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4/5 | 2013

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MARKT Produkte und

MARKT Produkte und Verfahren Bauchemie Schutz für Abwasserbauwerke Beim kommunalen Abwasserbauwerken sind nach einigen Jahren häufig Schutz- oder Instandsetzungsmaßnahmen notwendig. Für den nachhaltigen Schutz dieser bietet der Bauchemie-Hersteller Sika Deutschland aus Stuttgart mit seiner Produktpalette Lösungen an, die sowohl auf die Schadensursachen, als auch auf die Schädigungen selbst abgestimmt sind: von der Betoninstandsetzung über den Oberflächenschutz, Bauwerksinjektion und Hohlraumverguss bis hin zu Fugen- und Rissabdichtung sowie Sohlplattenverklebung. Bei der Instandsetzung kommen immer Mörtelprodukte zum Einsatz, die Normalzement oder Zement mit einem hohen Sulfatwiderstand enthalten. Diese Betonersatzsysteme werden je nach erforderlichem Reprofilierungsausmaß imSpritzverfahren oder manuell appliziert. Für beide Anwendungen stehen die 1-komponentigen Systeme der MonoTopund Kanal-Produktreihe zum Reprofilieren und Egalisieren zur Verfügung. Die letzteren sind hoch sulfatbeständig. Als Betonersatz mit Normalzement für die maschinelle Applikation imTrockenspritzverfahren ist Cem Gunit-212 Sgeeignet. Während sich Cem Gunit-212 Sdurch einen hohen Sulfatwiderstand auszeichnet. Liegt eine biogene Schwefelsäurekorrosion vor, beispiels- Die Betonersatzsysteme werden je nach erforderlichem Reprofilierungsausmaß im Spritzverfahren oder manuell appliziert. weise in gedeckelten und geschlossenen Anlagen, wird der aufgebrachte Feinspachtel nach der Untergrundvorbereitung überarbeitet –mit dem hoch vernetzten EP-Harz Permacor 3326/EG-H, inklusive der Grundierung Sikagard-177 zur moderaten Rissüberbrückung auch in Kombination mit einem Spezialgewebe. Sind rissüberbrückende Eigenschaften erwünscht, wird der Einsatz der rasch härtenden PU-Flüssigfolie Sikalastic-844 XT empfohlen. www.sika.de Ultrafiltrationstechnologie Dritte Generation auf dem Markt T-Rack 3.0: Die neue Generation von inge-Ultrafiltrationssystemen, die druckoptimiert wurde. Die inge GmbH aus Greifenberg hat die dritte Generation ihrer Ultrafiltrationsracks für größere Anlagen, beispielsweise zur Vorbehandlung der Meerwasserentsalzung oder der Abwasserwiederverwertung, auf den Markt gebracht. Die T-Racks 3.0 wurden in ihrer Druckbeständigkeit optimiert und ermöglichen damit ein breiteres Anwendungsspektrum. Zudem sollen sie mit einer auf 70 Quadratmeter erhöhten Membranfläche jeModul leistungsfähiger als ihre Vorläufer sein. Bei der neuen Bauweise werden die Sammlerleitungen in die Endkappen der Module integriert und mit den Modulen verschweißt. Dadurch soll eine hohe Druckbeständigkeit für ein breiteres Anwendungsspektrum, eine kompakte Bauweise mit nochmals bis zu15 Prozent Platzeinsparung im Vergleich zu den Vorläufermodellen und dank der zusätzlich gesteigerten Membranfläche je Modul eine Leistungssteigerung gegenüber den bisherigen Racks erreicht werden.Die flexible Konzeption der Racks mit standardisierten Komponenten erlaubt eine individuelle Planung der Ultrafiltrationsanlage sowie einfache Erweiterbarkeit. Jenach Größe und gewünschter Aufbereitungskapazität sind Konfigurationen mit zwei- oder vierreihiger Modulanordnung möglich, wobei die einzelnen Linien eines Racks auch unabhängig voneinander betrieben werden können. www.inge.ag 32 UmweltMagazin April-Mai 2013

Projekte MARKT Universität Bonn Energie aus Biogas Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Forschungsnetzwerk „BioPara“ zur Untersuchung von biochemischen Abläufen inBiogasanlagen mit insgesamt rund 2,6 Millionen Euro. Esbesteht, unter Federführung der Universität Bonn, aus sieben universitären Forschergruppen (Bonn, Kiel, Hamburg, TUDresden, Frankfurt, Ulm, Konstanz) und dem Unternehmenskonsortium Bioreact/Bonalytik. Ziel ist es, ein Gesamtbild der mikrobiologischen Vorgänge zu erhalten und mit anderen physikalischen und chemischen Parametern in Beziehung zu setzen, um den Zustand des Biogasprozesses zuerfassen. Die am Projekt beteiligten Wissenschaftler und Unternehmen wollen inausgewählten Biogasanlagen genauer untersuchen, wie das Ausgangsmaterial von den Mikroorganismen konkret umgesetzt wird und unter welchen Bedingungen dies erfolgt. ImMittelpunkt steht dabei, welche Enzyme und sons- Biogasanlagen sollen effizienter werden. tigen biochemisch aktiven Substanzen an den Prozessen beteiligt sind. Mithilfe von genetischen Fingerabdrücken versuchen die Forscher zudem herauszubekommen, wie sich die Bakteriengemeinschaft zusammensetzt und welche ihrer Mitglieder Bild: Bioreact GmbH/Troisdorf eine Schlüsselrolle bei der Biogasgewinnung spielen. Auf Grundlage der neu gewonnen Daten sollen die Biogasanlagen zuverlässiger und effektiver Biomasse in Energie umwandeln können. www.uni-bonn.de Projekte kompakt >>> Siemens Energy hat inDänemark zwei neue Forschungs- und Testzentren für Windenergieanlagen eröffnet. In Brande können Großkomponenten von Siemens-Windturbinen wie Generatoren, Hauptlager oder ganzen Maschinenhäuser auf speziellen Testständen geprüft werden. InAalborg kann Siemens auf sieben Prüfständen komplette Rotorblätter testen, darunter auch das weltweit größte eingesetzte Rotorblatt mit einer Länge von 75 Metern. Gemeinsam bilden die beiden Einrichtungen die weltgrößten Forschungsund Testzentren für die Windkrafttechnologie. www.siemens.com >>> Ein ehemaliger Flakbunker, der mit einer Kombination aus Solarthermie-Kollektoren, einem großen Wärmespeicher und anderen ressourcenschonenden Energien Fernwärme für einen ganzen Stadtteil liefert, ist kürzlich in Hamburg eingeweiht worden. Generalunternehmer der mit rund 1350 m² größten Röhrenkollektor-Solarthermieanlage Deutschlands ist die Ritter XL Solar GmbH aus Karlsbad. www.ritter-xl-solar.com >>> Seit Herbst 2012 speist die Biomethan- Anlage Klein Wanzleben in der Nähe von Magdeburg nachhaltig erzeugtes Bioerdgas in das öffentliche Gasnetz ein. Kürzlich fand die offizielle Inbetriebnahme der Anlage statt, die die Mannheimer MVV Energie AG und die Münchner RES Projects GmbH gemeinsam betreiben. Abnächstem Jahr soll damit der Wärmebedarf von rund 2400 Haushalten abgedeckt und der Ausstoß von 40 000 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. www.mvv-energie.de UmweltMagazin April-Mai 2013 33

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