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3 | 2012

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Organschaften VDI-GEU

Organschaften VDI-GEU Recycling von elektr(on)ischen Geräten Um praxisnahe und rechtskonforme Handlungsempfehlungen für die Entsorgung von Elektro(nik)altgeräten geben zukönnen, wurde imJahr 1996 der Richtlinienausschuss „Recycling von elektr(on)ischen Geräten“ gegründet. Nähere Informationen zu den Richtlinien gibt der folgende Bericht. Das Blatt 1der VDI-Richtlinienreihe 2343 „Handlungsempfehlungen für die Entsorgung elektr(on)ischer Geräte“ stellt die Ziele und Zielgruppen der einzelnen Blätter dar und gibt eine Übersichtüber den Aufbau der Blätter 2bis 7. Blatt 2: Logistik Im Bereich der Logistik lässt sich, aufgrund des prozentual hohen Anteils anden gesamten Entsorgungskosten, auch das größte Einsparpotenzial finden. Die besondere Herausforderung im logistischen Teilbereich besteht in der Vielfalt der anfallenden Elektr(on)ikaltgeräte, den zahlreichen Anfallstellen, der Wahl der Rücknahmesysteme sowie inder Koordinierung der Logistikschnittstellen. Blatt 3: Demontage In diesem Blatt stehen Fragen über die Möglichkeiten und Einsatzgebiete der manuellen, teilautomatisierten und/oder vollautomatisierten Demontage von elektronischen Altgeräten im Vordergrund.Zielist es unter anderem, unter Berücksichtigung des Verhältnisses von Aufwand und Nutzen ein wirtschaftliches Ergebnis der Demontagetiefe zu erzielen. Blatt 4: Aufbereitung Dieses Blattstellt diewichtigsten Aufbereitungsverfahren vor, wobei der Schwerpunkt auf den Zerkleinerungs-, Klassier- und Sortierverfahren liegt. Daneben sensibilisiert die Richtlinie für den richtigen Umgang mit Schadstoffen und vermittelt Empfehlungen zur Abluftreinigung. Die Vielfalt der stofflichen Zusammensetzung von Elektro(nik)altgeräten macht es erforderlich, die einzusetzenden Verfahren auf Basis der aufzubereitenden Geräte sowie deren Sammelgruppe auszuwählen. 7 Sammelgruppe 1 (Großgeräte): Für Haushaltsgroßgeräte und automatische Ausgabegerätebietet sich nach einer Schadstoffentfrachtung der Großshredder an, um das Material in kleinstückige Fraktionen aufzuschließen. Um den für diese Sammelgruppe charakteristischen hohen Anteil an Eisen/ Stahl und NE-Metalle von Folien, Textilien und Schaumstoffen zu trennen, wird in der Regel ein Windsichter eingesetzt. Die anschließende Trennung der Wertstoffe (Eisen/Stahl) von den NE- Metallen wird mittels Magnetscheider vollzogen. Die NE-Metalle könnendanacheinenweiteren Klassierungsvorgang durchlaufen. 7 Sammelgruppe 2 (Kühlgeräte): Vor der Gewinnung der wertstoffhaltigen Fraktionen (Stahl und Eisen) ist eine Schadstoffentfrachtung notwendig. Normalerweise werden ineinem ersten Schritt mittels Vakuumtechnologien die Kältemittel der Geräte abgesaugt. Ineinem weiteren Verfahrensschritt werden dann die porengebundenen Treibmittel mechanisch freige- setzt und mit geeigneten Techniken erfasst. 7 Sammelgruppe 3und 5(Informations- und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik und Kleingeräte): Für diese Sammelgruppen, ausgenommen Bildschirmgeräte, empfehlen sich ein- bisdreistufige Aufbereitungsanlagen mit je einem Zerkleinerungsprozess und darauffolgenden Sortier- und eventuell Klassiervorgängenpro Stufe. Auf diese Weise kann der hohe Kunststoffanteil dieser Geräte abgeschieden werden und aluminium- und kupferreiche Fraktionen separiert werden. 7 Sammelgruppe 4 (Gasentladungslampen): Diese Sammelgruppe zeichnetsich durch einen sehr hohen Glasanteil (> 90 Prozent) sowie eine bei vielen Modellen vorhandene Leuchtschicht aus. Für die Gewinnung von Glas können Massengut (Shredder- und Glasbruchwaschverfahren) oder Stückgut (Kapp-, Trennverfahren) zum Einsatz kommen. Blatt 5: Verwertung Ergibt die Prüfung auf Wiederverwendbarkeit ein negatives Ergebnis, ist die Verwertung der eingesetzten Materialien anzustreben. Unabhängig von der Wahl desVerwertungsverfahrens sollte der Hauptzweck inder anschließenden Materialverwertungund nichtinder Beseitigung des Schadstoffpotenzials liegen. Blatt 6: Vermarktung Inhalt dieses Blattes sind konkrete Handlungsempfehlungen für die Vermarktung/Beseitigung von Eisenmetallen, Nichteisenmetallen, Kunststoffen, Glas, Bildröhren und Stoffen mit Gefährdungspotenzial. Blatt 7: ReUse Dieses Blatt gibt Handlungsempfehlungen, unter welchen Bedingungen es sinnvoll ist, ein Produkt wiederzuverwenden.Sie sollen besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, neue Wirtschaftszweige zu erschließen und Investitionen richtig zutätigen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit www.vdi.de/2343 Dr.RalfBrüning unter: 58 UmweltMagazin März 2012

