Aufrufe
vor 4 Jahren

7/8 | 2013

  • Text
  • Juli
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Deutschland
  • Energien
  • Technik
  • Anforderungen
  • Energie
  • Anlagen
  • Verordnung

Bilder (2): Xylem

Bilder (2): Xylem Effiziente Flygt-Pumpe rädern ausgestattet sind, wird die Feststoffpassage durch axiales Anheben beschleunigt und automatisch an die wechselndenFörderbedingungenangepasst. Erfahrungen inPumpwerken zeigen seit Einführung Anfang 2011,dass eine sehr hohe Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit dank dieser Technologie durchaus möglichsind. Hoher Wirkungsgrad Xylem, als eines der marktführenden Unternehmen imBereich der Wasserund Abwassertechnik, bietet unter der Marke Flygt Pumpen, die spezielle Problemstellungen berücksichtigen. Die adaptiven N-Laufräder von Flygt sind zuerst einmal für sehr hohe Wirkungsgrade konzipiert, bis oberhalb von 80 Prozent. Die spezielle Ausformung und adaptive Technologie ermöglicht darüber hinaus einen konstant gleichbleibendenWirkungsgradverlauf. Wenn ein Feststoff das Laufrad erreicht, kann sichdieses axial nachoben bewegen und begünstigt damit eine schnelle Feststoffpassage.Nachdemdie faserhaltigen, festen Stoffe den Durchgang der Pumpe passiert haben, senkt sichdas Laufradautomatisch wieder ab. Verstopfungsprobleme werden so hocheffizient verhindert. Dochdie N-Technologie leistetmehr: Hydraulik, Lager und Dichtungen werden vor Verschleiß geschützt, indem eine besondere Dichtungskammerausführung Partikel vonder Dichtung wegführt. Eine Entlastungsnut imGegenring desLaufradeserhöht die Sicherheit des störungsfreien Pumpens zusätzlich. So wirddas Festsetzen faserhaltigerFeststoffe effektiv verhindert und die Medien problemlos durch das Laufrad geleitet, ohne dass sich die Fasern an den Schaufelkantenfestsetzen können. Je nach Medienzusammensetzung verfügt die N-Hydraulik über unterschiedliche Laufradmodule: Gusseisen für die verschiedenen Abwasserqualitäten, „HardIron“ fürstark verschmutzte, abrasive Medien und zusätzlichem Chopper Einsatzring bei starkem AufkommenfaserhaltigerStoffe. Die patentierte, selbstreinigende Hydraulik wird sozueinem echten Multitalent. Diese Entwicklungen kommen ganz verstärkt in Pumpwerken, Kläranlagen undanderenkommunalen Einrichtungen zum Einsatz –jedoch auch Bewässerungen, industrielle Abwässer, Prozess- und Rohwasserbehandlung, Aquakulturen sowie die Landwirtschaft gehörenzum Wirkungskreis. Intelligente Steuerung Mit FlygtExperior hatXylem diekonsequente Fortführung der adaptiven N-Technologie entwickelt. Durch stetige Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Xylemkonnten zusätzlichzuinnovativer Hydraulik auch die Motoren und Steuerungsleistung optimiert werden. Damit stehen drei Merkmale für diese nächste Generation Pumpen: Premiummotoren für störungsfreien Langzeiteinsatz sowie die SmartRun-Steuerung inVerbindung mit der bereits vorgestellten adaptiven N-Hydraulik. Die Flygt Premium-Effizienzmotoren sind in Ausführungen bis70Kilowatt lieferbar. Sie entsprechen der internationalen Norm der Wirkungsgradklassen IEC 60034–30, auch IE3 genannt, und übertreffen dieAnforderungen. DieintelligentenSteuerung FlygtSmartRun wird sovorprogrammiert und voreingestellt, dass ein selbstregelnder Betrieb mit automatischer Fördermengenanpassung fürden energetisch bestenBetriebspunkt per Knopfdruck möglich ist. Dieses System ist für Abwasserpumpen bisher einmalig und bietet in der Kombination mit Flygt N-Pumpen in Premium-Effizienzausführung die wirtschaftlichste und sichersteBetriebsweise. Das ermöglicht gegenüber herkömmlichen Pumpensystemen Reduktionen desEnergieverbrauch biszu50Prozent. Henning Richter, Xylem Water Solutions Deutschland GmbH, info.de@xyleminc.com UmweltMagazin Juli -August2013 35

