Aufrufe
vor 4 Jahren

7/8 | 2013

  • Text
  • Juli
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Deutschland
  • Energien
  • Technik
  • Anforderungen
  • Energie
  • Anlagen
  • Verordnung

NACHRICHTEN Energie

NACHRICHTEN Energie Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich Bundesumweltminister Peter Altmaier will die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich bei der Energiewende weiter vorantreiben. Bei der 1. Deutsch-Französischen Energiekonferenz Anfang Juli in Paris warb der Minister dafür, die Energiepolitik zu einem neuen großen Identifikationsprojekt der beiden Nachbarländer zumachen. Ererinnerte daran, dass Deutschland und Frankreich jetzt schon bei der der Erzeugung Erneuerbarer Energien inEuropa an der Spitze stünden. Bei aller Unterschiedlichkeit der energiepolitischen Entwicklung in der Vergangenheit hätten beide aber ähnlich Ziele: Die französische „Transition Énergétique“ soll den Anteil der Kernenergie in der Stromerzeugung von aktuell 75 auf 50 Prozent imJahr 2025 senken und die Energieeffizienz sowie den Anteil der Erneuerbaren Energien ander Stromversorgung signifikant steigern. Das sei ebenso ambitioniert wie das Ziel Deutschlands, mit seiner Energiewende bis Ende 2022 ganz aus der Kernkraft auszusteigen Bild: Nicolas Chauveau und bis 2030 einen Anteil von mindestens 50 Prozent Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung zuerreichen. Eine engere europäische Kooperation bietet die große Chance, in ganz Europa mehr Versorgungssicherheit bei zugleich geringeren Kosten zu erreichen. Frankreich etwa macht derzeit die Erfahrung punktuell negativer Börsenstrompreise. Ursächlich dafür ist, dass unflexible Kernkraftwerke nicht auf schwankende Nachfrage reagieren können. Altmaier forderte auch eine ehrgeizige Klima- und Energiepolitik für ganz Europa. Dazu gehöre auch eine Reform des europäischen Emissionshandelssystems. Daneben braucht es aber auch Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz für 2030. Damit könnte Europa Kosten in Milliarden-Höhe für Energieimporte sparen und seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. www.bmu.de Europa –kurz notiert >>> Ab dem Jahr 2020 dürfen Autos im Durchschnitt höchstens 95 Gramm CO 2 pro Kilometer ausstoßen. Darauf haben sich das Europäische Parlament, die EU-Kommission und der -Ministerrat geeinigt. Der gemiensame Beschluss sieht jedoch kein konkretes Emissionsziel für das Jahr 2025 vor. Zudem dürfen Automobilhersteller nun die umstrittenen Emissionszertifikate, die sogenannten Super- Credits, in Anspruch nehmen. In diesem Zuge soll das Verfahren der Vereinten Nationen zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs in der Autoproduktion schnellstmöglich eingeführt werden. >>> Anfang Juli hat die EU-Kommission ihren Gesetzesentwurf zur Überwachung der jährlichen Kohlendioxid (CO 2 )-Emissionen von Schiffen vorgestellt. Die neue Verordnung soll einen Rechtsrahmen für die Sammlung und Veröffentlichung geprüfter jährlicher Daten über die CO 2 -Emissionen aller großen Schiffe, die EU- Häfen anlaufen, schaffen und ab dem 1. Januar 2018 inKraft treten. Schiffseigner müssen dann auch weitere Informationen, etwa zur Energieeffizienz ihrer Schiffe, angeben. Ausgeschlossen sind Militärschiffe, Fischer- und Segelboote sowie Regierungsschiffe. >>> Vertreter von EU- Parlament und -Ministerrat haben sich auf ein neues Umweltaktionsprogramm geeinigt: So sollen Verhandlungen über einen rechtlichen Rahmen für den Bodenschutz auf EU- Ebene wieder aufgenommen, Klima- und Energieziele für 2030 besprochen und bis 2020 nur noch nicht rezyklierbare und rückgewinnbare Abfälle deponiert werden. Außerdem soll esverbindliche Ziele für die Verringerung des Ressourcenverbrauchs und Meeresmüll geben und ein umfassender Rahmen für nachhaltige Produktion und Konsum geschaffen werden. >>> Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat erneut für ein Verknappen von CO 2 -Zertifikaten gestimmt, nachdem das Plenum den Vorschlag im April abgelehnt hatte. Der aktuelle Backloading-Vorschlag ist schwächer als sein Vorgänger: Zwar sollen noch immer 900 Millionen Zertifikate zeitweise vom Markt genommen werden, jedoch nur wenn Bedingungen erfüllt sind. So müssen negative Auswirkungen bei Industrien, die von Carbon Leakage –dem Verlagern CO 2 -intensiver Produktion ins Ausland –gefährdet sind, ausgeschlossen werden. 10 UmweltMagazin Juli -August2013

