro geben die deutschen Städte und Gemeinden jedes Jahr für die Beleuchtung ihrer Straßen aus. Dabei ist etwa ein Drittel davon mindestens 20 Jahre alt und die Technik damit veraltet. Durch lichtemittierende Dioden (LED) und intelligente Steuerungssysteme könnten Städte und Gemeinden jedoch ihren Stromverbrauch indiesem Bereich um 64 Prozent senken und bis zu1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich einsparen. Bislang werden aber nur knapp 3Prozent der Straßenbeleuchtung pro Jahr erneuert. Umauf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wie Kommunen Energie einsparen und damit ihre Kosten langfristig senken können, hatten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die KfW Bankengruppe und das Umweltbundesamt bereits im Jahr 2008 den Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ initiiert; mit der Projektbegleitung wurde die Berliner Energieagentur beauftragt. 14große und kleine Kommunen von der Nordsee bis zum Bodensee gehen dabei schon mit gutem Beispiel voran. Sie gehören zu den insgesamt 18 Gewinnern des Wettbewerbs und installieren dank ihrer energiesparenden und damit klimafreundlichen, kostengünstigen Beleuchtungskonzepte bisher insgesamt 7870 neue, moderne Straßenlaternen. Der Einsatz dieser Technik führt sozueiner jährlichen Kohlendioxid-Einsparung von 1620 Tonnen. Als erste deutsche Stadt setzt Göttingen nun im Rahmen eines Pilotprojektes eine sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung ein. Eshandelt sich um LED-Leuchten, die auf 20 Prozent ihrer Leistung gedimmt sind und erst auf volle Lichtstärke hochfahren, sobald ein Verkehrsteilnehmer indas Erfassungsfeld gelangt. Erwartet wird eine Stromeinsparung von bis zu80Prozent. Die neue Beleuchtung weist gegenüber der alten eine jährliche Energieeinsparung von 91 262 Kilowattstunden sowie eine CO 2 -Einsparung von 54 Tonnen pro Jahr auf. www.berliner-e-agentur.de Bild: Philips Köln Beim WDR stehen die Zeichen auf Solar Auf zwei Dächern des Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln-Bocklemünd fangen künftig knapp 1630 Module die Sonne ein. Etwa 350 Megawattstunden Strom werden jährlich ins Versorgungsnetz eingespeist. Damit unterstützt das Medienunternehmen das Vorhaben der RheinEnergie, große Dachflächen in Köln und Region für die Erzeugung klimafreundlichen Stroms zu nutzen. Umgerechnet versorgen die beiden neuen Anlagen über 100 Kölner Haushalte mit regenerativer Energie und sparen rund 175 Tonnen des Treibhausgases CO 2 pro Jahr ein. Für die technische Umsetzung des Projekts hat die Energiebau Solarsysteme GmbH gesorgt. www.rheinenergie.com Der Bau von Photovoltaik-Anlagen ist Teil des Klimaschutzprogramms „Energie &Klima 2020“ der RheinEnergie. Bild: Rainer Sturm/Pixelio Projekte kompakt >>> Bayer MaterialScience hat im Chempark Leverkusen mit dem Bau einer Mehrzweck-Produktionsanlage für Polyurethan-Lackrohstoffe begonnen. Die Produkte Hexamethylen- und Isophoron-Diisocyanat werden vor allem für hochwertige und umweltverträgliche Automobil- und Industrielacke eingesetzt. Knapp 35Millionen Euro investiert das Unternehmen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2013 vorgesehen. www.materialscience.bayer.com >>> Siemens Energy und das Institut für Wissenschaft und Technologie inMasdar/Vereinigten Arabischen Emirate haben über einen Zeitraum von zunächst einem Jahr eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei Forschung und Weiterentwicklung von Solartechnologien unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist es, den Einsatz von Photovoltaik-Modulen imNahen Osten zu verbessern. www.siemens.com >>> Im Rahmen eines neuen Verkehrsprojektes stehen in London/Großbritannien demnächst 15 wasserstoffbetriebene Taxis sowie fünf wasserstoffbetriebene Motorroller von Suzuki Bergmann zur Verfügung. Parallel errichtet Air Products eine durch „Fuel Cells &Hydrogen Joint Undertaking“ finanzierte Wasserstofftankstelle in London. Verbunden wird sie mit den bereits zwei bestehenden, die bisher die wasserstoffbetriebene Bussflotte versorgen. Die Verknüpfung der drei Tankstellen erzeugt eine umfassende Infrastruktur für die Wasserstofffahrzeuge, die auch während der Olympischen Spiele in diesem Sommer zum Einsatz kommen. www.airproducts.de UmweltMagazin März 2012 31

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