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3 | 2015

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Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft ISO/DIS 14001 unter die Lupe genommen Umweltmanagement-Experten von DGQ, DIN und DQS nehmen Stellung zu den Neuerungen der revidierten ISO 14001 und ziehen eine Zwischenbilanz aus deutscher Sicht. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung Anfang des Jahres tauschten sich die Beteiligten über das weitere Vorgehen aus. Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Die revidierte Umweltmanagementnorm ISO 14001 will Organisationen künftig wesentlich stärker in ihrer Strategiearbeit und Eigenverantwortung unterstützen. Doch bis zur geplanten Veröffentlichung sind noch die letzten Schritte wie Entwicklung vom aktuellen Entwurf über den Final Draft bis hin zur endgültigen Fassung zu bewältigen. Expertentreffen zum Thema Vor diesem Hintergrund zogen die Umweltmanagement-Experten von DGQ, DIN und DQS eine Zwischenbilanz. Am 16. Januar dieses Jahres diskutierten sie über die Neuerungen der revidierten ISO 14001 und tauschten sich über das weitere Vorgehen aus. Damit haben sie gleichzeitig die fachliche Basis für die DGQ-DIN-DQS-Informationsveranstaltungen zum Stand der Normentwicklung für das laufende Jahr gelegt. „Die langjährigen Trainer, Zertifizierungsauditoren und Experten aus dem DIN-Gremium waren hochmotiviert, sich hinsichtlich der Spielräume, Angemessenheit und Leitplanken der Interpretation zu kalibrieren“, berichtet DGQ-Produktmanagerin Claudia Nauta. Informationsveranstaltungen Bereits im letzten Jahr lief eine erfolgreiche Serie an Info-Veranstaltungen, in denen die neue High Level Structure als übergeordnete Struktur vorgestellt wurde. Dort hatten sich mehr als 500 Teilnehmer über die wesentlichen Neuerungen informiert. 2015 stehen weitere Veranstaltungen mit Workshops zu konkreten Interpretationen und Handlungshilfen an. Mit Erscheinen der endgültigen Normen im Herbst ist dann auch eine Systemzertifizierung möglich. Stand der Revision Aktuell befindet sich der Revisionsprozess noch im Stadium eines Entwurfs ISO DIS 14001:2014. Mit einem Final Draft zum Umweltmanagementsystem ist voraussichtlich im April/Mai zu rechnen, mit der endgültigen Fassung spätestens im September dieses Jahres. Obwohl danach noch großzügige Übergangsfristen für die Zertifizierung von Umweltmanagementsystemen gelten werden, bereiten sich zahlreiche interessierte Unternehmen schon jetzt darauf vor. „Positive Begleiterscheinung ist, dass die Revision im Umweltmanagement ungefähr zeitgleich mit der Revision im Qualitätsmanagement zusammentrifft. So können Anwender die beiden häufigsten ISO-Anwendungen 9001 und 14001 in einem Zuge anpassen“, erklärt Claudia Nauta. Deshalb habe die Integration von Managementsystemen am 16. Januar mit im Fokus gestanden. Denn die angestrebte High Level Structure vereinfacht künftig den Vergleich der Normen ISO 9001 und 14001 wesentlich. Dies betrifft nicht nur die Struktur, sondern Bild: Jorma Bork/Pixelio auch die Terminologie. Unterschiede bestehen aber weiterhin: Die ISO 9001 betont stärker die Prozessorientierung, während in der ISO 14001 die Lebenswegbetrachtung von Produkten im Vordergrund steht. So wiegt beispielsweise das Wissensmanagement einer Organisation in der einen Norm schwerer, während der Umgang mit bindenden Verpflichtungen in der anderen stärker in Erscheinung tritt. Hinsichtlich der Anforderung an eine Zertifizierung stellt die revidierte Norm eine große Herausforderung dar. „Beispielsweise in Bezug auf die externe Kommunikation oder die Lebenswegbetrachtung sind softe Formulierungen gewählt, die den Unternehmen einen großen Spielraum eröffnen“, erläutert Bernhard Schwager, Obmann im Normenausschuss „172 Umweltmanagement“ beim DIN und hauptberuflich Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit bei der Robert Bosch GmbH. Informationen zu Veranstaltungen gibt Claudia Nauta, Produktmanagerin der DGQ Weiterbildung unter nc@dgq oder Tel.: 069/95424-209. 58 UmweltMagazin März 2015

