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4/5 | 2012

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Nachrichten Bild: Koelnmesse Carbon Expo Lösungenzur Senkung desCO 2 -Ausstoßes Das Jahr 2012 wird für den Emissionshandel ein wichtiges und arbeitsintensives Jahr –der CO 2 -Markt und alle beteiligten Interessengruppen werden sich mit zahlreichen Themen von grundlegender Bedeutung auseinandersetzen. ImMittelpunkt der Diskussion stehen beispielsweise die Auswirkungen der Weltklimakonferenz inDurban oder die konjunkturellen Prognosen inder EU und deren Einfluss auf den Emissionshandel. Diese Fragen werden auch auf der neunten Carbon Expo 2012 intensiv erörtert, der weltweit führenden Messe und Konferenz für Emissionshandel, Lösungen zur Senkung des CO 2 -Ausstoßes und neue Technologien, die vom 30. Mai bis 1. Juni 2012 inKöln stattfindet. Die Weltklimakonferenz inDurban hat die internationale Klimapolitik grundlegend verändert, und auch der Emissionshandel wird sich durch die Aktionen der Industriestaaten und der Entwicklungs- und Schwellenländer verändern. Auch wenn die Kompromissformel, die alle 194 Staaten am Ende der Weltklimakonferenz inDurban am 11. Dezember 2011 unterzeichnet haben, noch viele Fragen und Problemstellungen offen lässt, wurde eine zweite Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll vereinbart. Zudem wurde der Weg frei, bis spätestens 2015 eine Vereinbarung mit Rechtskraft auszuhandeln, die ab 2020 für alle Staaten –Industriestaaten, Entwicklungs- und Schwellenländer –gelten wird, unabhängig davon, obdie Staaten sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls bereits Klimaziele gesetzt haben oder nicht. Die Carbon Expo bezieht verschiedene Ansätze ein und ist als Schnittstelle zwischen Umwelttechnik und Klimafinanzierung die ideale Plattform für die unterschiedlichen Interessengruppen. Zur Carbon Expo 2012 werden in Köln rund 3000 Besucher und fast 200 Aussteller aus über 80 Ländern erwartet. www.carbonexpo.com Detaillierte Ausbauzahlen für 2011 Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch Bild: Thorben Wengert/Pixelio Allein die Nutzung der Windenergie trug 2011 mit 7,7 Prozent zur Stromversorgung bei. Das Bundesumweltministerium hat detaillierte Zahlen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien imvergangenen Jahr vorgelegt: Bei der Stromerzeugung konnten diese sprunghaft zulegen und kommen nun auf einen Anteil von 20,1 Prozent (%) im Jahr 2011 (2010: 17,1 %). Dazu haben vor allem die stärkere Nutzung von Windenergie und Biogas sowie der kräftig gestiegene Solarstromanteil beigetragen. Allein die Nutzung der Windenergie trug 2011 mit 7,7 %zur Stromversorgung bei (2010: 6,2 %), der Anteil der Biomasse betrug rund 6Prozent (2010: 5,5 %), Wasserkraft etwa 3,2 %(2010: 3,4 %) sowie die Solarenergie cirka 3,1 %(2010: 1,9 %). Mit einem Anteil von 12,2 %am gesamten Endenergieverbrauch, das umfasst Strom, Wärme und Mobilität, tragen die Erneuerbaren immer mehr zur nationalen Energieversorgung sowie zur regionalen Wertschöpfung bei. Sie haben imJahr 2011 rund 129 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden, davon alleine etwa 70 Millionen Tonnen durch EEG-vergütete Stromerzeugung. www.bmu.de 6 UmweltMagazin April-Mai 2012

