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3 | 2012

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Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft Ökoprofit zahlt sich aus Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21 A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Bild: Lillysmum/Pixelio Grün zu sparen heißt, ein gezieltes Umweltprogramm mit vielfachem Nutzen aufzulegen. Und genau das ist Ende des letzten Jahres der DGQ offiziell von der Stadt Frankfurt am Main bestätigt worden. Am 7. Dezember 2011 hat die Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) die Auszeichnung „Ökoprofit-Betrieb 2010/2011“ erhalten. Gemeinsam mitachtweiteren Unternehmen aus verschiedenen Branchen hat sich die DGQ im vergangenen Jahr andem von der Stadt Frankfurt am Main geförderten Projekt beteiligt. Mit ihrer Teilnahme unterstützt sie aktiv das Ziel Frankfurts, den Titel „EuropäischeGrüne Hauptstadt“ für das Jahr 2014 zu erhalten. Umweltschutz &Nachhaltigkeit im Projekt Bereits seit Anfang vergangenenJahreshat sichdie Deutsche Gesellschaft für Qualität intensiv mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Um einen erfolgreichen Projektverlauf zu sichern, hat sie das „Green-Team“ unter Leitung von DGQ Service-Geschäftsführer Hans-Peter Müller gebildet. Die Arbeitsgruppe besuchte regelmäßig Workshops des Münchener Kooperationspartners Arqum, in denen es Wissenzuumweltrelevanten Themen aufbauen und Erfahrungen mit anderen Unternehmen austauschen konnte. Im Rahmen des Projektes haben die Beteiligten DGQ-eigene Umweltleitlinien mit Regeln für nachhaltiges und umweltbewusstes Handelnerstellt.„Die damit verbundenen Aspekte sind grundsätzlich positiv. Denn Ökoprofit hilft zum Beispiel dabei, Kosteneinsparpotenziale im Umgang mit Energie, Wasser, Betriebsmitteln und Abfall zu identifizieren, Zuständigkeiten festzulegen und Umweltleitlinien organisatorisch zu verankern“, so Müllers Fazit. Dass sich Ökoprofit für jeden Betrieb lohnt, zeigt auch die Bandbreite der Teilnehmer, die von der Deutsche Börse über die Alte Oper Frankfurt bis hin zur Kelterei Possmann und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit reicht. Umweltschutz &Nachhaltigkeit in der Praxis In der Praxis sind inder eigenen Hausdruckerei der DGQ bereits Energie sparende LED-Lampen im Einsatz, deren Anschaffungskosten sich in etwa drei Jahren amortisiert haben werden. Der gezielte Umbau der Druckerei hat dort zu einem lärmreduzierten und tonerstaubfreien Arbeiten geführt. Allein im letzten Jahr wurden 60 neue PC, Bildschirme und Laptops angeschafft, durch die die DGQ ein Stromersparnis von 7800 kWhrealisiert, wasknapp 1800 eingesparte Euro proJahr ausmacht. Auch durch das neue Anforderungssystem für das jährlich erscheinende Bildungsprogramm (Print On Demand) ließ sich eine Überproduktion vermeiden und eine große Menge Papier sparen. Die DGQ unterstützt mit ihrer Teilnahme an „Ökoprofit“ aktiv das Ziel Frankfurts, den Titel „Europäische Grüne Hauptstadt“ für das Jahr 2014 zu erhalten. Auszeichnung und weitere Maßnahmen Mit diesen umweltschonenden, nachhaltigen Maßnahmen konnten der Service-Geschäftsführer und sein Team die Kommission der Stadt Frankfurt bereits imNovember vergangenen Jahres überzeugen. Das Gesamt- Einsparvolumen der DGQ lag 2011 bei mehr als 80 000 Euro und soll in diesem Jahr, durch den Umstieg auf Ökostrom und doppelseitigen Druck von Lehrgangsunterlagen, bei 104654 Euro liegen. Für das laufende Jahr hat sich dieDGQ,laut Hans-Peter Müller, Ziele gesetzt, wie beispielsweise einen Gebäude-Energieausweisesfür den StandortFrankfurtzu erstellen, einen Energieberater zu beauftragen und weitere Energie sparende Maßnahmen umzusetzen. 62 UmweltMagazin März 2012

