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4/5 | 2012

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Branche Begrünter

Branche Begrünter Schallschutz Lärmschutzmaßnahmen in geschlossenen Ortschaften unterliegen besonderen Herausforderungen. Sie müssen nicht nur effektiv vor Schall schützen, sondern auch ökologischen Anforderungen genügen. Die Schallschutz-Hecke von Rau Geosystem Süd lässt sich nicht nur an kilometerlange Geraden, sondern auch um die Kurve bauen und damit besonders gut anKreisverkehren einsetzen. Ein Referenz-Projekt ist die Kreisverkehr-Lärmschutz- Hecke in der schwäbischen Stadt Illertissen (17000 Einwohner) im Landkreis Neu-Ulm. Für dieKommune warimVorfeld der Umbauarbeiten am Kreisverkehr im Saumweg klar, dass ausschließlich ein platzsparendes Wandsystem in Frage kommt. Zielwar es,nichteinenmassiven Steinwall, sondern eine schlanke, hohe und so schnell wie möglich begrünte Lärmschutzwand zu installieren, die den Kreisverkehr optisch und funktionell aufwertet und den verkehrsbedingten Lärm absorbiert. Die Experten von Rau haben dievierMeter hoheWand um die Kurve gebaut und sich kostenintensive Ecken gespart. „Auf diese Art konnten wir noch engere Radien fahren. Diese Bauweise ist wesentlich günstiger, als wenn man rund betonieren müsste“, so Rau-Süd-Geschäftsführer Erwin Königsberger. Die Begrünung beschleunigen soll ein oben auf der Wand integrierter zusätzlicher Pflanzhorizont. „Die Pflanzen wachsen somit nicht nur von unten nach oben, sondernauch von oben nach unten“, erklärt Königsberger. Gepflanzt wurden Efeu, Klematis und Wilder Wein. Die Begrünung der Wand entwickelt sich schnell und von selbst auf einem Vlies mit aufgesteppter Kokosfaser.Wandmaterial und Oberflächenstruktur der ökologischen Lärmschutzwände entsprechen den Anforderungen der EN ISO 140–3 an Schalldämmung und Schallabsorption. Die bepflanzten Lärmschutzwändeschlucken dabei nicht nur den Schall, sondern auch Abgase und tragen durch die Austauschprozesse bei der Photosynthese nachhaltig zum CO 2 -Gleichgewicht bei. Die Wände nutzen den Regen und kommen somit ohne künstliches Bewässerungssystem aus. Rau verwendet ein UV-beständiges, Bilder (2): Rau Geosystem Süd unverrotbares Geotextil, das extra für das Unternehmen aus Kaufbeuren produziert wird. Durch ein Stecksystem entfallen aufwändige Schweißarbeiten. Die massiven und stückverzinkten Trägerprofile und Gittermatten des vorgefertigten Korbgerüstssind korrosionsbeständig und so stark dimensioniert, dass statische Anforderungen erfüllt werden. Mit wenig Aufwand können sogar Photovoltaik-Module montiert werden. Die massiven und stückverzinkten Trägerprofile und Gittermatten des vorgefertigten Korbgerüsts sind korrosionsbeständig und so stark dimensioniert, dass statische Anforderungen erfüllt werden. Technische Daten 7 Schalltechnische-Bewertung: Gemäß den gesetzlichen Anforderungen an die Schalldämmung muss ein Einzahlwert von mindestens DLR > 24 dB erreicht werden, der der Gruppe B3 gemäß DIN EN 1793–2 zuzuordnenist.Die begrünteLärmschutzwand erfüllt diese Anforderungen mit einem berechneten Einzahlwertzur Luftschalldämmung von DLR = 67 dB. Dies gilt auch für die Schallabsorption. Hier erreichen die Wände einen Einzahlwert zur Schallabsorption von DLa =20 dB der Gruppe Amit der Einstufung „hochabsorbierend“ und sind gemäß DIN EN 1793–1 zuzuordnen. 7 Aufbau des Lärmschutzwandsystems: Das Rau-Lärmschutzwandsystem wird als Metallgitterkonstruktion ausgeführt, das mit Geotextil ausgekleidet und mit Erdsubstrat verfüllt wird. Der Aushub aus dem Einbau der Wand wird aus dem Straßenbau verwendet. Die verzinkte Trägerkonstruktion und die Gittermatten sind korrosionsbeständig. Die Korbgebilde können (fugenlos) zusammengesteckt werden und sind als Endlossystem einsetzbar. Das Geotextil besteht aus unverrottbarem Faserflies mit aufgesteppter Kokosfaser. Das biologisch aktive, humusarme Erdsubstrat kann mit Ziegelrecyclat oder Blähton angereichert werden und weist keinen Verrotungsschwund auf. Die Volumendichte des Erdsubstrats beträgt im trockenen Zustand p=1400 Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) und im erdfeuchten Zustand p=1600 kg/m³. Die minimale Dicke der Rau-Lärmschutzwände beträgt 0,4 m.Die minimale flächenbezogene Masse der Wand ergibt sich bei trockenem Zustand des Erdsubstrats zum=560 kg/m³. www.rau.de 86 UmweltMagazin April-Mai 2012

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