Ausdem Umweltbundesamt REACH nimmt Massenchemikalien unter die Lupe Das Umweltbundesamt (UBA) wird in diesem Jahr den umstrittenen Stoff Bisphenol AimRahmen der Europäischen Chemikalienverordnung REACH erneut bewerten. Die hormonell wirksame Massenchemikalie kommt in vielen Alltagsprodukten wie etwa in Thermopapier, CD-Rohlingen sowie in Form von Polycarbonat beispielsweise im Gehäuse von elektronischen Geräten vor. Mit der REACH-Bewertung soll die möglicherweise schädliche Wirkung von Bisphenol Aauf das Hormonsystem von Umweltorganismen und Menschen bewertet und seine Emission in die Umwelt genauer bestimmt werden. Anhand der Ergebnisse wird dann das Umweltrisiko neu abgeschätzt. Neu bewertet werden auch die Umweltauswirkungen des fluorhaltigen Kältemittels R-1234yf. Verwendet wird esvor allem in Pkw-Klimaanlagen. Inden nächsten Jahren werden große Mengen dieser Chemikalie zum Einsatz kommen. Auch die deutsche Automobilindustrie hat sich entschieden, esab2011 in der EUinKlimaanlagen neuer Fahrzeugtypen zuverwenden. Wegen der zu erwartenden hohen Einsatzmenge hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die für REACH zuständigen Bewertungsbehörden gebeten, die Umwelt- und Gesundheitsrisiken dieses Stoffes im Rahmen des ECHA-Aktionsplanes zubewerten. Ebenso überprüft wird der langlebige Gummizusatzstoff PAN, der in Gummiprodukten und Schmierstoffen eingesetzt wird. Mit der Stoffbewertung wird das UBA dem Verdacht nachgehen, dass dieser umweltschädliche Eigenschaften besitzt: Erbaut sich inder Umwelt wahrscheinlich nur sehr langsam ab und kann sich zusätzlich in Organismen anreichern und dort giftig wirken. Werden diese drei Eigenschaften nachgewiesen, kann PANfür ein Zulassung- oder ein Beschränkungsverfahren vorgeschlagen werden. Bestätigt sich der Verdacht auf erhöhte Risiken für Mensch oder Umwelt, müsste der Einsatz der Stoffe neu geregelt werden. Es wäre möglich, ihn nur für bestimmte Anwendungen zuzulassen oder eine generelle Zulassungspflicht vorzunehmen. Ebenfalls kann die Verwendung auf bestimmte Bereiche begrenzt werden. Kann der Verdacht wegen unzureichender Unterlagen weder ausgeräumt noch bestätigt werden, müssen die Hersteller und Importeure weitere Daten bereitstellen bis eine endgültige Entscheidung über den Verdacht getroffen werden kann. Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. Deutschland hat sich zur Bewertung von insgesamt fünf Stoffen für das Jahr 2012 verpflichtet, diese müssen bis Februar 2013 abgeschlossen sein. Diese Bewertung nimmt für Umweltaspekte das UBA wahr und für Aspekte der menschlichen Gesundheit gemeinsam das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA). Die genannten Stoffe werden im Rahmen des ECHA-Aktionsplans bewertet. Dieser enthält für 2012 in ganz Europa insgesamt 36 Stoffe. www.umweltbundesamt.de Rating Nachhaltigkeit von 52 Industrie- und Schwellenländern auf dem Prüfstand Insgesamt 51Staaten sowie die Europäische Union hat oekom research im Hinblick auf deren soziale und ökologische Zukunftsfähigkeit analysiert. Bewertet wurde neben Investitionen in Bildung und moderne Infrastruktur unter anderem auch der Energiemix und der Umgang mit dem Klimawandel. Norwegen und Schweden konnten ihre Spitzenplätze verteidigen, Dänemark hat sich imVergleich zum Vorjahr von Rang 9auf Rang 3verbessert. Ursache hierfür sind vor allem Verbesserungen im Umweltbereich, beispielsweise beim Klimaschutz und beim Energiemix. Österreich rangiert auf Platz 5,gefolgt von Deutschland auf Platz 6.Ebenso wie diese Länder erreichen auch die Schweiz, Großbritannien und Frankreich den „oekom Prime Status“, mit dem insgesamt 21 Staaten ausgezeichnet wurden. Erwird an Staaten vergeben, die den strengen von oekom research definierten Mindestanforderungen an eine Mit dem oekom Prime Logo dokumentieren Unternehmen ihr überdurchschnittliches Engagement in Sachen Umwelt und Soziales. verantwortungsvolle Gestaltung des politischen und gesellschaftlichen Systems genügen. Diesen Status verpasst haben dagegen die südeuropäischen Krisenstaaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Die USA landen auf Rang 44: Sie verweigern nach wie vor einen konstruktiven Beitrag zum internationalen Klimaschutz. Zudem ist der Energieund Ressourcenverbrauch unverändert hoch. www.oekom-research.com Ludwigshafen Der European Water Stewardship Standard in der Praxis Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe können mit einem europaweiten Standard prüfen, wie nachhaltig sie mit der Ressource Wasser umgehen. Der European Water Stewardship Standard wurde in den vergangenen drei Jahren von NGOs, Politik und Unternehmen gemeinsam entwickelt. Hieran war die BASF maßgeblich beteiligt. Sechs Monate lang testete das Unternehmen das System in einem Pilotversuch an ihrem Verbundstandort in Ludwigshafen. Dabei prüften Fachleute, wie das System in der Praxis anwendbar ist und machten Vorschläge für seine Verbesserung. BASF wird den Standard selbst einsetzen: Bis zum Jahr 2020 wird sie weltweit anallen Standorten in Wasserstressgebieten die vorhandenen Wassermanagementsysteme überprüfen und neue, nachhaltige Systeme einführen, falls erforderlich. www.basf.com UmweltMagazin April-Mai 2012 7

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