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4/5 | 2012

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Organschaften

Organschaften Abschiedvom VDI Nach fast 32Jahren hat Dipl.-Ing. Rüdiger Wolfertz (65) am 30. April 2012 seine Dienstzeit beim VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. beendet. Seinen Werdegang und die beruflichen Stationen innerhalb des Vereins fasst der nachfolgende Bericht zusammen Seine Laufbahn im VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) begann Rüdiger Wolfertz 1980 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kommission Lärmminderung (VDI-KLM). 1990 übernahm er die Geschäftsführung der VDI-Koordinierungsstelle Umwelttechnik (VDI-KUT). Mitdem Kompetenzfeld „Betrieblicher Umweltschutzund Umweltmanagement (KfBU)“ baute Wolfertz seit 1999 konsequent und zielgerichtet die ehrenamtliche Struktur als Grundlage für die fachliche Arbeit in sechs Bereichen auf. Auch das Gebiet „Arbeitsschutz/Arbeitssicherheit“ konnte er in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) erfolgreich imVDI verankern. Das KfBU wurde im Jahr 2003 in die VDI-KUT integriert und diese ineine VDI-Gesellschaft umgewandelt. Damit wurde sie gleichberechtigter Partner auf der Vorstandsversammlung des Vereins und konnte auch dort die Interessen ihrer zugeordneten Mitglieder mit Sitz und Stimme vertreten. Aufnahme bei der DBU Im Jahr 1997 wurde auf Initiative von Wolfertz der VDI in den Kreis vorschlagsberechtigter Institutionen bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aufgenommen. Das berechtigt ihn, Vorschläge für den höchstdotierten Umweltpreis in Deutschland einzuwerben und einzureichen. Bereits zweimal wurden diese prämiert. Fachkunde Rüdiger Wolfertz erwarb die Fachkunde gemäß §7 Nr. 2/5. BImSchV (Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz) und die erforderlichen Kenntnisse gemäß Öko-Audit-Verordnung (Umweltbetriebsprüfer = Auditor) für den Umweltmanagementbereich. Er absolvierte die Ausbildungen zum Betriebsbeauftragten für Gewässerschutz (§ 21a-g WHG) und zum Betriebsbeauftragten für Abfall (§ 55 KrW-/AbfG). Darüber hinaus ist Wolfertz ausgebildete Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa).Die Funktionder Sifa übte er im VDI von Anfang 2003 bis Ende 2009 aus. Nachwuchsförderung Um den Ingenieurnachwuchs zu fördern und die Bekanntheit des VDI und seiner Leistungen im Hochschulbereich zu steigern, richtete Wolfertz im Jahr 2002 den „Preis für umweltrelevante Master-/Diplomarbeiten“ ein. Dieser wird seitdem jedes Jahr für eine hervorragende Abschlussarbeit von der VDI-GEU vergeben. Technik und Wirtschaft Nach der zweiten Umstrukturierung des Bereichs Technik und Wissenschaft (TW), die er im Präsidialausschuss zur Umstrukturierung der VDI-Fachgesellschaften mitgestaltet hat, war Wolfertz seit dem Jahr 2009 als Ressourcenmanager der Abteilung TW 3, der KRdL im VDI und DIN – Normenausschuss, tätig und damit Mitglied der Bereichsleitung Technik und Wissenschaft. Weiter übernahm er die Geschäftsführung der neuen VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), dieaus dem Zusammenschluss von VDI-KUT (VDI-Koordinierungsstelle Umwelttechnik) und VDI-GET (VDI- Gesellschaft Energietechnik) entstand. Netzwerke/Initiativen Die Gründung eines europäischen Netzwerks der Umweltexperten (EFAEP, jetzt ENEP) im Jahr 2002, in dem inzwischen 19 Mitgliedsorganisationen aus Spanien, Portugal, Frankreich, Schweiz, Tschechien, Finnland, Niederlande