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4/5 | 2012

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Nachrichten Indikatorenbericht Nachhaltige Entwicklung in Deutschland nachhaltige entwicklung in deutschland Indikatorenbericht 2012 Statistisches Bundesamt Das Statistische Bundesamt, Destatis, hat den Indikatorenbericht „Nachhaltige Entwicklung inDeutschland“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Bestandteil des zeitgleich von der Bundesregierung veröffentlichten Fortschrittsberichts 2012 zur Nachhaltigkeitsstrategie. Die vor zehn Jahren beschlossene nationale Strategie für eine nachhaltige Entwicklung inDeutschland zielt nicht allein auf Umweltschutzaspekte, sondern auch auf Nachhaltigkeit inWirtschaft und Gesellschaft. Der Bericht beschreibt und analysiert die Entwicklung der von der Politik ausgewählten Nachhaltigkeitsindikatoren und ist Grundlage für die Einschätzung der bisherigen Erfolge der Strategie. Diese werden mittels Wettersymbole anden einzelnen Indikatoren bewertet. Diese Kennzeichnung symbolisiert, inwieweit die gesteckten Ziele bei rechnerischer Fortschreibung der bisherigen Entwicklung im geplanten Zeithorizont voraussichtlich erreicht werden oder nicht. In den vergangenen Jahren hat sich die Hälfte der Indikatoren eher günstig entwickelt: Die statistische Analyse der insgesamt 38 Indikatoren ergab, dass 14 von ihnen mit „sonnig“ und fünf weitere mit „leicht bewölkt“ bewertet werden konnten. Diese haben ihr Ziel bereits erreicht, könnten eserreichen, beziehungsweise hätten bei gleichbleibender Entwicklung nur noch eine Wegstrecke zwischen 5und 20 Prozent bis zum Zielwert zurückzulegen. Ihr Ziel erreicht haben unter anderem die Indikatoren zum Klimaschutz oder zu den Erneuerbaren Energien. Elf Indikatoren entwickelten sich mit „bewölkt“ zu schwach, darunter beispielsweise die Indikatoren zum Primärenergieverbrauch. Das heißt, eswürden ihnen bei gleichbleibender Entwicklung mehr als 20 Prozent bis zum Ziel fehlen. Für acht Indikatoren stehen die Zeichen auf „Gewitter“: Sie haben entweder einen Grenzwert überschritten oder entfernten sich vom angestrebten Ziel. Dies betrifft unter anderem die Bereiche Artenvielfalt und Landschaftsqualität. www.destatis.de Wirtschaftsticker >>> KSB, Frankenthal, hat Mitte Februar dieses Jahres 80 Prozent der Geschäftsanteile der T. Smedegaard A/S mit Sitz in Kopenhagen übernommen. Eswird die Umwälzpumpen des dänischen Unternehmens in sein Portfolio integrieren. www.ksb.com >>> Innogy Venture Capital investiert indas belgische Biogas-Start- Up GreenWatt. Dies ist das erste Neuinvestment des von Innogy Venture Capital gemanagten Fonds IRTF Iseit Abschluss der strategischen Kooperation von RWE Innogy und Bankhaus Lampe imBereich Venture Capital imvergangenen November. www.rweinnogy.com >>> Die Lahmeyer Gruppe wächst weiter und hat am1.März 2012 die inMannheim ansässige Pöyry Environment GmbH erworben. Damit baut das Unternehmen aus Bad Vilbel das Geschäft im Bereich der Wasserwirtschaft, insbesondere der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, weiter aus. www.lahmeyer.de >>> Die Landbell AG, Mainz, beteiligt sich an dem US-amerikanischen Unternehmen TerraCycle. Das weltweit in21 Ländern agierende Unternehmen hat sich auf das Sammeln, Recyceln und Wiederverwerten schwer zu recycelnder Abfälle, Konsumgüter und Verkaufsverpackungen spezialisiert. Seit 2011 ist es auf dem deutschen und schweizerischen Markt vertreten und wird ab diesem Jahr auch inÖsterreich aktiv sein. www.landbell.de >>> Die Mannheimer MVV Energie AGhat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um7Prozent von 3,4 auf 3,6 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte operative Ergebnis konnte mit 242 Millionen Euro nahezu konstant gehalten werden. www.mvv.de >>> Der Kölner Umweltdienstleister und Rohstoffhändler Interseroh SE hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem um Entkonsolidierungsgewinne bereinigten Ergebnisplus von rund 6,8 Millionen Euro auf 39,3 Millionen Euro abgeschlossen (Vorjahresvergleichswert: 32,5 Millionen Euro). www.interseroh.com >>> Die Vereinigte Bio- Energie AG,Leipzig, steigerte imGeschäftsjahr 2011 ihren Konzernumsatz um44,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 754 Millionen Euro. Zum Anstieg wesentlich beigetragen haben erhöhte Umsätze mit Dritten, Handelsgeschäfte mit fossilen und biogenen Kraftstoffen sowie das gestiegene Preisniveau für Biokraftstoffe. www.verbio.de 8 UmweltMagazin April-Mai 2012

