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4/5 | 2012

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Branche Gut geplant:

Branche Gut geplant: Windkraft ausHolz Je höher, desto lukrativer: Der Bedarf anWindkraftanlagen, die 100 Meter Nabenhöhe oder mehr erreichen, steigt angesichts der besseren Windausbeute großer Türme. Gleichzeitig verlieren Anlagen mit konventionellen Stahltürmen abeiner Nabenhöhe von mehr als 85 Metern ihre wirtschaftliche Darstellbarkeit für den Anlagenbauer. Ein Problem ist der immer höher werdende Stahlpreis. Ein weiteres sind logistische Grenzen, dafür den Transport von Windkrafttürmen spezielle Schwertransporte notwendig sind. TimberTower hat sich daher auf ein in der Windkraft bewährtes Material besonnen und sich auf die Entwicklung von Anlagen aus Holz spezialisiert. Maßgeblich für die Entwicklung dieses Ansatzes war die Vorarbeit am Computer; geholfen hat hierbei der Softwarehersteller Autodesk. CleanTech Programm greift TimberTower für die Konstruktion unter anderem auf Autodesk Inventor zurück. Inventor erfüllte alle Anforderungen, die das Unternehmen an die CAD-Lösung hatte und bewies sich auch in der Praxis als hilfreich. „Wir haben in Inventor die komplette Konstruktion neu als 3D-Volumenmodell aufgebaut und hier und da effektive Optimierungen vornehmen können, die uns durch verschiedene Funktionen des Programms erst aufgezeigt wurden“, sagt Schröder. Umzutesten, obHolztürme tatsächlich realisierbar sind, haben die Produktingenieure von TimberTower anfangs Freeware-CAD-Programme genutzt. Später suchte das Unternehmen nach einer Konstruktionslösung, die weit verbreitet ist und über entsprechende Funktionen verfügt.„Vorallemder Datenaustausch war für uns wichtig, da wir davon ausgehen, in Zukunft mit einer großen Zahl von Partnern und Unternehmen zusammenzuarbeiten. Zudem bewegen auch wir uns in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, sodass es extrem wichtig ist, dass wir unsere Konzepte schnell und effizient umsetzen können“,sagt Carlo Schröder,Ingenieur bei TimberTower.Auf der Suche nach dem passenden Produkt stießen die Windkraftspezialisten auf dasAutodeskClean- Rendering eines Windkraftrades Tech Partnerprogramm. DasProgramm von Autodesk vergibt Lizenzen für Konstruktionssoftware an Clean-Technology-Unternehmen, damit sie ihre Innovationen verwirklichen und ihre Produkte schneller und kostenoptimiert auf den Markt bringen können. Jeder Empfänger einer Autodesk Clean Tech-Förderung erhält dabei Software im Wert von biszu120 000 Euro. „Autodesk ist das Thema Umweltschutz sehr wichtig und daher unterstützen wir Startups mit diesem Programm, damit sie ihre Innovationen verwirklichen könnenund dabei helfen,unsere Umwelt nachhaltig zu schützen“, sagt Erwin Burth, verantwortlich für das CleanTech Programm bei Autodesk. Durch das Visualisierung des TimberTower Intelligente Konstruktion Gefertigt wird der TimberTower als Verbundsystem aus Brettsperrholzplatten und Oberflächenkomponenten, die am Anlagenstandort zu einem geschlossen Hohlkörper mit sechs-, acht- oder zwölfeckigem Querschnittverbaut werden. Das verwendete Brettsperrholz wird dabei aus kreuzweise übereinander gestapelten und miteinander verleimten Fichtenbrettern hergestellt, wodurch die statische Belastbarkeit und Formstabilität beträchtlich erhöht werden. Bei der Auswahl der Holzlieferanten achtet das Unternehmen darauf, dass diese PEFC zertifiziert sind. Dadurch wird garantiert, dass der verwendete Rohstoff aus einer ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortlichen Waldwirtschaft stammt. Transportiert werden die verschiedenen Konstruktionselemente mit herkömmlichen Lkw – für einen 100 Meter Turm werden dabei etwazehn benötigt. DieMontage des TimberTower erfolgt dann innerhalb von zwei Tagen. Hierfür wird zunächst ein Gerüst, das alleKomponenten wie Licht,Leitersystem, Stromanschlüsse und die Arbeitsbühnen enthält, auf dem Fundament errichtet. Um 84 UmweltMagazin April-Mai 2012

