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4/5 | 2012

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Technik &Management

Technik &Management Management Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen gewinnt in allen Wirtschaftszweigen immer mehr anBedeutung. In Bund und Ländern gibt es zunehmend Aktivitäten rund um das Thema ressourceneffizientes, also material- und energiesparendes Wirtschaften, dessen Kern der Produktionsintegrierte Umweltschutz (PIUS) ist. Um allen Beteiligten den gleichen Wissensstand zum Themenbereich zu vermitteln, Doppelungen zuvermeiden und Synergien zu nutzen, ist der kontinuierliche Austausch über die Ländergrenzen hinweg eine Grundvoraussetzung. Henning H. Sittel InPolitik und Wirtschaft sowie in Wissenschaft und Forschung wird dem Thema Ressourceneffizienz ein immer größerer Stellenwert eingeräumt. Die Gründung der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea; 2006) durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der VDI-Zentrum für Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE; 2009) durch das Bundesumweltministerium (BMU) sowie die vielfältigen Aktivitäten auf EU-Ebene zum „Ressourcenschonenden Europa“ sind auf politischer Seite Beispiele für die große Bedeutung des Themas.Auchdie Gründung der „Deutschen Rohstoffagentur“ im Oktober 2010 durch das BMWi zeigt, wie sensibel PIUS:Wissen über Ressourceneffizienz das Thema mittlerweile geworden ist. Einzelaktivitäten wie beispielsweise das durch das BMU initiierte Netzwerk Ressourceneffizienz sowie die steigende Anzahl von Unterstützungsangeboten in diesem Bereichsind einweitererAusdruck dafür, dass dieses Thema ganz oben auf der politischen Agenda angekommenist. mittlung über das Internet werden über das Angebot der PIUS-Länderkonferenzen, des PIUS-Internet-Portals und der PIUS-Netzwerke unterstützt. PIUS-Länderkonferenzen: Austausch zum Erfolg „Gemeinsam zu mehr Innovation und Ressourceneffizienz“ –das ist das Motto der vierten PIUS-Länderkonferenz,die am 15.und 16.Mai in Mainz stattfindenwird. Mit derVeranstaltung wirdder kontinuierliche Dialog über die Ländergrenzen hinweg fortgesetzt, der mit der ersten Konferenz imDezember 2002inDuisburg gestartetund 2006sowie 2009inBonn erfolgreichfortgesetzt wurde. Der Kreis der Veranstalter hat sich seit 2002 kontinuierlich vergrößert. In Mainz wird eine Plattform geschaffen,auf der Unternehmen, Berater Ziel aller Aktivitäten ist die Wirtschaft. Die produzierenden Unternehmen inDeutschland, insbesondere die kleinen und mittleren, müssen kontinuierlich für das Thema Ressourceneffizienz sensibilisiert und möglichst schnell und aktuell mit Infos und Unterstützungsangeboten versorgt werden, damit in der Praxis die Chancen für eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden können. Dabei zeigt sich, dass eine Kombination aus derInternet-Nutzung und dem regelmäßigen persönlichen Austausch die besten Chancen bietet. Sowohl der persönliche Austausch als auch die Informationsver- und Vertretervon Ministerien aus Bund und Ländern, aus der Verwaltung und von Institutionen die Chance zum persönlichen Austausch haben. Ressourceneffizientes Wirtschaften mit Blick auf Innovationen und zukunftsweisendeThemenfeldersteht dabei im Mit- 72 UmweltMagazin April-Mai 2012