Branche Chlorbestimmungmit der Pressbohrmethode Die Pressbohrmethode imÜberblick Bild: FFK Environment GmbH Bei Sekundärbrennstoffen ist die Bestimmung des Chlorgehalts von zentraler Bedeutung. Ander Fachhochschule Nordhausen wurde eine Methode entwickelt, um aus heterogenen Schüttgütern geringer Dichte repräsentative Analysenproben zugewinnen. fracht ein wichtiger Indikator für das Korrosionspotenzial des SBS. Alternative zu Elution und Extraktion Insbesondere mit steigendem biogenem Anteil im Brennstoff und somit erhöhten Anteilen anorganisch gebundener Chloride ist diedifferenzierteKenntnis der Chlorfracht von Interesse.Immer mehr SBS-Verwerter lassen deshalb separat die anorganische Chlorfracht zur erweiterten Qualitätsbeurteilung bestimmen.Die zwei gängigenDIN-Verfahrenzur Quantifizierung des Gehaltes anorganischer Chlorfracht beruhen auf der Auslaugung der löslichen Chlorfrachtanteile mit Wasser als geeignetes Unterscheidungskriterium (DIN EN 12457–4: 2003–01 Elution und DIN CEN/TS 15105: 2011–04 Extraktion). Die wasserlösliche Chlorfracht entspricht nach beiden DIN-Verfahren imweitesten Sinn der anorganischen Chlorfracht. Stoffproben und Pressflüssigkeit gewinnen Mit der Pressbohrmethode (siehe Grafik) können nicht nur repräsentative Feststoffproben gewonnen werden. Sie ist darüber hinaus eine technisch einfache und ökonomisch günstige Möglichkeit zur Erzeugung von Pressflüssigkeit. Die Standard- DIN-Verfahren zur Erzeugung einer flüssigen Analysenprobe zur ionenchromatografischen oder titrimetrischen Bestimmung der Grundsätzlich lassen sich bei Chlorverbindungen organische und anorganische Bindungsformen unterscheiden, die sich aus den Abfallkomponenten im thermischen Prozess unterschiedlich freisetzen. Inder biogenen Fraktion von Sekundärbrennstoffen (SBS) liegt Chlor hauptsächlich in Form von wasserlöslichen anorganischen Salzen wie Natrium- und Kaliumchlorid vor. Durch die Bestimmung des wasserlöslichen Natrium- und Kaliumgehaltes ist zusätzlich eine Ermittlung des aggressiven Anteils dieser Elemente möglich. Die hohen Ablagerungsraten von Natrium- und Kaliumchlorid an Dampferzeugern führen zuKorrosion unter den Belägen. Folgerichtig ist die Kenntnis über den Anteil der anorganisch gebundenen Chloranorganischen Chlorfracht sind ungleich aufwändiger und durch die notwendigen Verbrauchsmaterialien deutlich teurer als die direkte Analytik der Pressflüssigkeit. Erschwerend für die DIN-Methoden kommt hinzu, dass die Gewinnung der erforderlichen repräsentativen Analysenproben von 100 gzur Elution oder 1gzur Extraktion nach dem Stand der Technik mit einem unbekannten Fehler behaftet ist. Unter Anwendung der Pressbohrmethode kann der Summenparameter Chlor relativiert werden. Es ist möglich, damit eine Auskunft über das Schadpotenzial des eingetragenen Chlors zugeben. Zurzeit laufen Arbeiten zur Normung des patentierten Verfahrens. Prof.Dr.-Ing.Sylvia Schade-Dannewitz, FachhochschuleNordhausen, schade@fh-nordhausen.de Grafik: FH Nordhausen UmweltMagazin März 2012 63

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