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4/5 | 2013

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NACHRICHTEN

NACHRICHTEN Bundesumweltministerium BMU unterstützt Energiewende in Griechenland jekt ist Teil der Griechenland- Hilfe der Europäischen Kommission. Die „Griechenland- Task-Force“ soll dabei helfen, in vielen Bereichen die Investitionsdynamik in Griechenland anzukurbeln. Das Bundesumweltministerium hat dabei die Koordinierungsrolle für den Bereich Erneuerbare Energien übernommen und finanziert zusammen mit der EU-Kommission die erste Phase des Projekts mit rund 250 000 Euro aus dem Marktanreizprogramm. Becker betonte die großen wirtschaftlichen Potenziale und Chancen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien inGriechenland. Allein im Jahr 2011 konnte Deutschland durch den kombinierten Einsatz von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz fossile Importe im Bild: SXC Wert von 25 Milliarden Euro vermeiden. Griechenland könne jetzt sowohl von der Technologiekostenentwicklung der vergangenen Jahre als auch von den inDeutschland gesammelten Erfahrungen profitieren. Eskönnte zum Modellfall für eine wettbewerbsfähige Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien werden, die Deutschland unterstützt Griechenland beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Jürgen Becker, hat Ende März eine entsprechende Absichtserklärung mit dem griechischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel und der „Griechenland-Task-Force“ der Europäischen Kommission unterzeichnet. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Griechenland zu verbessern. Denn dort sind die Förderkosten pro Kilowattstunde Sonnenstrom trotz erheblich stärkerer Sonneneinstrahlung derzeit noch deutlich höher als hierzulande. Das auf bis zudrei Jahre angelegte Beratungsproinsbesondere auf den griechischen Inseln bereits heute eine echte Alternative zu den teuren Dieselgeneratoren darstellen. Becker ist der Ansicht, dass dies der Energiepolitik in Europa insgesamt hilft und neue Märkte für alle Unternehmen, die auf Erneuerbare Energien setzen, schafft. www.bmu.de Europa –kurz notiert >>> Die Europäische Kommission hat Ende März den ersten Schritt zur Aufstellung eines Rahmens für die EU- Klima- und Energiepolitik bis 2030 gemacht. Sie nahm ein Grünbuch an, mit dem eine Konsultation der Öffentlichkeit zum Inhalt des Politikrahmens eingeleitet wurde. Zudem hat sie ein konsultative Mitteilung über die Zukunft der CO 2 -Abscheidung und -Speicherung in Europa veröffentlicht. Schließlich nahm sie einen Bericht über die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Erreichung ihrer Zielvorgaben bis 2020 auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien sowie Berichte über die Nachhaltigkeit der in der EU verbrauchten Biokraftstoffe und flüssigen Biobrennstoffe an. >>> Ab 2017 sollen Betreiber großer Transportschiffe deren CO 2 -Ausstoß registrieren und regelmäßig der EU berichten. Dies beträfe etwa die Hälfte der Schiffe in der EU, die zusammen jedoch schätzungsweise 90 Prozent der CO 2 - Emissionen imeuropäischen Schiffsverkehr produzieren. >>> Die in Europa vorgeschriebenen Grenzwerte für bestimmte Luftschadstoffe –festgelegt in der NEC-Richtlinie –wurden im Jahr 2011 laut Europäischer Umweltagentur größtenteils eingehalten. Sieben EU-Mitgliedsstaaten hatten jedoch Probleme die Stickstoffoxidgrenzwerte (NO X )zuunterschreiten: Neben Luxemburg, Österreich, Frankreich, Belgien, Spanien und Irland hielt auch Deutschland die NO X -Werte nicht ein. >>> Mitte März haben die Europaabgeordneten einen Entschließungsantrag des Ausschuss für Industrie, Forschung und Industrie (ITRE) zum Energiefahrplan 2050 verabschiedet. 2011 hatte die EU- Kommission den Fahrplan bereits vorgestellt und darin Wege aufgezeigt, wie der europäische Energiesektor so umgebaut werden kann, dass seine CO 2 -Emissionen bis 2050 um 85 Prozent sinken. Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit sollen dabei laut Kommission übergeordnete Ziele bleiben. 10 UmweltMagazin April-Mai 2013

DBU Energie- und Ressourceneinsparungen in Unternehmen Energie sparen und Abfall vermeiden: InUnternehmen ist dafür modernste Technologie gefragt. Aber auch die Motivation von Vorgesetzten und Angestellten kann ein wichtiger Faktor sein. Nach einer Fraunhofer-Studie lassen sich in der Produktion allein dadurch mittelfristig mindestens 25 Prozent Energie einsparen. Die Universität Bayreuth erarbeitet einen Leitfaden, der auch Unternehmen auf höchstem technischen Stand zeigen soll, wie sie durch den „Faktor Mensch“ noch umweltfreundlicher produzieren können. Im Rahmen des Projekts sollen Daten zum Energie- und Ressourcenverbrauch erfasst und über Leuchtanzeigen sichtbar gemacht werden. Soließen sich etwa Nachlässigkeiten im individuellen Verhalten direkt aufspüren und vermeiden. Auch die Möglichkeiten materieller Anreize sollen geprüft werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit 220000 Euro. Zunächst soll innerhalb der beteiligten Unternehmen geprüft werden, wie die Mitarbeiter den Ressourcenverbrauch beeinflussen können, um dann Einsparpotenziale festzulegen. ImVordergrund stehe das bisher eher vernachlässigte Opti- mieren von Nebenprozessen, wie zum Beispiel das Einrichten von Maschinen. Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch imgesamten Produktionsprozess zu verbessern. Auf Basis der Ergebnisse sollen Methoden entwickelt werden, umalle Mitarbeiter zu einem ressourcensparenden Verhalten zu motivieren. Die Daten sollten zum einen für Fortbildungen zur Verfügung stehen; zum anderen sollten sie auch branchenübergreifend ineinem Leitfaden zur Mitarbeiter-Motivation zusammengefasst werden. www.dbu.de News –Online Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch imInternet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News).

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