Bilder: BMU/Oberhäuser (2),Thomas Trutschel/photothek.net, BMU/Christoph Busse/transit (v.l.n.r.) telpunkt und ist zentrales Anliegen der Veranstalteraus den BundesländernBaden-Württemberg, Hessen, Nordrhein- Westfalen und Rheinland-Pfalz. Hier sollen die sehr unterschiedlichen Fachkompetenzen aller Beteiligten im Rahmen eines moderierten Austausches zu Zukunftsthemen, Fachprojekten und innovativen Entwicklungen genutzt werden. Das PIUS-Internet-Portal: Vernetzt im Netz Seitmehrals zehnJahren gibteseine Internetplattform, die einen umfangreichen Info-Pool rund um das Thema ressourceneffizientes Wirtschaften für mittelständische Unternehmenzur Verfügung stellt: unter www.pius-info.de gibt esbeispielsweise Fachinfos zu den ThemenMaterial- und Energieeffizienz, Managementsysteme oder Green IT sowie aktuelle Nachrichten, Veranstaltungstipps und Ansprechpartner auf Landes-und Bundesebene. PIUS-Länderkonferenz Die vierte PIUS-Länderkonferenz wird am 15. und 16. Mai inMainz unter dem Motto „Gemeinsam zu mehr Innovation und Ressourceneffizienz“ stattfinden. Anmeldungen sind möglich unter www.pius-info.de Derzeit finanzieren vier Kooperationspartner aus dem Bund sowie den Ländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz das Projekt und zeichnen für die kontinuierliche Weiterentwicklung verantwortlich. Das sind die SAM Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH, die Hessen-Agentur GmbH mit der Aktionslinie Hessen-Umwelttech, die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) und die Effizienz- Agentur NRW(EFA). Die Geschäftsstelle desInternet-Portals istbei derEFA angesiedelt. Seit derGründung 1998 auf Initiative des NRW-Umweltministeriums hatdie Agentur rund 1400 Projekte mit produzierenden Unternehmen initiiert und begleitet. Integrierter Mehrwert: Die PIUS-Netzwerke Welchen Mehrwert die PIUS-Länderkonferenzen bieten könnenund welche Umsetzungskompetenz sich dahinter verbirgt,zeigendie auf derPlattformdes PIUS-Internet-Portals entstandenen PIUS-Netzwerke. Mit dem PIUS-Personennetzwerk – kurz PPN –wirdeine komfortableMöglichkeit zurKontaktaufnahme mit oder zwischenExperten im Produktionsintegrierten Umweltschutz angeboten. Am Personennetzwerk beteiligen sich derzeitrund 200 Fachleute.Die Teilnehmer können miteinander in direkten Kontakt treten. Variable Suchoptionen nach Referenzen,Tätigkeitsfeldern oder regionalen Kriterien ermöglichen eine schnelle und bequeme Suche nach dem potenziellenFachpartner. Das PIUS-Netzwerk-Deutschland – kurz PND – führt länderübergreifend Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Dienstleistung und Verwaltung zum Thema ressourceneffizientes Wirtschaften zusammen. Derzeit sind rund 300 Teilnehmer registriert. Im Mittelpunkt steht der Wissens- und der Technologietransfer. Fachinformationenliegen gebündelt zu Schwerpunktthemen ebenso vor wie die Dokumentationen zuden Länderkonferenzen. Bedarf an Hilfestellung Die bisherigen Länderkonferenzen sowie die hohe Nachfrage aufden Seiten des Internet-Portals verdeutlichen das Interesse an demThema Ressourceneffizienz und an konkreten und praxisnahen Hilfestellungen –die es im Übrigenauf Bundesebene und in vielenBundesländern bereits gibt. Wichtig sind das Wissenumdiese Angebote, die Vermittlung vonErfahrungen, erfolgreiche Umsetzungen und der Austausch sowohl persönlich als auchüber das Internet. Die PIUS-Netzwerke bieten die Chance,Fachpartneraus Forschung,Industrie, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zu verschiedensten Themenbereichen kennenzulernen. Henning H. Sittel Geschäftsstelle PIUS-Internet-Portal c/o Effizienz-Agentur NRW, Duisburg, hsi@efanrw.de UmweltMagazin April-Mai 2012 73

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