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4/5 | 2015

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NEU: Richt- und

NEU: Richt- und Grenzwerte 6.8 Sicherheit für Ihre tägliche Arbeit Es gibt eine Fülle von Rechtsvorschriften zum Umwelt recht in Deutschland und Europa. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. In „Richt- und Grenzwerte im deutschen und europäischen Umweltrecht“ finden Sie die aktuellen Werte übersichtlich zusammengefasst. So haben Sie alle relevanten Bereiche im Griff: • Wasser • Boden • Abfall • Gefahrstoffe/Chemikalien • Luft • Lärm NEU in Version 6.8 In Version 6.8 sind wichtige Neuerungen zu Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien enthalten, dazu gehören u. a.: • Verordnung zur Änderung der Abwasserverordnung, des Abwasserabgabengesetzes und der Rohrfern leitungsverordnung Praktische Loseblatt-Sammlung plus CD-Rom mit digitaler Fassung des Loseblattwerks und Datenbank zur Recherche nach Stoffen und Stoffgruppen • Verordnung (EU) Nr. 260/2014 der Kommission vom 24. Januar 2014 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 440/2008 zur Festlegung von Prüfmethoden gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) zwecks Anpassung an den technischen Fortschritt Kostenlose Demoversion unter www.umweltmagazin.de Ja, ich bestelle die aktuelle 6. Auflage von „Richt- und Grenzwerte“ als Loseblattwerk mit CD-ROM für EUR 189,– inkl. MwSt. zzgl. Porto und Verpackung. Damit der Inhalt des Werkes aktuell bleibt, nehme ich am automatischen Aktualisierungsservice teil. In der Regel er scheint 2 x jährlich für je EUR 79,– zzgl. Porto eine Aktualisierungs- und Ergänzungslieferung (Loseblatt werk mit CD-ROM). Ich kann diesen Service jederzeit beenden. Firma (nur bei Firmenanschrift) Name Strasse PLZ/Ort Telefon/E-Mail Datum/Unterschrift SUM0070 Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG, Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf, Tel.: (02 11) 61 03-140 Fax: (02 11) 61 03-414, E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de, Internet: www.umweltmagazin.de

Gastkommentar Thermische Abfallverwertung: der unterschätzte Baustein Die Ressourcen-Revolution hat begonnen – aber wir stehen in Deutschland noch am Anfang. Denn die Vision einer optimalen Kreislaufwirtschaft – in der aus alten Produkten neue werden – ist leider noch weit von ihrer Realisierung entfernt. Auf Deutschland kommen deshalb in naher Zukunft anspruchsvolle Herausforderungen zu. Denn nicht nur die unterschiedlichen Abfallmärkte sondern auch EU- und Länder-Standards legen die Latte für ein optimales Abfall-Management sehr hoch. Nicht nur schreibt die Abfallhierarchie den Vorzug des Recyclings vor der thermischen Verwertung vor. Für uns in Deutschland als rohstoffarmem Land muss das Recycling an erster Stelle stehen, wenn es darum geht, nachhaltig zu wirtschaften. Denn die Aufbereitung sortierter Abfälle zu Sekundärrohstoffen – unter Einsatz von reduziertem Energieverbrauch sowie dem geringen Zusatzanteil von weiteren Rohmaterialien – ist hinsichtlich der nachhaltigen Rohstoffsicherung die erste Wahl. Auch wenn der Schwerpunkt der Kreislaufwirtschaft in Zukunft immer mehr auf Trennung und Recycling liegt, gibt es dennoch große Mengen an Stoffen für die thermische Verwertung. Denn ein anderer Weg ist hier nicht möglich – weil es noch keine andere Verwertungslösung gibt oder ihre Gefährlichkeit schlichtweg Verbrennung vorschreibt. Doch auch solche Stoffe bergen attraktive Einsparpotenziale aus ökologischer und ökonomischer Sicht: wenn sie zum Beispiel als Ersatzbrennstoffe in der Zementindustrie verwendet werden oder neue Energie erzeugen – durch ihre Verbrennung in modernen, energieeffizienten thermischen Verwertungsanlagen. Die Bedingungen für die thermische Aufbereitung sind dabei komplex: Die Bestimmungen der EU für eine Verbrennungsanlage beziehen sich auf Grenzwerte zur Emission ebenso wie auf die Energieeffizienz eines Werks. Doch diese Werte variieren lokal – in Deutschland sogar in Abhängigkeit vom Bundesland. Nur Unternehmen mit strategisch ausgereifter Planung können dies auf Dauer erfolgreich in ihr Anlagen-Konzept mit einbeziehen. Heute sind wir mit einem Überangebot an thermischen Verwertungsoptionen konfrontiert, bei dem es gilt, die effizientesten Lösungen herauszufiltern. In Zukunft wird der Anteil der Reststoffe, die für die thermische Verwertung anfallen, weiter sinken. Das hat auch zur Folge, dass das Überangebot der thermischen Anlagen der Konsolidierung nicht entgehen wird. Im Zuge dessen und dem Streben nach einer optimalen Kreislaufwirtschaft sollten wir uns noch einmal der Tatsache vor Augen führen, dass wir in einem Land mit wenigen Rohstoffen jede Idee aufgreifen sollten, die zu besserem Recycling, weniger Emissionen und mehr Energie-Rückgewinnung führt. Insofern überzeugen Strategien, die Sortierung, Trennung und Wiederaufbereitung weiter vorantreiben. Und darüber hinaus für den Restanteil diejenigen thermischen Verwertungsanlagen, die hier den höchsten Beitrag leisten – also die beste Balance zwischen ökologischer Entlastung und ökonomischem Wert durch Energie-Rückführung halten. Und die den unterschiedlichen Standards von EU und Länder-Politik über die gesamte Verwertungskette dank eigener Strategien gerecht werden. Doch dieser Weg liegt erst noch vor uns. In der EU wird es Zeit brauchen, bis die Ressourcen-Revolution ihre Ziele erreichen kann. Rohstoffe zu erhalten, ist oberstes Gebot. Recycling steht also an erster Stelle. Aber auch, die Energie aus dem Rest-Abfall zurückzugewinnen, zählt. Eine effiziente thermische Verwertung, die nicht bloß Abfall vernichtet, sondern dabei Energie gewinnt, ist deshalb auf dem langen, aber richtigen Weg ein wesentlicher Baustein. Welche Rolle Deutschland auf dem Weg einnimmt scheint jedoch ungewiss, denn all zu oft diskutiert die Politik hier nicht das wirtschaftlich und ökologisch Sinnvollste, sondern argumentiert mit Klientelinteressen. Dies ist nicht nur bedauerlich sondern sollte auch schnellstmöglich beendet werden. Andernfalls droht Deutschland leichtfertig seine Spitzenposition im Bereich der Umwelttechniken aufs Spiel zu setzen. Oliver Gross, Geschäftsführer der Sita Deutschland, Köln, und Vizepräsident des Bundesverbands der deutschen Entsorgungs- und Wasserwirtschaft (BDE), Berlin „In der Vision einer optimalen Kreislaufwirtschaft spielt die thermische Verwertung nach dem Recycling eine entscheidende Rolle.“ UmweltMagazin April - Mai 2015 3

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