und Belgien, Deutschland, Italien und Großbritannien mitwirken, hat Wolfertz ebenfalls initiiert und mit gestaltet. In seine Wirkungszeit fiel 2006 auch die Gründungvon „ProcessNet“, der gemeinsamen Initiative von DECHEMA e.V. und VDI-GVC, inder die fachlichen Aktivitäten von VDI-GVC und DECHEMA zusammengefasst wurden. Inzahlreichen nationalen Institutionen (basi, VBU, VDSI, Umweltausschuss IHK-Düsseldorf, Lenkungsausschuss Deloitte, Qualitätsoffensive Befähigte Person, ABS-UA, KU im DIN, Beirat der Messeenvitec) sowie in verschiedenen Umweltjurys brachte Wolfertz zudem seine fachliche Kompetenz ein. Bezirksvereine In den VDI-Bezirksvereinen baute Wolfertz ein flächendeckendes Netzwerk von Umwelttechnik-Arbeitskreisen auf, um die anUmwelttechnik interessierten Mitglieder und die Öffentlichkeit vor Ort effektiv erreichen und betreuen zu können. Die Wiedervereinigung stellte den Aufbau von VDI-Bezirksvereinen mit ihren Arbeitskreisen in den neuen Bundesländern vor besondere Herausforderungen. Hier initiierte Wolfertz Patenschaften zwischen den Obleuten aus den alten mit solchen aus den neuen Bundesländern. Ab 2004 betreute die VDI- KUT unter seiner Leitung zusätzlich dieObleute der Arbeitskreise Energietechnik und Verfahrenstechnik. Erfahrungsaustausch Regelmäßigerumfassender Informations- und Erfahrungsaustausch verbunden mit interdisziplinärem Kontaktaufbau und -pflege mit Vertretern verschiedener Institutionen und Verbänden erforderten in hohem Maße Wolfertz Verhandlungsgeschick und Organisationsvermögen.Mit vielfältigen Kontakten und Kooperationen, zum Beispiel mit dem Verband der Betriebsbeauftragten für Umweltschutz, mit den Umweltministerien der Länder sowie den örtlichen Industrie- und Handelskammern konnte Wolfertz schon frühzeitig Netzwerke knüpfen,indenen der VDI auf dem Gebiet der Umwelttechnik als kompetenter Ansprechpartner weiter bekannt wurde. Auf internationalen Umweltmessen hat Wolfertz über die VDI-KUT regelmäßig stellvertretend für die mit Umwelttechnik befassten Fachgliederungen die Umwelttechnik-Aktivitäten des Vereins einem breiten Fachpublikum präsentiert. Rück- und Ausblick RüdigerWolfertz kann auf eine gleichermaßen intensive wie erfolgreiche Tätigkeit zum Nutzen des VDI, seiner Mitglieder und der Ehrenamtlichen in den Gremien zurückblicken. Die Geschäftsführungen der VDI-GVC und der VDI-GEU sowiedie Position des Ressourcenmanagers in TW 3kann er wohlgeordnet in dieHändeseinerdreiNachfolger geben. 78 UmweltMagazin April-Mai 2012

Kontakt KRdL Tätigkeitsbericht 2011 erschienen Imkürzlich erschienenen Tätigkeitsbericht stellt die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN –Normenausschuss (KRdL) ihre Luftreinhalteaktivitäten des Jahres 2011 vor. Sie sind erfolgreiches Beispiel für die synergetische Zusammenarbeit der vier Fachbereiche im vergangenen Jahr. Neben der Erstellung von VDI-Richtlinien konnten KRdL-Expertenforen sowie umfangreiche europäische Normungsarbeiten hierzu durchgeführt werden. Ein Erfolg war die Finanzierungszusage der EC/EFTA zur Umsetzung des Mandates M/478 „GHG emissions of energy intensive industries“. Die umfangreichen Standardisierungsarbeiten können in diesem Jahr starten. Mit über 60neu veröffentlichten Technischen Regeln konnte jetzt das VDI/DIN-Handbuch „Reinhaltung der Luft“ für die Beantwortung der Fragestellungen aktualisiert werden. Das Wissenskompendium umfasst heute 490 VDI-Richtlinien