Köpfe Udo Bekker (53) wird zum 1. Januar 2013 neuer Personalvorstand und Arbeitsdirektor der MVV Energie, Mannheim. Philips hat zum 1. April 2012 Eric Rondolat (45) zum CEO der Beleuchtungssparte und zum Mitglied des Führungsgremiums ernannt. Andreas Nauen (47), Vorstandsvorsitzender der REpower Systems SE, wurde im März dieses Jahres einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Windenergieanlagenhersteller imVDMA gewählt. Dr. Jörg Zeuner (40), wird der neue Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Spätestens zum 1. Oktober dieses Jahres wird er sowohl die Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung als auch die Position des Chefvolkswirts übernehmen. Umfrage Stadtwerke setzen auf Erneuerbare Energien Viele Stadtwerke setzen fast ausschließlich auf die Produktion Erneuerbarer Energien. Bild: Dieter Schütz/Pixelio Stadtwerke sind ein wichtiger Motor der Energiewende. Sie profitieren wie andere Energieunternehmen wesentlich vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das den Einstieg indas solare Zeitalter wirtschaftlich ermöglicht hat. Zudiesem Schluss kommt die Deutsche Umwelthilfe e.V. nach einer ersten Umfrage unter Stadtwerken zuderen Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien. Allein die 27, die sich an der Umfrage beteiligten, haben im Jahr 2010 über 600 GWh Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt –das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 130000 Privathaushalten. Städte und Gemeinden, die sich im Bereich Erneuerbarer Energien über ihre Stadtwerke engagieren, profitieren nicht nur von der Produktion grünen Stroms, sie rüsten sich darüber hinaus mit dezentralem Strom aus Sonne, Wind oder Bioenergie für die Zukunft. Einige Stadtwerke setzen fast ausschließlich auf die Produktion Erneuerbarer Energien, beispielsweise das rheinland-pfälzische Gemeindewerk Enkenbach-Alsenborn: 92 Prozent des erzeugten Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen, vor allem aus einem Holzhackschnitzelheizkraftwerk und einer Solarfreiflächenanlage, die flächenschonend auf einem ehemaligen Militärflughafen errichtet wurde. Bei den Technischen Werken Schussental mit Sitz inRavensburg werden nahezu 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt. 2011 wurden dort 25Millionen Euro in die regenerative Stromerzeugung investiert. Das Geld floss vor allem in Windparks, sowohl auf der Schwäbischen Alb als auch in Offshore Windparks in der Nord- und Ostsee. Schwäbisch Hall setzt ebenfalls auf die Erneuerbaren: Bis 2030 soll der gesamte Strombedarf der Region aus regenerativen Energien gedeckt werden, bis 2035 auch der Wärmebedarf. Spitzenreiter hinsichtlich der absoluten Zahl des aus Erneuerbaren Energien erzeugten Stroms sind die Stadtwerke Pforzheim. Mit fast 180000 MWh erzeugtem Ökostrom im Jahr 2010 stellen sie viele deutlich größere Stadtwerke in den Schatten. www.duh.de Vorschau Umwelt Magazin 6 2012 Der Erscheinungstermin für das nächste UmweltMagazin fällt auf den 6. Juni 2012. ImMittelpunkt der Ausgabe steht das Special Messtechnik/Analyse sowie eine Nachberichterstattung zur IFAT Entsorga 2012. Zudem berichtet das Entscheider- Magazin über Abwasserbehandlung und Wasserkreisläufe, Solarenergie, Netzwerktechnik sowie Nachhaltigkeitsleistungen. Anzeigenschluss ist der 21. Mai 2012. UmweltMagazin April-Mai 2012 9

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