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4/5 | 2012

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Organschaften Kontakt

Organschaften Kontakt Bild: Bettina Heimer EMAS Club Europe Regionaltreffen Seit dem erfolgreichen Auftakt des EMAS Club Europe im Februar 2012 imBundesumweltministerium, Bonn, entwickelt sich ein stetiger Austausch sowohl zwischen EMAS Netzwerkrunde Biodiversität Clubs auf europäischer als auch zwischen EMAS registrierten Unternehmen und Organisationen auf regionaler Ebene. Dazu trafen sich die europäischen EMAS Clubs Ende März dieses Jahres bei der EU-Kommission in Brüssel und diskutierten die weiteren Perspektiven der europäischen und globalen Vernetzung. Auf nationaler Ebene tagte bereits im April die EMAS Club Regionalgruppe Rhein- Main bei Gastgeber LUBW in Karlsruhe unter der Leitung von VNU-Vorstand Peter Fischer. Themen waren EMAS im Zusammenhang mit Energiemanagement und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre branchenbezogenen Erfahrungen auszutauschen. Zwei weitere VNU Verband für nachhaltiges Umweltmanagement e.V. Geschäftsstelle c/o Annette Hendlinger Am Schellberg 22 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Regionaltreffen finden imMai 2012 statt (siehe Infokasten). Anwender, die am Austausch im EMAS Club Europe interessiert sind, finden die Teilnahmebedingungen sowie die Online- Anmeldung auf der VNU- Homepage. Financial Times Deutschland Greentech-Konferenz Greentech-Unternehmen erwirtschaften 8Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Deutschland exportiert erfolgreich Umweltschutzgüter und eine erwachsen gewordene Branche wird zum Wachstumstreiber: Wie umfassend und vorausschauend nehmen diese Unternehmen sich dem Thema Nachhaltigkeit an, und welche Finanzierung und welcher politische Rahmen sind notwendig? Bei der von der Financial Times Deutschland (FTD) ausgerichteten Greentech 2012 am 16. Februar in Frankfurt am Main zeichnete das Wirtschaftsmagazin Capital hierzu Franz Fehrenbach, Konzernchef der Robert Bosch GmbH, zum „Greentech Manager des Jahres 2011“, aus. Er finde die nötige Balance zwischen Wachstum und Ökologie und zeige mit vielen Beispielen auf, wie eine „grüne Transformation“ gelingt. Laudatorin Staatssekretärin Katharina Reiche, Mitglied des Deutschen Bundestages, würdigte die technischen Innovationen und das organisatorische Engagement und nannte beispielhaft den Prozess „Design for Environment“, der die Energieeffizienz, die Recyclingfähigkeit und die Beschränkung von Einsatzstoffen bei der Entwicklung konsequent berücksichtigt. Bosch erwartet durch sein Umweltmanagement an den insgesamt 300 Standorten eine weltweite Senkung der CO 2 -Emissionen um20Prozent bis zum Jahr 2020. Podiumsdiskussionen mit Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik rundeten die Veranstaltung ab. Dorita Hermes, Hamburg Port Authority und Dr. Georg Vogl, IMS Managementsysteme, repräsentierten den VNU als Kooperationspartner und konnten sich über Trends informieren. 5. European EMS Forum Anmeldung für Kurzentschlossene Am8.Mai 2012 veranstalten VNU und EMS Working Group (ENEP) in Brüssel das fünfte englischsprachige European EMS Forum in der Hessischen Landesvertretung inBrüssel/Belgien. Es erwarten Sie Vorträge und Diskussionen zuThemen wie ISO 26000, EMAS Referenzdokumente, Energiemanagement und Water Footprint. Mitglieder des VNU oder eines ENEP-Mitgliedverbandes nehmen zum reduzierten Tagungsbeitrag teil. Informationen zu Anmeldung und Programm sind auf der VNU-Homepage oder über die Geschäftsstelle abrufbar. VNU-Mitglieder Kurz vorgestellt Seit September ist Angelika Bauer neues Mitglied des VNU. 1999 bildete sich die Volljuristin zur TQM- und Umweltauditorin sowie zur Gefahrgutbeauftragten und zwei Jahre später zur Fachkraft für Arbeitssicherheit weiter. Seither ist sie als Referentin, Beraterin und Auditorin bundesweit hauptsächlich für Verkehrsunternehmen tätig, seit 2006 auf selbstständiger Basis. Schwerpunkte sind: Umwelt-Compliance, Notfallmanagement, Werkstätten. Daneben führt sie Veranstaltungen für Bildungsträ- Angelika Bauer, neues VNU-Mitglied ger und KMU zu unterschiedlichen Umweltthemen durch. Sie bringt Kenntnisse und Affinitäten zu freien Berufen, zur Baubranche, zum Tourismus sowie Umwelt-, Sozial- und Wohlfahrtssektor mit. Termine2012 7 3. Mai: Regionalgruppe Rhein-Ruhr, EMAS Club Europe, Duisburg 7 8. Mai: 5. European EMS Forum, Brüssel 7 31. Mai: Regionalgruppe Süd, EMAS Club Europe, Herzogenaurach 82 UmweltMagazin April-Mai 2012

