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3 | 2013

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SPECIAL Trink-, Prozess-

SPECIAL Trink-, Prozess- und Abwasser Broschüre:„Kunststoffe schützenWasser“ Weiterführende Informationen zu den im Beitrag vorgestellten Vorteilen von Kunststoffrohren für die Wasserversorgung bietet eine achtseitige Broschüre von PlasticsEurope. Unter dem Titel „Kunststoffe schützen Wasser“ wird mit zahlreichen Beispielen erläutert, wie Polymere eine nachhaltige Wasserversorgung und -verwendung sicherstellen. Die Broschüre zeigt, dass schon heute der Großteil aller neuen Rohrinstallationen in Europa aus Kunststoff ist. Auch in Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach innovativen Lösungen, umtrotz Trockenheit und Wasserverschmutzung sauberes Trinkwasser verfügbar zu haben. Kunststoffrohre sind leicht, einfach zu montieren, schnell anzubringen und wirtschaftlich. Da sie über die Jahre weder korrodieren noch sich zersetzen, eignen sie sich ideal für langlebige Anwendungen –überall auf der Welt. Zahlen, Daten und Fakten liefert die Broschüre, die verfügbar ist unter www.plasticseurope.org. die Eignung von Bestandteilen für die Verwendung in Materialien imTrinkwasserkontakt und deren Prüfung nach einheitlichenMaßstäben feststellen. Im Bereichder organischenMaterialienim Trinkwasserkontakt wird an einer gemeinsamen Liste der zugelassenen Stoffe und der Festsetzung vonPrüfwertengearbeitet. Revolution bei der Trinkwasserverordnung Zu den speziellen Anforderungen an Kunststoffe mit Trinkwasserkontakt gehören besonders niedrige Migrationswerte, Geschmacksneutralität und der Nachweis, dass esimdauerhaften Kontakt mit dem Werkstoff nicht zu beschleunigtem Algenwachstum kommt. Mit der Trinkwasserverordnung (TrinkV2001) wird in Deutschland die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch geregelt. Ende 2012 wurden inder Änderung der Trinkwasserverordnung verpflichtende Anforderungen an Materialien und Stoffe im Kontakt mit Trinkwasser definiert. Dem UBAwerdendurch denneuen § 17 der Trinkwasserverordnung Aufgaben bei den verbindlichen Anforderungen an Materialien und Stoffe, die Kontakt mit Trinkwasser haben, übertragen. Die daraus resultierenden Bewertungsgrundlagen umfassen Prüfparameter und -kriterien sowie methodische Vorgaben und Positivlisten der Ausgangsstoffe oder der verwendbaren Materialien und Werkstoffe. Ein Fachgremium aus Experten für Kunststoffe, organische Beschichtungenund Elastomere berät das UBA. Literatur [1]KTW-Leitlinie: www.umweltbundesamt.de/wasser/ themen/trinkwasser/index.htm [2] 4-Memberstate-Ansatz: www.umweltbundesamt.de/wasser/ themen/trinkwasser/4ms-initiative.htm Helfer in der Not: Trinkwasser sicher aufbereiten Neben dem Wassertransport spielen Kunststoffeaucheine wichtige Rolle bei der Aufbereitung von Trinkwasser. Rund 1,1MilliardenMenschenweltweit haben keinenZugangzusauberem Wasser. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich 1,8MillionenMenschenanden Folgen von Magen-Darm-Erkrankungen, hervorgerufen durch schmutziges Wasser. Kunststofffilter inmobilen Wasseraufbereitungsanlagen leisten introckenen Regionen einen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der Wasserressourcen. Eineleichte,einfach zu bedienende und kostengünstige Konstruktion kann vor Ort große Mengen von Schmutzwasser in Trinkwasser umwandeln. Zentrales Element istein etwa 30 Zentimeterlanges Kunststoffgehäuse mit Filtermembranen. Sie sorgen für eine Ultrafiltration und entfernenViren undBakterien aus verschmutztem Wasser. Das Risiko von Magen-Darm-Erkrankungen wird so drastisch vermindert, ohne dass Batterien, Strom, Ersatzteile, Chemikalien oder komplexe Technologien benötigt werden. Dr. Tina Buchholz, tina.buchholz@plasticseurope.org Dr. Sabine Lindner, sabine.lindner@plasticseurope.org, beide PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt amMain 28 UmweltMagazin März 2013

