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7/8 | 2013

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Literatur

Literatur [1]www.umweltbundesamt.de/boden-undaltlasten/altlast/web1/deutsch/1_3.htm [2] Neumaier H., Weber H.H.: Altlasten: Erkennen, Bewerten, Sanieren. 3.Auflage. Heidelberg. Springer Verlag. 1996. [3] Wiedemeier T.,Rifai H., Newell C., Wilson J.: Natural attenuation offuels and chlorinated solvents in the subsurface. 1. Auflage. New York. John Wiley &Sons. 1999. [4]Schurig C., Melo V.A., Miltner A., Kästner M.: Characterisation of microbial activity in the framework of natural attenuation without groundwater monitoring wells?: anew Direct-Push probe. Environmental Science and Pollution Research. 2013. im Druck. [5] Geyer R., Peacock A. D., Miltner A., Richnow H.H., White D. C., Sublette K. L., Kästner M.: In situ assessment of biodegradation potential using biotraps amended with C-13-labeled benzene ortoluene. Environmental Science &Technology 39(13). S. 4983-4989. 2005. [6] Kästner M., Fischer A., Nijenhuis I., Geyer R., Stelzer N., Bombach P.,Tebbe C. C., Richnow H. H.: Assessent of microbial in situ activity in contaminated aquifers. Engineering inLife Science 6(3). S.234-251. 2006. [7] Kästner M., Braeckevelt M., Döberl G., Cassiani G., Petrangeli Papini M., Leven- Pfister C., van Ree D.: Model-Driven Soil Probing, Site Assessment and Evaluation – Guidance on Technologies. 1. Auflage. Rom. Sapienza Universitá Editrice. 2012. [8]Dietrich P.,Leven C.: Direct Push technologies. In: Kirsch R.Groundwater Geophysics. Atool for hydrogeology. Berlin. Springer Verlag. 2005. Anwendungsgebiete desVerfahrens Bild 1: Funktionsprinzip von DP-BACTRAPs: Die Sonde wird mit Trägermaterial gefüllt, Trägermaterial wird mit dem Isotopen-markierten Schadstoff beladen und danach mittels DP-Maschine in den Boden eingebracht. Nach vier- bis sechswöchiger Expositionszeit wird die Sonde wieder an die Oberfläche geholt und der Schadstoffabbau durch die Detektion isotopenmarkierter Biomarker nachgewiesen. Mikrobielle Erkundung An schlecht- oder unerschlossenen Standorten ohne Grundwassermessstellennetzwerk wird die Erkundung häufig mit demDirect-Push genannten Rammkernsondierungsverfahren ausgeführt, welches geophysikalische und chemische Messungen mit geringerem finanziellen Aufwand oder höherer räumlicher Auflösung im Vergleich zu herkömmlichen Bohrverfahren ermöglicht [7,8]. Im RahmeneinerStandortcharakterisierung mit innovativen Methoden kann es damit zu signifikanten Kostenund Zeitersparnissen kommen [7], welche weiter verbessert werden können, wenn mikrobiologische Methoden unabhängig von Grundwassermessstellen anwendbar werden. FürBACTRAPs wird diesjetzt erstmals durch eine neuentwickelte Direct-Push Schadstoffe: Benzol, Toluol, Monochlorbenzol (MCB), Methyl-tert-Butyl-Ether (MTBE), Hexadekan, Pristan Standorte: Grundwasserleiter und ungesättigte Bodenzonen in nicht mehr als 30 Meter Tiefe, die mit Direct-Push Techniken erreichbar sind Mehr Informationen: Handbuch des EU-Projekts ModelPROBE (www.ufz.de/modelprobe/index.php?en=31066) DP-BACTRAPs können bei dem Partnerunternehmen Terra~direct (info@terradirect.com; Tel.: 07474/957791) bestellt sowie die komplette Methode (von der Ausbringung der Sonde bis zur Begutachtung der Ergebnisse) imSinne einer wissenschaftlichen Bearbeitung beim UFZ in Auftrag gegeben werden. Sonde ermöglicht. Die Konstruktion dieser DP-BACTRAP-Sonde lässt dabei sowohl Beprobungen innerhalb von Grundwasserleitern als auch inder ungesättigten Bodenzone zu, welche vorher nicht möglich waren. Zudem könnenmehrere Schadstoffe gleichzeitig als auch Tiefengradienten mit nur einer Sondierung untersucht werden. Feld- und Laborexperimente mit dieser neuenSondeergaben außerdem eine bessere Vergleichbarkeit der mikrobiellen Gemeinschaft auf den DP-BACT- RAPs zum umliegenden Sediment beziehungsweise Boden und damit eine bessere Repräsentation der Vor-Ort Bedingungen im Vergleich zum Einsatz der BACTRAPs in Grundwassermessstellen[4]. Ferner konnte die Einsetzbarkeit der Sonde auch unter sehr trockenen Bedingungen im Boden sichergestellt werden (> 20 Prozent der Wasserhaltekapazität), womit erstmals auch sehr hydrophobe Substanzen, wie Rohölkontaminationen, in das Einsatzspektrum derDP-BACTRAPsrücken, welche nicht wasserlöslich sind und sich oberhalb des Grundwasserspiegels anreichern. Christian Schurig, Prof. Matthias Kästner, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ GmbH, Leipzig, matthias.kaestner@ufz.de Bild: UFZ UmweltMagazin Juli -August2013 25

