Aufrufe
vor 4 Jahren

3 | 2012

  • Text
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Energie
  • Deutschland
  • Anlagen
  • Ifat
  • Inder
  • Einsatz
  • Technik
  • Entsorga

Nachrichten

Nachrichten Umweltwirtschaftsbericht 2011 Deutschland wächst immernachhaltiger Mit dem Umweltwirtschaftsbericht 2011, den Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt veröffentlicht haben, wird zum zweiten Mal nach 2009 ein Bericht über den Stand, die Herausforderungen und die Perspektiven der Umweltwirtschaft inDeutschland vorgelegt. Er zeigt, dass Deutschland auf dem Weg zu neuem, umweltverträglichem Wachstum bereits erhebliche Fortschritte gemacht hat: Heute werden zum Erwirtschaften der gleichen Erträge deutlich weniger Rohstoffe, Flächen und Energie benötigt und weniger Schafstoffe ausgestoßen als noch vor zehn Jahren. Der Bericht bestätigt die Vorreiterrolle deutscher Unternehmen auf dem Gebiet der Umweltwirtschaft. Die Produktion von Umweltschutzgütern inDeutschland ist weiter überdurchschnittlich gewachsen und erreicht inzwischen ein Produktionsvolumen von fast 76 Milliarden Euro. Mit einem Welthandelsanteil von 15,4 Prozent liegt Deutschland auf einem Spitzenplatz beim Export von Umweltschutzgütern. Nach Umweltwirtschaftsbericht 2011 Daten und Fakten für Deutschland jüngsten Berechnungen gibt es knapp zwei Millionen Beschäftigte inder Umweltwirtschaft. Zugpferd dieser dynamischen Entwicklung waren und bleiben die Erneuerbaren Energien. Auch während der weltweiten Wirtschaftskrise legte dort die Güterproduktion zu. Unterstrichen wird das durch ein weiteres Ergebnis: Fast 80 Prozent der Produktionsbereiche in der Umweltbranche sind besonders forschungs- und wissensintensiv. Ziel ist es, Innovations- und Umweltpolitik sinnvoll zu verzahnen und neue Märkte für Umwelttechnologien zu erschließen. Der Umweltwirtschaftsbericht zeigt, dass Deutschland bei der ökologischen Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schon viel erreicht hat: Zwischen 1990 und 2010 stieg die Energieproduktivität um 38,6 Prozent, die Rohstoffproduktivität um46,8 Prozent. Erfreuliche Entwicklungen gab es auch bei den Luftschadstoffemissionen: Gegenüber 1990 konnten sie im Berichtzeitraum um 56,4 Prozent verringert werden. Bei der Verwertung von Abfällen und seiner umweltfreundlichen Beseitigung ist Deutschland ebenfalls Vorbild: Rund 90 Prozent der Bauabfälle und 63 Prozent der Siedlungs- und Produktionsabfälle werden bereits recycelt. www.bmu.de/umweltwirtschaftsbericht Studie Mehr Wohlstand –weniger Ressourcen Das Einsparpotenzial bei Ressourcen wird für Unternehmen inDeutschland auf 27 bis 60Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Dennoch ist Ressourceneffizienz kein Selbstläufer und die Erschließung dieser Potenziale muss an Dynamik gewinnen. Die Studie „Mehr Wohlstand –weniger Ressourcen. Instrumente für mehr Ressourceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft“ von Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH zeigt, wie Maßnahmen aus den Bereichen Markt, Regulation, Information und Selbstorganisation der Ressourceneffizienz zum Durchbruch verhelfen können. Die Analyse der Instrumente hat gezeigt, dass die größten Hebel für mehr Ressourceneffizienz am Ende der Wertschöpfungskette liegen. Maßnahmen, die an dieser Stelle ansetzen, seien besonders effektiv. Denn wenn hier der Verbrauch reduziert werden kann, verringert sich der Ressourceneinsatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Rohstoffgewinnung. Darüber hinaus sollten Instrumente offen für Innovationen sein, Rebound-Effekte berücksichtigen und globale Wertschöpfungsketten adressieren. Dabei muss eine grenzüberschreitende Wirkung von Instrumenten nicht zwangsläufig langwierige Verhandlungen um internationale Abkommen nach sich ziehen. Allein die Marktgröße der EU könnte Anreize für Zulieferer weltweit bieten, ihre Produktion EU-weit gültigen Gesetzen anzupassen. In den vier Bedürfnisfeldern Mobilität, Ernährung, Information und Kommunikation, Bauen und Wohnen wird in der Studie anhand von Beispielen aus dem In- und Ausland untersucht, wie Menschen dazu veranlasst werden können, ressourceneffizienter zu wirtschaften und zu leben. Das internationale Spektrum der Strategien und Instrumente reicht dabei von der strikten Regulation der Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Singapur bis hin zur vollständigen Abschaffung der Agrarsubventionen in Neuseeland. Die Studie finden Sie zum Download unter: www.zukuenftigetechnolo gien.de/Ressourceneffizienz 6 UmweltMagazin März 2012

