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4/5 | 2013

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SPECIAL

SPECIAL Kreislaufwirtschaft/Recycling 2010 Sammelquote Sortierquote Verwertungsquote Recyclingleistung [%] [%] [%] [%] Batterien 44 98 94,7 40,83 Li/Li-Ion Knopfzelle 13,78 98 79,45 10,73 Li/Li-Ion Rundzellen 7,42 98 88,44 6,43 Li/Li-Ion gesamt 8,74 98 81 6,94 Tabelle 2: Recyclingleistung im Vergleich (Bezug 2010) Masse (t) 6000 5000 4000 3000 2000 1000 0 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Grafik 2: Sammelquote für lithiumhaltige Gerätebatterien –1999 bis 2010 [2, 3,10–18] dazu hat die Sammlung vonAltpapierin den 1970er Jahren begonnen und zeigt erst mehr als 40 Jahre später eine hohe Wiederverwertung [4]. Ökologische Rahmenbedingungen Risiken lithiumhaltiger Gerätebatterien, die aus verschiedenen Ursachen resultieren, sind Brand, Explosion, Gasung und das Freiwerden potenziell giftiger und gesundheitsgefährdender Stoffe [5]. Es ist indiesem Zusammenhang anzumerken,dass es erst beimZustandekommen mehrerer Umstände, im Zusammenhang mit einerbestimmtenEintrittswahrscheinlichkeitund der Kombination mit einem Gefährdungspotenzial, zu einer Erhöhung der aufgeführten Risiken kommt. Zudem istfür jedeauf dem deutschen MarkterhältlicheBatterieein Batteriesicherheitsdatenblatt des Herstellers vorhanden, in dem Maßnahmen zum sicheren Umgang beschrieben sind [6]. Ein Beispiel hierfür istdie ausgewiesene Nenntemperatur für eine Vielzahl lithiumhaltiger Batterien bis fast 85°C, die bereits bei starker Sonneneinstrahlung erreicht werden kann. Dies ist inallen Entsorgungsschritten entsprechend zu beachten. Jahr Rücknahme Inverkehrbringung Sammelquote Ein weiteres Risiko entsteht durch Wassereintrag im Sammelbehälter, als einFolgefehlervon möglicherweise unsachgemäßerLagerung. Dies führtletztlichzur Bildung umweltunverträglicher Lösungen, sodass eine Separierung in der Sortieranlage nötig ist. Gleichzeitig haben entstehende Kurzschlüsse durch den hohen Energiegehalt hochgradig exothermeProzesse zurFolge. Fazit Das Recycling von lithiumhaltigen Gerätebatterien als einProzess, derdem Prinzip der eco-efficiency imLaufe des gesamten Lebenszyklus der Batterie folgt [7], soll einenentscheidendenBeitrag zur Umweltentlastung und Ressourcenschonung leisten [8, §1]. Als Folge dessen sindalle notwendigenProzesse entlang der Entsorgungslogistikkette auf deren ökologische Anforderungen (eventuelle Umweltmehrbelastungen) zu prüfen [9]. Dabei liegt der Schwerpunkt auf denTransportlogistikprozessen, welche die Lagerung und denTransportrespektivedie Sammlung direkt betreffen. Eine komplette Analyse der Logistikprozessschritte im Sinne einer vollständigen Ökobilanzierung ist aufgrund des Umfanges nicht Untersuchungsgegenstand desProjekts. 25 20 15 10 5 0 Sammelquote in % Grafiken und Tabellen (4): TU Bergakademie Freiberg Eine Umsetzung und Kontrolle von ökologischen Anforderungenist einwesentlicher Bestandteil der Anforderungen an die Organisation, ihre Struktur und das persönliche Verhalten der einzelnenBeteiligten (siehe Tabelle 2). Literatur [1] Bundesministerium der Justiz, Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Batterien und Akkumulatoren (Batteriegesetz –BattG): BattG 2011. [2] GRS Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien, Die Welt der Batterien: Funktionen, Systeme, Entsorgung 2007. [3] GRS Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien, Jahresbericht 2010: mit Erfolgskontrolle nach Batteriegesetz 2011. [4] R. Multhaupt, T.Plümer, Entsorgungslogistik, TÜV-Rheinland, Köln 1990. [5] K. Field, Moisture Causes Lithium-Ion Battery Bloat 2009. [6] J. Levis, Sicherheitsdatenblatt Lithium- Sulfurylchlorid Batterien und Batteriezellen: Luftdicht verschlossene Lithium- Sulfurylchlorid-Batterien und -Batteriezellen 2009. [7] World Business Council on Sustainable Development, Eco-Efficiency 2013 [8] Bundesministerium der Justiz, Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz –KrW-/AbfG) 2011. [9] Recycling International 2004, 10. [10]A.Schmidt, Situationsanalyse zum Batterierecycling 2005. [11] A. Schmidt, Beurteilung des Batterierecyclings in Deutschland im Zeitraum 1998 –2005 2006. [12–18] GRS Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien, Erfolgskontrolle 2004 – 2010. Dipl.-Ing. Peter-Paul Sittig, Dipl.-Kffr. Sonja Meisenzahl, Prof. Dr. Michael Höck, alle TU Bergakademie Freiberg, Freiberg, peter-paul.sittig@bwl.tu-freiberg.de 18 UmweltMagazin April-Mai 2013