EMAS Club Europe im VNU Erfolgreicher Auftakt Gruppenfoto der Veranstaltungs- Teilnehmer imBMU, Bonn Kontakt VNU Verband für nachhaltiges Umweltmanagement e.V. Geschäftsstelle c/o Annette Hendlinger Am Schellberg 22 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Rund 80 Personen folgten der Einladung in das gastgebende Bundesumweltministerium in Bonn, eine Institution mit EMAS-Registrierung. Nach der Begrüßung durch Annette Schmidt-Räntsch, BMU, und den 1. Vorsitzenden des VNU, Matthias Friebel, stellten sich zwei weitere EMAS Clubs aus Spanien und Italien vor. Sie streben ein Miteinander an, umGestaltungsspielräume iminter-/nationalen Rahmen nutzen zu können. Anschließend berichtete Rolf-Jan Hoeve, EMAS Team der EU Kommission, über Neuigkeiten zu EMAS Global, den Stand der Referenzdokumente und die Perspektiven der EU Kommission. „Wir für EMAS“ –das ist das Motto einer imJahr 2006 begonnenen Internet-Kampagne des UGA: Zur Auftaktveranstaltung organisierte der VNU eine LIVE-Version mit Vertretern des Umweltministeriums, des Umweltgutachterausschusses, der DAU GmbH und mehreren Unternehmensvertretern. Vorrangiges Ziel des EMAS Clubs Europe ist der Austausch der EMAS-Anwender und VNU-Mitglieder mit dem Anspruch „Aus der Praxis für die Praxis“. An insgesamt sechs Netzwerktischen gruppierten sich die Gäste später nach Themen. Kurzvorträge boten den Impuls für die fachliche Diskussion und in den folgenden Regional-Gruppen wurden konkrete Schritte wie Betriebsbesichtigungen und Themenschwerpunkte sondiert. Ein rundum positives Feedback bestätigte einen gelungenen Auftakt, der eine gute Entwicklung verheißt. Ansprechpartner imVNU zum Thema sind Lennart Schleicher, Helmar Pflock und die VNU Geschäftsstelle. Bild: Claudia Otto VNU-Mitglieder Kurz vorgestellt Christian Heinrichs, neues VNU-Mitglied Seit Januar dieses Jahres vertritt Christian Heinrichs die Arqum GmbH aus München im VNU. 1998 gegründet, bietet das Unternehmen inMünchen, Frankfurt am Main, Hannover, Stuttgart und Nanjing/China Beratungs- und Zertifizierungsleistungen für Unternehmen und Kommunen auf dem Weg zueiner zukunftsfähigen Wirtschaftsweise an. Mitgründer Christian Heinrichs ist Umweltgutachter und unter anderem für umweltrechtliche Fragen und Managementsysteme zuständig. Mehr als 250 Unternehmen wurden von Arqum bereits auf die Zertifizierung nach EMAS, ISO 14001, EN 16001, ISO 9001 und OHSAS 18001 vorbereitet. Mit dem Gruppenprojekt KLIMAeffizient und zahlreichen ISO 50001-Projekten ist Energieeffizienz aktuell ein Schwerpunktthema. Brüssel 5. European EMS Forum Am8.Mai 2012 veranstalten der VNU und die EMS Working Group (ENEP) das 5. englischsprachige European EMS Forum in Brüssel. Gastgeber ist die Vertretung des Landes Hessen. Im Rahmen des Programmes werden die Referenten zu folgenden Themen berichten: 7 ISO 26000 „Guidance onsocial responsibility“, Einführung und Schnittstellen zum Umweltmanagement (Kim Christiansen, Danish Standard), 7 Anwendung der ISO 26000 in der Unternehmenspraxis (Mareke Wieben, Gesundheitsberaterin), 7 Stand der EMAS Referenzdokumente (Dr. Harald Schönberger, JRC/EU-Kommission), 7 aktuelle System-Standards für das Energiemanagement (Dr. Heinz-Jochen Poremski, BMU) sowie 7 derzeitige Erkenntnisse zur Bestimmung eines „Water Footprint“ (Prof. Matthias Finkbeiner, TU Berlin). Das Programm und die Anmeldeunterlagen erhalten Sie auf der Homepage des VNU. Termine2012 7 8. Mai: 5. European EMS Forum, Brüssel 7 EMAS Club Regionaltermine: Infos über die VNU-Geschäftsstelle UmweltMagazin März 2012 59

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