Aufrufe
vor 4 Jahren

3 | 2013

  • Text
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Abwasser
  • Einsatz
  • Millionen
  • Deutschland
  • Wasser
  • Anlagen
  • Energie
  • Anforderungen

SPECIAL Trink-, Prozess-

SPECIAL Trink-, Prozess- und Abwasser Bild: PlasticsEurope EffizienteWasserversorgung mit Kunststoff Kunststoffe sind heutzutage unverzichtbar bei der Versorgung mit Wasser. Rohre aus Kunststoff eignen sich sehr gut für den Transport von Trinkwasser, Abwasser und Chemikalien. Sie ermöglichen einen nachhaltigen Wassertransport gerade über große Entfernungen ohne Verunreinigungen etwa durch Bakterien. Sie sind leicht, einfach zumontieren und oft wirtschaftlicher als andere Rohrsysteme, und ideal bei langlebigen Anwendungen. Der Werkstoff erfüllt dabei strengste Prüfkriterien beispielsweise im Trinkwasserkontakt. Darüber hinaus bieten Kunststoffflaschen und Polymermembranen in vielen Teilen der Welt den einzigen Zugang zu sauberem Wasser. Dr. Tina Buchholz und Dr. Sabine Lindner Gut 8Prozent des deutschen Trinkwassers versickern Schätzungen zufolge ungenutzt imUntergrund. Europaweit liegt die Verlustrate bei rund 25 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit gebrauchtem Wasser; etwa ein Drittel des Abwassernetzes weist Schäden auf. Gerade deshalb spielt die Zuverlässigkeit des Materials bei der Modernisierung oder Neuverlegung von Trinkwasserleitungen eine entscheidende Rolle. Mittlerweile dominierenKunststoffesowohl bei erdverlegten Ver- und Entsorgungsleitungenals auchbei Hausinstallationen. Rohre werden dank dieser flexibler und damit widerstandsfähiger. BeifachgerechterInstallation erreichen sie eine Nutzungsdauer von über 100 Jahren. Lecks an Verbindungsstücken sindnahezu auszuschließen. Dank speziellerVerfahrender Kunststofftechnik lässt sich der Werkstoff infast jede frei wählbare Form bringen. Dadurch können Kunststoffrohreleichtanunterschiedliche Bauanforderungen angepasst werden. Wasser: ein reines Gut Wenn es um Trinkwasser oder hochreines Wasser geht, sind Kunststoffmaterialien das Mittel der Wahl. Rohre aus dem Werkstoff bleiben biologisch resistent gegenüber Pilzen und Bakterien, widerstehen Korrosion und Abrasion, sind beständig gegenüber chemischenEinflüssen und halten größten Belastungen stand. Die hygienische Eignung von Werkstoffenund MaterialienimKontakt mit Trinkwasser wird unter anderem anhand derLeitliniendes Umweltbundes- 26 UmweltMagazin März 2013

amts (UBA) beurteilt. Bei Kunststoffprodukten für den Trinkwasserkontakt geltendie Empfehlungen derLeitlinie zur hygienischen Beurteilung von organischen Materialien inKontakt mit Trinkwasser (KTW-Leitlinie, [1]). Mit demVerweis auf die Modellierungsleitlinie kann für mancheMaterialienanstelle desanalytischen Nachweises der rezepturspezifischen Anforderungen für Einzelstoffe der Stoffübergang in das Trinkwasser mathematisch abgeschätztwerden. DieLeitlinie wirdgerade überarbeitetund soll in eine gesetzliche Bewertungsgrundlage überführt werden. Regulierung: Der „4-Memberstate“-Ansatz Im Jahr 1998 begann die Entwicklung eines europäischen Zulassungssystems für Produkte im Kontakt mit Trinkwasser,das European Acceptance Scheme (EAS). Eine europaweit harmonisierte Lösung sollte Handelshemmnisse beseitigen und Bewertungssysteme entwickeln helfen. DieEuropäischeKommissionstoppte das EAS jedoch im Jahr 2006. Vier europäische Mitgliedsstaaten (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Großbritannien) starteten daraufhin einen gemeinsamen Ansatz bei der Produktbewertung, umdie Ziele des EAS inBezug auf die hygienische Unbedenklichkeit im jeweiligen Mitgliedsstaat umzusetzen.Dieser „4-Memberstate“-Ansatz [2] soll Studie„Beyond Carbon Footprint“ Heutzutage werden Kunststoffe auch deshalb eingesetzt, weil man mit ihnen Ressourcen schonen und Energie sparen kann. So sind Kunststoffrohre dank ihrer Langlebigkeit und der Möglichkeit zur Wiederverwertung nachhaltig. Entscheidend bei der Wahl des Werkstoffs ist es, sich den gesamten Lebensweg des Produkts anzuschauen. Mit diesem Ziel untersuchte PlasticsEurope in einer Studie die Umweltauswirkungen ausgewählter Kunststoffprodukte, darunter Trinkund Abwasserrohre. Dabei wurden Kunststoffrohre für zwei verschiedene Wasserdruckstufen mit duktilem Gusseisen verglichen. Indie Analyse flossen fünf Ressourcenparameter wie Energie- und Wasserverbrauch über den gesamten Lebenszyklus des Produkts. Ein Blick auf Trinkwasserrohre für 16 bar-Wasserdruck brachte sehr heterogene Ergebnisse: Während das Kunststoffrohr bei CO 2 -Emissionen, Landnutzung, Verbrauch von Wasser und mineralischen Ressourcen besser abschneidet, liegt das Rohr aus duktilem Gusseisen beim Energieverbrauch vorn. Letztlich entscheidet der fachgerechte Einsatz des Werkstoffs darüber, wie gut Sparpotenziale ausgeschöpft werden. PlasticsEurope ist gerade dabei, weitere Umweltparameter untersuchen zu lassen, umAnforderungsprofile zu optimieren. Interaktiv zu den Messstellen und Sensoren in der Kläranlage: www.vega.com/abwasser Klare Messwerte. Klares Wasser. Ganz klar VEGA. Mit VEGA-Sensoren sind Sie auf dem neuesten Stand der Technik. Seit Jahrzehnten entwickelt und produziert VEGA robuste Füllstand- und Drucksensoren speziell für den Einsatz in der Abwasseraufbereitung. VEGA-Sensoren liefern präzise Messdaten als Basis für die automatische Steuerung der verschiedenen Prozessstufen – für einen zuverlässigen Betrieb der Kläranlage. www.vega.com/abwasser Telefon: +49 7836 50-500 E-Mail: abwasser@vega.com UmweltMagazin März 2013

Ausgabenübersicht