das Gerüst herum werden dann die Platten aufgestellt, die das gesamte Gewicht der Windkraftanlage tragen. Nachdem der Turm komplett errichtet wurde, erfolgt die abschließende Verklebung der Horizontal- und Vertikalstößeder Platten im Inneren des Turms. In der Praxis erfüllt der TimberTower alle gesetzlichen Anforderungen und ist DIN geprüft, sodass er einen vollwertigen Ersatz für einen Stahlturm darstellt. „Unser Holzturm hat zudem geringere Wartungskosten, da durch das Verkleben keine Schraubverbindungen nachgezogen oder erneuert werden müssen. Zudem ist er ungefähr bis zu20Prozent leichter und kostengünstiger als vergleichbare Anlagen“, erklärt Holger Giebel, Geschäftsführer und Mitgründer von TimberTower. Stürmische Zeiten Der TimberTower stellt eine ökonomisch wegweisende Alternative zu bekannten Turmkonzepten dar. Denn mit ihm lassen sich durch die Vergrößerung des Turmfußes größere Nabenhöhen wirtschaftlich realisieren. Turmhöhen bis zu 200 Meter sind möglich. Zudem besitzt Holz einen besseren Korrosionsschutz als Stahl und kann auch Offshore eingesetztwerden.Auch der Materialpreis und die Tatsache, dass es sich um einen umweltverträglichen, CO 2 -neutralen Rohstoff handelt, sprechen für die Verwendung von Holz. „Der Einsatz unseres Holzturms spart bei einer Turmhöhe von 100 Metern rund 300 Tonnen Stahlblechein,für dessenHerstellung sehr viel Energie benötigt wird. Zudem wird bei der Produktion von Stahlblech viel klimaschädli- Bilder (3): Timber Tower gen Windkraftanlagen bis zu8 Megawatt unterstützt. „Wir können die Türme exakt an die Anforderungen der Windkraft- Das Gerüst des TimberTower wird durch Holz ummantelt ches CO 2 freigesetzt. Der TimberTower bindet sogar fast 400 Tonnen CO 2 und schont damit die Umwelt“, sagt Giebel. TimberTower baut derzeit den ersten Prototypen mit100 Meter Nabenhöhe. Für dieses Jahr sind weitereProjektemit anderenNabenhöhen und Anlagentypen geplant. Dabei werden alle gängianlage anpassen. Hierbei ermöglicht esuns Autodesk Inventor, sehr flexibel und schnell die entsprechenden Änderungen vornehmen zukönnen“, sagt Schröder. Die vielen Vorteile, die der TimberTower vereint, versprechen stürmische Zeiten, die auf das Unternehmen zukommen werden – im positiven Sinne. „Windkraft ist eine der saubersten Formen der Energieerzeugung. Mit dem Einsatz des TimberTowers wird der letzte Schritt hin zum konsequent ökologischen Produkt vollzogen,denner erfüllt alle Nachhaltigkeitsaspekte und ist zu 99 Prozentein reines Naturprodukt, CO 2 -neutralund nach seinerVerwendung problemlos zu recyceln. www.autodesk.de www.timbertower.de Sonderdrucke – ein werbewirksames Marketing- und PR-Instrument Ist in einer unserer Fachzeitschriften ein Beitrag von Ihrem Unternehmen erschienen? Dann nutzen Sie doch die Möglichkeit, von diesem Beitrag einen attraktiven Sonderdruck erstellen zu lassen. • Sonderdrucke werden individuell nach Ihren Wünschen gestaltet • Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten können eingefügt werden • Fremdanzeigen und Fremdtexte werden entfernt • Sonderdrucke sind kostengünstig und lassen sich vielseitig einsetzen (z.B. auf Ihrem Messestand, für Kunden und Mitarbeiter etc.) Profitieren Sie vom Imagetransfer und dem hohen Renommee unserer Fachzeitschriften. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Informieren Sie sich jetzt: Kornelia Grund Telefon: 0211/6103-369, Fax: 0211/6103-300 E-Mail: grund@springer-vdi-verlag.de Springer-VDI-Verlag GmbH &Co. KG, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Internet: www.springer-vdi-verlag.de

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