Globaler Statusbericht Trend zu Erneuerbaren Energien setzt sich fort Der weltweite massive Ausbau Erneuerbarer Energien hält weiterhin an: Im Jahr 2012 stellten Erneuerbare Energien bereits rund 19 Prozent des weltweiten Endenergieverbrauchs bereit. Rund 183 Milliarden Euro wurden in Erneuerbare Energien investiert, knapp die Hälfte davon in Entwicklungsund Schwellenländern. Diese Zahlen gehen aus dem „Globalen Statusbericht zuerneuerbaren Energien 2013“ sowie dem Bericht „Globale Trends in erneuerbare Energieinvestitionen“ hervor. Demnach war 2012 ein Rekordjahr in Bezug auf die Neuinstallationen erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten. Weltweit wurden 115 Gigawatt hinzugebaut, dies entsprach mehr als der Hälfte der gesamten neu installierten Stromerzeugungskapazitäten. In den vergangenen zwei Jahren stieg weltweit insbesondere der Anteil an installierter Photovoltaik. Besonders deutlich stiegen die Investitionen inEntwicklungsländern: Sie erreichten rund 84 Milliarden Euro gegenüber 99 Milliarden Euro, die in Industriestaaten investiert wurden. Insgesamt lagen die Investitionen imJahr 2012 mit 244 Milliarden US-Dollar auf dem zweithöchsten jemals erreichten Stand. Im Vergleich zum Vorjahr waren hier durch den Preisverfall in der Photovoltaiktechnologie sowie geschwächte Märkte inden USA und in Europa Rückgänge zu verzeichnen. Auch die Zahl der Länder mit Zielvorgaben und gezielten Förderpolitiken für den Ausbau der Erneuerbaren Energien hat sich auf mittlerweile 138 erhöht. Zwei Drittel davon sind Entwicklungsländer. Der Statusbericht wird jährlich vom Politiknetzwerk REN21 veröffentlicht. Am In- Jährlich 6,1 Millionen m 3 gereinigtes Abwasser zurück in den Wasserkreislauf. Vertrauen Sie auf unser Wissen. Evides Industriewasser Postfach 101423 · D-42014 Wuppertal Tel. +49 (0)202 51 46 818 · E-Mail sales@evides.de www.evides.de vestitionsbericht sind das UN- Umweltprogramm (UNEP und die Frankfurt School ofFinance and Management beteiligt. www.bmu.de Evides Verantwortung für Wasser Am Standort Terneuzen (NL) sorgt Evides mit seiner größten Anlage für die Wiederverwendung von Abwasser in der chemischen Industrie. Mit solch einer hohen Menge beweisen wir in den unterschiedlichsten Industriebetrieben Sinn für Wirtschaftlichkeit und Umweltbewusstsein. Denn: Wasser ist ein wertvoller Rohstoff. Mit auf den Bedarf unserer Vertragspartner zugeschnittenen Anlagen sorgen wir für die Wiederverwendung ihrer Abwässer –zum Beispiel für industrielle oder landwirtschaftliche Zwecke. Und zum großen Teil auch als hochwertiges VE-Wasser. Wir planen, bauen, betreiben und finanzieren perfekte Lösungen für Sie. Profitieren Sie von großer Erfahrung, technologischem Know-how – und unserer Verantwortung für Wasser. UmweltMagazin Juli -August2013 11

Ausgabenübersicht