Aus demUmweltbundesamt REACH: Erster Erfolg gegen hormonähnlichen Stoff Mit Octylphenol wird erstmals eine Chemikalie wegen ihrer hormonellen Wirkung in die europäische Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Octylphenol, das bei der Herstellung von Farben, Klebstoffen und Reifen zum Einsatz kommt, das Hormonsystem von Fischen beeinträchtigt. Schon in niedrigen Konzentrationen schädigt es deren Entwicklung und Fortpflanzung. Das Umweltbundesamt hatte den Vorschlag für Deutschland ausgearbeitet; der zuständige Ausschuss der Mitgliedsstaaten bei der Europäischen Chemikalienagentur hat ihn einstimmig bestätigt. Die Entscheidung hat direkte Folgen für den Verbraucherschutz: Auf Anfrage müsse der Handel Verbrauchern kostenfrei Auskunft erteilen, ob ein Produkt diese oder eine andere besonders besorgniserregende Chemikalie enthält. Erhält eine den Status „besonders besorgniserregend“ können weitere regulatorische Maßnahmen folgen, etwa eine Zulassungspflicht. Alternativ lassen sich kritische Verwendungen oder der Import –auch als Bestandteil von Produkten –über eine Beschränkung verbieten. Langfristig sollen besonders besorgniserregende Stoffe gänzlich aus dem Verkehr gezogen und ersetzt werden. Ein erster Schritt dorthin ist die Aufnahme in die Kandidatenliste von REACH, wie bei Octylphenol geschehen. Deutschland leistet mit diesem Vorschlag einen wichtigen Beitrag zum Ziel der EU-Kommissare Janez Poto‰nik und Antonio Tajani, die Liste bis Ende 2012 mit 136 besonders besorgniserregenden Chemikalien zufüllen. Mit der Entscheidung des Ausschusses tragen derzeit 73 Stoffe den Status „besonders besorgniserregend“, 19 davon auf deutsche Initiative. Minderung der Treibhausgasemissionen: Erfolg in 2010 Auch in der Phase wirtschaftlicher Erholung im Jahr 2010 konnte Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen. Gegenüber dem Basisjahr 1990 sind die Treibhausgasemissionen Deutschlands imJahr 2010 um fast 25 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 295 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Die detaillierten Daten gehen aus dem vom Umweltbundesamt erstellten Nationalen Inventarbericht 2012 hervor, den das Bundesumweltministerium und das UBA Anfang des Jahres veröffentlicht haben. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 stiegen die Emissionen zwar aufgrund der wirtschaftlichen Erholung wieder leicht um 2,7 Prozent an, lagen 2010 aber immer noch um etwa 4Prozent unter denen des Vorkrisenjahres 2008. 2010 war die Freisetzung von Kohlendioxid mit einem Anteil von 87,4 Prozent Hauptverursacher der Treibhausgasemissionen. Diese stammten größtenteils aus der Verbrennung fossiler Energieträger, deren Verbrauch in Folge der wirtschaftlichen Erholung wieder leicht gestiegen ist. Demgegenüber steht ein überdurchschnittlicher Rückgang der Emissionen der anderen Treibhausgase. www.umweltbundesamt.de www.carbonexpo.com Köln, 30. Mai –1.Juni 2012 carBon eXPowillKoMMen zurücK in Köln! Die SchnittStelle zwiSchen inDuStrie unD technologie & KliMaSchutz- unD KohlenStofffinanzierung fakten zur carbon expo 2011: Über 110 vertretene Länder Etwa 2.800 Teilnehmer Über 220 Aussteller 38 CDM/JI-Gastländer Über 240 Referenten 9Plenarsitzungen & 27 Workshops 50 Nebenveranstaltungssitzungen Über 160 Medien- & Pressevertreter ihre anSPrechPartner: Konferenzprogramm: lisa Spafford Conference Director Tel. +41 22 737 05 02 Fax+41 22 737 05 08 spafford@ieta.org Die carBon eXPo2012 ist: die Schnittstelle zwischen Industrie und Technologie einerseits und Klima- und CO2-Finanzierung andererseits der Treffpunkt für die Greentech- Szene und die Protagonisten der Klimafinanzierung und die globale Weggabelung für die Entwicklung der internationalen Klimapolitik Fachmesse: guido hentschke Product Manager Tel. +49 221 821-3097 Fax+49 221 821-3098 g.hentschke@koelnmesse.de CARBON EXPO 2012 –DiE wEltwEit fühRENDE iNtERNAtiONAlE fAChmEssE uND KONfERENz füR EmissiONshANDEl, lösuNgEN zuR KOhlENstOff- REDuziERuNg uND sAuBERE tEChNOlOgiEN. CARBON EXPOist die einzigeund bedeutendste Veranstaltung für Finanzierungsmärkte im BereichEmissionen und Klima. Mit einer internationalen Fachmesse und einem hochkarätigen Kongress unter einem Dachdeckt sie alle Aspekte zum Emissionshandel,Austausch von Projekten und Klimaschutz ab. Die Fachmesse CARBON EXPOist das ideale Umfeld zum Sammeln von Gemeinsam veranstaltet von: Informationen, Knüpfen vonKontakten und zur Vorstellung vonProjekten. Die steigende Zahl von unabhängigen Industrieprojekten zur Vermeidung von Kohlenstoffemissionen und der Wechsel von internationalen hin zu regionalen Kohlenstoffmärkten belegen die ständig wachsende Bedeutung der Klimafinanzierung –ein Markt,indem sich die CARBON EXPO bereits als führende Plattform etablierthat. UmweltMagazin März 2012 7

Ausgabenübersicht