MARKT Produkte und Verfahren Elektroseilwinden Fürjeden Einsatzbereich gerüstet Elektroseilwinde nach Vorschrift BGV C1 und DIN 56950 Die haacon Gruppe, Freudenberg, stellt mit der Baureihe „C1“ einen neuen Typ von Elektroseilwinden nach Vorschrift BGV C1 und DIN 56950 vor. Die Grundsätze dieser Normen sind europaweit anerkannt. Die Winden sind damit ohne Einschränkung für Einsatzbereiche, in denen sich Personen unter schwebender Last aufhalten, geeignet. Typische Anwendungen sind das Heben von Leuchtern, Werbemitteln, Kulissen, Lautsprechern oder Abdeckungen. Umden Anforderungen gerecht zuwerden, sind die Winden mit Stirnradgetriebemotor 400 V50Hzmit redundanter Bremse aufgebaut. Die Steuerung ist nach SIL 3(Safety Integrity Level) für erhöhte Sicherheit ausgelegt. Für die drei Lastklassen 160, 300 und 490 Kilogramm besteht eine Baumusterprüfung durch den TÜV für Winde und Steuerung. Die Kapazität der Trommel für das hochfeste und drehungsarme Lastseil beträgt 15 Meter. Rechnerisch besteht, nach Unternehmensangaben, eine 10-fache Sicherheit gegen dynamischen Überlastbruch. Entsprechend dem vorgesehenen Einsatzzweck sind die Winden auf einen geräuscharmen Betrieb hin optimiert. Der Rahmen eignet sich sowohl für die Wand- als auch für die Konsolenbefestigung. www.haacon.de Messtechnik Ein sicherer Prozess Der Liquiphant FailSafe FTL81 hält Temperaturen bis 280 °Cund einem Druck von 100 bar stand. Als Grenzschalter für Branchen wie Chemie, Öl &Gas, Energie und andere soll der Liquiphant FailSafe von Endress+Hauser Messtechnik, Weil am Rhein, Sicherheit innerhalb der Prozesse bieten. Er verfügt über SIL3 für MAX- (Überfüllsicherung) und nun auch über MIN-Detektionen (Trockenlauf-/Pumpenschutz). Bei Anwendungen der funktionalen Sicherheit, die eine hohe Fehlersicherheit und Verfügbarkeit benötigen, bietet der Grenzschalter ein Safety Integrity Level bis zu SIL3 in einem Gerät. Der hohe SIL gemäß der IEC 61508 Ed. 2.0 wird durch interne Redundanz und permanente Selbstüberwachung des Gerätes erreicht. Zusätzlich überwacht ein stetes LIVE-Signal die Funktion. Die Wiederholungsprüfung nach den Richtlinien des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) beziehungsweise den Anforderungen der funktionalen Sicherheit IEC 61508/IEC 61511 wurden vereinfacht. Das Testintervall kann auf bis zu zwölf Jahre verlängert werden. Die Prüfung der Folgegeräte des Sicherheitskreises, zum Beispiel Ventile, kann durch Knopfdruck am Sensor oder Auswertegerät erfolgen. Soist es nun auch möglich, bei Einsatz etwa als Pumpenschutz, den Liquiphant FailSafe auch bei bedeckter Gabel wiederkehrend zuprüfen, ohne Anlagenstillstand oder Ablassen des Mediums. Der Grenzschalter kann mit einer 4…20 mA Schnittstelle entweder direkt in eine (Sicherheits-) SPS integriert, oder alternativ mit dem Nivotester FailSafe FTL825 installiert werden. www.de.endress.com Kunststoffe Gefahrstoffe richtig lagern Geht esumdie Lagerung von aggressiven Flüssigkeiten, sind Auffangsysteme aus Stahl oft ungeeignet. Aufgrund ihrer korrosiven Eigenschaften greifen etwa Laugen und Säuren den Stahl an. Dieser bietet deshalb keinen dauerhaften Schutz. Hier kommen bevorzugt Produkte aus Kunststoff zum Einsatz. Kunststoff bietet eine hohe Beständigkeit gegen beispielsweise Öle, Säuren und Laugen und andere wassergefährdende, aber nicht entzündbare Flüssigkeiten. Zudem ist er deutlich günstiger als Edelstahl, der eine vergleichbare Resistenz gegen aggressive Flüssigkeiten aufweist. Das Unternehmen Denios aus Bad Oeynhausen fertigt in der eigenen Kunststoffrotation eine Vielzahl solcher Produkte aus umweltfreundlichem Polyethylen (PE). Dieses lässt sich vollständig recyceln. ZuGranulat zerkleinert, kann es zu neuen PE-Produkten verarbeitet werden. Eine Produktneuheit, die vollständig aus PE gefertigt ist, ist PolySafe-Depot für die Lagerung von gefährlichen Stoffen 26 UmweltMagazin Juli -August2013

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