Trink-, Prozess- und Abwasser SPECIAL Bild: Messe Berlin Wasser Berlin International 2013 Ökologische Aspekte rücken in denVordergrund Klimawandel, Bevölkerungswachstum und demografische Veränderungen stellen die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Esgilt, unter veränderten Rahmenbedingungen eine leistungsfähige Wasserver- und Abwasserentsorgung sicherzustellen oder aufzubauen – und das weltweit. Eine Aufgabe, die Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und öffentliche Verwaltung nur gemeinsam lösen können. Viele Fragen sind grenzüberschreitend zu betrachten und unterstreichen den internationalen Aspekt der Aufgaben. Eine zentrale Rolle spielen dabei innovative Technologien und der gegenseitige Erfahrungsaustausch. Für beides hat die Wasser Berlin International, die inder Zeit vom 23. bis 26. April zum 15. Mal inder deutschen Hauptstadt stattfindet, eine Plattform geschaffen. Mittlerweile gilt sie als Leitmesse, die sich in einem 360 °-Ansatz ausschließlich auf das Thema Wasser fokussiert. Entsprechend breit ist das Themenspektrum. Es umfasst alle Stufen der Wertschöpfungskette und reicht von der Trinkwassergewinnung über den Rohrleitungsbau und die zur Anlagensteuerung eingesetzte IT-Technologie bishin zur Abwasseraufbereitung. Insgesamt werden rund 30 000 Fachbesucher aus aller Welt in Berlin erwartet. Sie finden in fünf Messehallen auf knapp 40 000 Quadratmeter innovative Produkte, Entwicklungen und Dienstleistungen. Die Veranstalter setzen damit eine langjährige Tradition konsequent fort. Denn von Anfang an ist die systematische Weiterentwicklung nach Aussage der Organisatoren ein fester Bestandteil der Wasser Berlin International. Entscheidend ist dabei die enge Rückkopplung mit der Branche. „In zahlreichen Treffen haben wir die Messeteilnehmer nach ihren Wünschen befragt und daraus neue Aktivitäten und Angebote abgeleitet“, erklärt die verantwortliche Projektmanagerin Cornelia Wolff von der Sahl. Begleitet wird die Fachmesse schon traditionell durch einen Fachkongress und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Unter dem Titel „Innovative Konzepte, Maßnahmen und Technologien einer zukunftsweisenden Wasserwirtschaft“ wird der Fachkongress vom Verein Wasser Berlin e.V. organisiert. Dabei dreht sich in vier Diskussionsforen –analog zur Fachmesse –alles umden Kreislaufgedanken des Wassers. Ergänzt wird der zweitägige Kongress durch ein umfangreiches Fachprogramm. Sofindet am24. April das 8. Internationale Leitungsbausymposium statt. Der Bezug zur Praxis wird einen Tag später auf der Schaustelle Wasser Berlin International hergestellt. Die Teilnehmer erleben vor Ort, wie moderne Verfahren und Bauvorhaben in der Praxis umgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise die grabenlose Erneuerung und die Neuverlegung von Wasser- und Gasleitungen sowie Verfahren für die Abwasserreinigung und sichere Trinkwasserversorgung. Mit innovativen Bauverfahren befasst sich auch die in die Fachmesse integrierte No Dig Berlin. Sie besteht aus einem Kongress mit Ausstellung und informiert über die Anwendung grabenloser Technologien. Ein weiterer Programmpunkt ist das vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches und der Bundesvereinigung der Firmen im Gas und Wasserfach e.V. durchgeführte Brunnenbausymposium. Der starke internationale Charakter der Wasser Berlin International wird auch in diesem Jahr durch die begleitenden Veranstaltungen unterstrichen. Ein besonderer Akzent liegt auf den Ländern der arabischen Region. Der Anlass: ACWUA, der Verband arabischer Wasserunternehmen aus 17Ländern mit Sitz im Amman, ist offizieller Partner der Veranstaltung. Im Rahmen der Zusammenarbeit gibt es ein Arabisches Forum, dass sich mit der Wasserwirtschaft imNahen Osten auseinandersetzt. Von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. werden zusammen mit German Water Partnership Länderforen veranstaltet. Hier dreht sich alles umausgesuchte internationale Wassermärkte, deren Probleme und das Aufzeigen von Lösungsansätzen. Alles in allem gute Voraussetzungen, umsich mit Fachkollegen auszutauschen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Lösungen für die Herausforderungen in der Wasserwirtschaft zufinden. www.wasser-berlin.de UmweltMagazin März 2013 29

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