und 130 DIN-Normen, die Antworten zu Fragen der Luftreinhaltung geben. Das Themenspektrum reicht von der Messtechnik für zum Beispiel Bioaerosole oder Feinstaub, über emissionsmindernde integrierte Anlagentechnik beispielsweise bei der thermischen Abfallbehandlung, sowie über meteorologische Messungen bis hin zum Biomonitoring mit Fischen als Akkumulationsindikatoren. Mehr als 1250 ehrenamtliche Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Rüdiger Wolfertz Postfach 101139, 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-415 Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu Der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. wurde zum Verband des Jahres 2012 ernannt. Das gab die Jury der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM) im Rahmen des 13. Deutschen Verbändekongresses Ende Februar dieses Jahres in Düsseldorf bekannt. VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs nahm den Innovation Award persönlich inEmpfang. Die Ingenieurvereinigung erhielt die Auszeich- nung in der Kategorie „Reform und Management“ und setzte sich in der Endrunde gegen die Konkurrenz von der IHK Industrie- und Handelskammer zu Leipzig durch. Die DGVM würdigte damit die beispielhafte Umsetzung der Umstrukturierung von einer Linien- zu einer Matrixorganisation. Besonders überzeugt war die Jury dabei vom zukunftsfähigen Konzept, der hohen Veränderungsbereitschaft und der herausragenden Führungsqualität des VDI. „Ich freue mich ganz besonders über diese Auszeichnung“, sagte Fuchs nach der Verleihung. „Sie würdigt die Leistungen aller VDI-Mitarbeiter, denn die Um- Verwaltung erarbeiten derzeit in etwa 160 Arbeitsgruppen die VDI-Richtlinien und DIN- Normen der KRdL. Neben der Erweiterung des vorhandenen umfangreichen Regelwerkes ist die kontinuierliche Überarbeitung und Aktualisierung eine KRdL-Aufgabe, der immer größere Bedeutung zukommt. Dabei wird auch die Ausrichtung von KRdL-Veranstaltungen, wie die Expertenforen, als Basis genutzt, mit den interessierten Fachkreisen die Ergebnisse der Standardisierungsarbeit zudiskutieren und gegebenenfalls Aktualisierungsbedarf zu formulieren. 2011 wurden auf sechs Expertenforen mit insgesamt rund 400 Teilnehmern Luftreinhaltethemen, wie Emissionsüberwachung, Energieeffizienz, Krematorien, Automatische Standardreferenzverfahren, Stickstoffdioxid und Partikel sowie Emissionshandel diskutiert. Der Erfolg der KRdL-Arbeit entsteht durch das Zusammenspiel aller ehrenamtlicher Experten in der KRdL, dem Förderer BMU/UBA sowie den Mitarbeitern vieler Firmen und Institutionen, die für die nationale, europäische und internationale Gemeinschaftsarbeit freistellt werden. Der KRdL-Tätigkeitsbericht ist zum Download im PDF-Format unter www.krdl.de erhältlich. VDI Verband des Jahres Im Bild (v.l.n.r.): Dr. Hans-Joachim Mürau, DGVM-Präsident; Lars Funk, Volker Wanduch, beide Mitglied der VDI-Geschäftsleitung; Dr. Willi Fuchs, Geschäftsführender Direktor VDI, Walter Hechinger und Michael Schwartz, beide Mitglied der VDI-Geschäftsleitung strukturierung unserer Organisation konnte nur mit dem Engagement und der Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so erfolgreich umgesetzt werden“, so Fuchs weiter. Seit 1997 vergibt die DGVM den Innovationspreis. Dieses Jahr wurde die Auszeichnung erstmalig in drei unterschiedlichen Kategorien ausgelobt. Bild: DGVM UmweltMagazin April-Mai 2012 79

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