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4/5 | 2013

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SPECIAL

SPECIAL Kreislaufwirtschaft/Recycling Materialbelastungbeim Altpapierrecycling Störstoffe und Verunreinigungen, wie etwa Kunststoffringe aus leeren Schreibblöcken, geraten leicht ins Altpapier. Die Folge: Sie müssen während des Recyclingprozesses abgelöst werden, bevor das Material als Papierbrei weiterverarbeitet werden kann. Da Papiermaschinen 24 Stunden am Taglaufen, bestehen auch hohe Anforderungen an die Zerkleinerungsmaschinen. Die Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH hat dafür spezielle Modelle entwickelt, die individuell angepasst werden können. Julia Rummel Die Zerkleinerungsmaschinen müssen für den Dauerbetrieb geeignet und außerdem leicht und schnell zu warten sein,damit es zu keinerVerzögerung in derProduktionkommt.Zudem müssen die Shredder mit dem nassen Material umgehen können, das anschließend entwässert wird, um es entsorgen oder für die eigene Energienutzung einsetzen zu können. Pro Kopf wurden 2010 deutschlandweit gut 243 kg Papier verbraucht, was einem Gesamtverbrauchvon knapp20Millionen Tonnen entspricht. Davon konnten mehr als 15 Millionen Tonnenaufbereitet und wieder verwendet werden. Somit ergibtsichein Altpapiereinsatz von 70 Prozent in der verarbeitendenIndustrie –eine Steigerung von 21Prozent während der vergangenen 20 Jahre. Gleichzeitig wachsenaber auchdie Ansprüche an Nachhaltigkeitund Wiederverwendbarkeit. So erweitertebeispielsweise das Recyclingunternehmen mit der schnellsten Anlage Europas seine Prozesslinien um einen individuellen Shredderfür Störstoffe. Vom Müll zum Energieträger Die Maschine von Erdwich wird dort bei der Aufbereitung von braunem Papier eingesetzt. Dazu wird die Papiermasse in einem„Pulper“, einemgroßen Rührwerksbehälter aufgelöst, bevor sie alsnasser Brei weiterverarbeitetwerden kann. Dabei wird das Reject, also Störstoffe und Verunreinigungen wie Plastik oderMetalle,herausgefiltert.„Beieinem täglichen Durchsatz von 1900 Tonnen fallen zwischen 100 und 150 TonnenReject an“, so ReinhardHirschmiller, Produktionsleiter bei Erdwich. Die separierte Masse wird inmehreren Schritten zerkleinert, entwässert und vomUnternehmenzur Eigenenergiegewinnung genutzt. Der aufbereitete Abfall wird dort als Ersatzbrennstoff (EBS) weiterverwendet. „Mit unserer Maschinentechnik werden die Reststoffe auf eine Größe vonunter50Millimeterzerkleinert und dann in Kraft-Wärme- Kopplungs-Anlagenverfeuert. Vondort aus gelangt die Energie etwa in Form vonProzessdampfoderNahwärme wieder zurück zugrößeren Industriebetrieben – wie Papierfabriken“, erklärt Hirschmiller. Spezielle Schottwände schützen vor Feuchtigkeit und Verschleiß Die Maschine wurde von Erdwich eigens für die Aufbereitung desnassen Rejects konstruiert. ImNassbereich sind hochwertige, funktionssichere Dichtsysteme erforderlich, die Lager und Getriebe voreindringendemWasser schützen.„Deshalb haben wirdie Anlage mit Dichtungselementen und so genannten Schottwänden ausgerüstet“, so Hirschmiller. Die verschleißgeschützte 22 UmweltMagazin April-Mai 2013

Bilder (2): Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH Bei der Aufbereitung von Papier wird die Papiermasse in einem großen Rührwerksbehälter (Pulper) aufgelöst, bevor sie als nasser Brei weiterverarbeitet werden kann. Dabei wird das Reject, also Störelemente und Verunreinigungen wie Kunststoffe oder Metalle, herausgefiltert. Schottwand trennt das Schneidwerk von der vorgelagerten Dichtung mittels Stoffbuchse, die die eigentliche Lagerabdichtung durch eine Labyrinthdichtung zusätzlich schützt. Damit fungiert die Schottwand gleichzeitig auch als Verschleißschutz, da das Maschinengehäuse weder mit der Lagerung noch mit dem Produkt inKontakt kommt. Außerdemist die Maschinenlagerung durch die mit wenigen Handgriffen austauschbare Stoffbuchsenabdichtung zuverlässig vordem Eindringenvon Flüssigkeitenund Staub geschützt. Besonderes Augenmerk liegt bei Papiermaschinen auf der Dauerbetriebssicherheitder Aggregate,dadie Anlage 24 Stunden am Tagohne Unterbrechung läuft. Deshalb istesimWartungsfall oderbei VerklemmeneinesStörstoffeswichtig, dass der Shredder verfahrbar aufgestellt ist, damit er aus der Prozesskette herausgenommen werden kann, ohne dass die Produktion unterbrochen werden muss.InmanchenFällenwird sogar einzusätzlicherZerkleinererinstalliert,der auf Stand-by steht und mit dem die Anlage im Ernstfall weiter betrieben werden kann. Ob diesnotwendig ist, kann je nachden Gegebenheiten entschieden und von Erdwich individuell konzipiert werden. „Jeder Kunde hat seine eigenen Spezifikationen, die den Einbauvon Einzelkomponenten bestimmter Hersteller erfordern. Deshalb muss jedes Bauteil entsprechendder Vorgaben durch unsere Konstruktion umgeschlüsselt und individuell angepasst werden“, erklärt Hirschmiller. So waren indiesem Fall durch die Einbindung der Maschine in die Gesamtsteuerung ein 100-prozentiger Signalaustausch und ein entsprechendhoher Planungsaufwand vonNöten. Julia Rummel, Pressebüro Gebhardt-Seele, München, julia.rummel@gebhardt-seele.de Wasser- und Abwasserbehandlung mit GEA Westfalia Separator waterMaster Hohe Separationsleistungen bei einer äußerst günstigen Energiebilanz, Flexibilität und punktgenaue Dimensionierung sind markant für den GEA Westfalia Separator waterMaster – dauerhafte Verfügbarkeit und Servicefreundlichkeit inklusive. GEA Westfalia Separator Group GmbH Werner-Habig-Straße 1, 59302 Oelde, Deutschland Tel.: +49 2522 77-0, Fax: +49 2522 77-2950 ws.info@gea.com, www.gea.com UmweltMagazin April-Mai 2013 engineering forabetter world ET-222-1-019

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