Medienpartnerschaft Energiemanagementbraucht Umsetzungskompetenz Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21 A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Der Druck auf Organisationen, Energie einzusparen und Erneuerbare zu nutzen, steigt stetig. Die DIN EN ISO 50001 soll Organisationen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz unterstützen. Generelle Ziele sind sowohl Ressourcenschonung als auch Klimaschutz und Kostensenkungen. Die internationale Norm ISO 50001 „Energiemanagementsysteme –Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ wurdeam15. Juni 2011veröffentlicht und liegt seit Dezember letzten Jahres in deutscher Fassung vor. Kern ist die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung einer Organisation. Die Norm beschreibt die Anforderungen an eine Organisation zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems. Durch diesen systematischen Ansatz soll eine Organisation in die Lage versetzt werden, ihre energiebezogene Leistung zu verbessern, die Energieeffizienz zu erhöhen und die -nutzung zu optimieren. Gesetzliche Vorgaben Auch der Gesetzgeber hat die Klimaschutzziele Deutschlands im Fokus.Mit der EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)-Novelle 2012 und den dazugehörigen Merkblättern des Bundesamts für Wirtschaft undAusfuhrkontrolle (BAFA) hatereine besondere Ausgleichsregelung geschaffen, die unter anderem die Zertifizierung des Energieverbrauchs und die -minderungspotenziale antragstellender Unternehmen erfasst.Anträgeauf Ausgleichkönnendemnach produzierende Unternehmen mit einemStromverbrauchvon mehr als einerGigawattstunde stellen und deren Stromkosten mindestens 14 Prozent der Bruttowertschöpfung ausmachen. Unternehmen, die diese Voraussetzungen erfüllen, müssen eine Validierung beziehungsweise eine Zertifizierung nach EMAS oder DIN ENISO 50001 nachweisen. In der betrieblichen Praxis bedeutet das einen Stromverbrauch im gesamten Unternehmen–nichtaber pro Abnahmestelle –von mehr als zehn Gigawattstunden pro Geschäftsjahr. Details regelt das II A1.BAFA-Untermerkblatt zur Zertifizierung des Energieverbrauchs und der Energieverbrauchsminderungspotenziale vom 15. Dezember 2012 mit Bezug auf §41 Abs. 1Nr. 2inVerbindung mit Abs. 2S.3EEG für Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Aufgaben rund um das Energiemanagement Daraus ergibt sich für energieintensiv produzierende Branchen ein gezielter Weiterbildungs- und Zertifizierungsbedarf. Denn insbesondere dort wird Personal benötigt,das in der Lage ist,die NormDIN EN ISO 50001 für die eigene Organisation zu interpretieren. Damit verbunden sind weitere Aufgaben, wie etwa den Standard in schon bestehende Managementsysteme zu integrieren, das Energiedatenmanagement zu steuern, Verbesserungspotenziale zu erarbeiten sowie die Kommunikation intern, extern und in Netzwerken zuübernehmen. Bild: stock.xchng Die Wirksamkeit der Aufbau- und Ablauforganisation wird über Audits geprüft. Berufsgruppen, die Aufgaben rund um Energiemanagementsysteme übernehmen, sind beispielsweise Qualitäts-und Umweltbeauftragte, Umweltberater und -auditoren, Energieberater, Prozess- und Anlagentechniker sowie Software-Anbieter. Entsprechend dem vielfältigen Wissenshintergrund setzen sich die mit dem Thema beauftragten Teams inden Unternehmen zusammen. Modulares Trainingsangebot Für die DGQ war das ein Grund, ein modulares Trainingsangebot zu entwickeln. „Darin können Teilnehmer einzelne Lernschwerpunkte mit oder ohne Prüfung wählen“, erklärt Claudia Nauta, Produktmanagerin der DGQ Weiterbildung. Gewonnen wird daraus ein gemeinsames Verständnis und Wissen, um die Energieeffizienz systematisch zu verbessern. Denn dieses Ziel wird nur aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Kollegen und Führungskräften sowie Lieferanten und Kunden erreicht. Das DGQ-Bildungsprogramm Energiemanagement beginnt ab Oktober 2012, Ansprechpartnerin für die DGQ-Weiterbildung GmbH ist Claudia Nauta, E-Mail: nc@dgq.de oder Tel.: 069/95424-209. UmweltMagazin April-Mai 2012 83

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