Branche Bild: RWE Zukunftsstudie zeigt Chancen und Herausforderungen auf Die Energiewende bietet große Potenziale, bedeutet aber auch eine grundlegende Umwandlung von Geschäftsmodellen. Um besser zu verstehen, wie die Kunden von morgen denken, hat RWE eine umfassende Untersuchung durchgeführt: Die Studie „Standort Zukunft“ analysiert, welche Ansprüche die Generation der um die 30-Jährigen an die Gesellschaft sowie an Wirtschaft und Industrie stellt, welche Lösungsbeiträge sie erwartet und wie sich die Energieunternehmen darauf einstellen können. Für die Generation um die 30 stellen Umweltschutz und Wirtschaftswachstum keinen Widerspruch dar. Sich umweltbewusst zu verhalten, zählt für 43 Prozent der Befragten zu den wichtigsten Aspekten im Leben. Grundsätzlich denken die Befragten, dass Unternehmen schon viel im ökologischen Bereich leisten – knapp 60 Prozent sagen, dass die Wirtschaft hier sehr oder eher verantwortungsvoll handelt. Gleichzeitig müssten Unternehmen ihre Verantwortung im Bereich Umwelt- und Klimaschutz weiterhin ernst nehmen und Maßnahmen ergreifen, um ihren Einfluss auf Umwelt und Klima zu reduzieren. Intelligente Angebote für mehr Energieeffizienz Die Ergebnisse der Befragung bestätigen RWE auf dem Weg, verstärkt nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und anzubieten. E-Mobility etwa ist aus Sicht von RWE ein vielversprechender Ansatz, um die Generation um die 30 bei ihrer spezifischen Haltung und konkreten Bedürfnislage „abzuholen“. Elektroautos senken die Feinstaubbelastung in der unmittelbaren Umgebung und tragen mit höherer Effizienz und einem nachhaltigen Energiemix zum Klimaschutz bei. Effizienz entscheidend für Akzeptanz beim Klimaschutz Die Umwelt zu schützen ist für die um die 30-Jährigen ein zentrales Bedürfnis, gleichzeitig möchte sich die Altersgruppe einen hohen Lebensstandard erhalten. Daher darf die Energiewende aus Sicht von RWE nicht zu spürbaren Wohlstandseinbußen führen. Die Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes muss möglichst über die wirksamsten und zugleich günstigsten Technologien und Verfahren erfolgen, die gegenwärtig zur Verfügung stehen. Das spricht für Investitionen in Erneuerbare Energien, die bereits die Marktreife erreicht haben und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. RWE wird deshalb den Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere von Wasser und Wind, konsequent vorantreiben. Dafür hat der Konzern bereits in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen getätigt und große Fortschritte gemacht. Aktuell betreibt RWE – im Heimatmarkt Deutschland, außerdem in Großbritannien, Spanien, Polen, Italien und den Niederlanden – rund 2 800 Megawatt Kraftwerkskapazität auf Basis von Windkraft, Biomasse, Wasserkraft und neuen Technologien. In Deutschland ist der Konzern mittlerweile größter Investor im Bereich Onshore-Wind- Literatur [1] Alsheimer, Constantin H. (2014), Bedrohte Energiewende,http://tinyurl.com/lt46q5f [2] dena (2012/1), dena-Verteilnetzstudie. Ausbau- und Innovationsbedarf der Stromverteilnetze in Deutschland bis 2030., http://tinyurl.com/kjfb4j2 UmweltMagazin März 2015 59

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