VORSCHAU IMPRESSUM Themenvorschau 6-2013 Das Entscheider-Magazin für Technik und Management Bilder: Fraunhofer UMSICHT, juwi, Air Liquide SPECIAL: ERNEUERBARE ENERGIEN Speicherung regenerativer Energien Repowering von Windkraftanlagen Wasserstoffgetriebene Mobilität TECHNIK +MANAGEMENT WASSER/ABWASSER Ermittlung der bakteriellen Verkeimungen imTrinkwasser Leitungsbau mit geringem Flächenverbrauch Energieanalysen in Kläranlagen durch künstliche neuronale Netze MANAGEMENT Energieeffizienz in Unternehmen 20 Jahre EMAS Innovationen im Ökodesign ABFALL/RECYCLING Wiederaufbereitung von Bodenaushub LUFT/LÄRM Umsetzung der europäischen „Industrial Emissions Directive“ RECHT Die neue Offshore-Haftungsregelung BRANCHE Neuer Studiengang Energiemanagement Wärmepumpenanlage in der Hamburger Vattenfall-Zentrale SERVICE Umweltmärkte: boomender Energiesektor in Afrika Anzeigenkontakt ISSN 0173-363 X 43. Jahrgang (2013) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Mitgliederausgabe der VDI-GEU, des VBU und VNU. Der Bezug ist im Mitgliedsbeitrag jeweils enthalten. Redaktion Dipl.-Biol. Akram El-Bahay (Chefredakteur), Tel.: (02 11) 61 03-3 26 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (02 11) 61 03-2 15 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Freier Mitarbeiter der Redaktion Dipl.-Geogr. Helmuth Ziegler, Würzburg Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)/Umwelttechnik Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für nachhaltiges Umweltmanagement e.V. (VNU), Frankfurt am Main Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-GEU, Bochum Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Dr. Henning Friege, Sprecher der Geschäftsführung der Awista GmbH, Düsseldorf Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, KTB GmbH, Gladbeck Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Claudia Nauta, DGQ, Frankfurt am Main Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00, Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (02 11) 61 03-1 40 Fax (02 11) 61 03-4 14 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Anzeigen BS Media Consult GbR, Ellen Buntenbruch, Thomas Schropp, Kühtal 6, 82319 Starnberg Tel.: (0 81 51) 44 83 18, Fax: (0 81 51) 44 83 19, E-Mail: info@bs-mediaconsult.de Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (02 11) 61 03-3 80, Fax: (02 11) 61 03-3 00 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 39 vom 1. Januar 2013 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. i v w BS MediaConsult GbR Thomas Schropp/Ellen Buntenbruch Tel.: 08151/44 83 18 info@bs-mediaconsult.de Anzeigenschluss: 24. Mai 2013 Erscheinungstag: 13. Juni 2013 www.umweltmagazin.de Mediadaten: www.umweltmagazin.de/mediadaten.php UmweltMagazin April-Mai 2013

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