TECHNIK UND MANAGEMENT Wasser/Abwasser Kläranlage im EU-Beitrittsland Georgien: Das DBFO (Design, Build, Finance, Operate)-Modell stellt für EU-Beitrittskandidaten eine Möglichkeit zur Realisierung von Projekten in der kommunalen Abwasserentsorgung dar. Bild: KfW-Bildarchiv/Fotografin: Rendel Freude DBFO-Modelle in der kommunalen Abwasserentsorgung Berücksichtigt man die Besonderheiten der kommunalen Abwasserentsorgung in Europa, so stellt das DBFO (Design, Build, Finance, Operate)- Modell unter allen inder öffentlichen Diskussion befindlichen PPP (Public-Privat-Partnership)-Modellen dasjenige dar, das alle Belange der am Projekt beteiligten am besten berücksichtigt. Gerade in den EU-Beitrittsländern und bei den -Beitrittskandidaten kann es einen Weg aufzeigen, wie man die anstehenden Aufgaben ohne Belastung der kommunalen Haushalte langfristig bewältigen kann. Edita Augustínová Das DBFO-Modell beruht auf einer rein vertraglichen Beziehung zwischenKommuneund privatemPartner [1]. Die Kommune behält, anders als bei einer Konzession, alle gesetzlich verankerten Rechte und Pflichten und bedient sich zur Aufgabenerfüllung lediglich eines entsprechenden privaten Partners (Fachunternehmen). Der private Partnererhält für die klar beschriebenen Leistungen ein Entgelt. Alle Kosten, aus denen sich das Entgelt zusammensetzt, werden im öffentlichenWettbewerb ermittelt. In denLändern,indenen die Kommunen nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, kann es steuerrechtlichzweckmäßig sein, die Eigenbetriebe zwischenzuschalten. Der wichtigste Punkt beimDBFO-Modell ist die Erhaltung der Gebührenhoheit der Kommune und der Anschlusszwang an die zentral errichtetenAbwasseranlagen. Als Aufgabenträger und Investor beantragt, erhält die Kommune auch alle Fördermittel und Genehmigungen. Bindende EU-Richtlinien Generell sind EU-Richtlinien von EU-Beitrittsländern und auch Beitrittskandidaten in nationales Recht umzusetzen. Dies gilt umso mehr, wenn EU-Fördermittel indas Projekt fließen. Im Bereich der kommunalen Abwasserentsorgung sind vorrangig die Forderungen der Wasserrahmen- und der Kommunalabwasserrichtlinie zu beachten. Da sichdie Abwasserprojekte aus den Abwassergebühren, den einmaligen Kostenbeiträgen undden Fördermitteln refinanzieren und diese grundsätzlich zu den öffentlichen Mitteln zählen, sind immer die Forderungen der EU-Vergaberichtlinie einzuhalten. DieEU-Vergaberichtlinie 2004/18/EG bietet mehrere Verfahren [4]. Bei den Vergabeverfahren ist zu beachten, dass das offene Verfahren den Regelfall darstellt und eine Abweichung davon nur in begründeten Fällenerfolgen kann. Funktionaler Wettbewerb DasDBFO-Modell lässt sichambesten im Rahmeneinesfunktionalen Wettbewerbs realisieren, bei dem man Ideenwettbewerb und Preiswettbewerb miteinander verbindet. Vorhandene Lösungsvorschläge werden im offenen Wettbewerb technisch und preislich nochmals hinterfragt. Den Anbietern wirdesfreigestellt, ob sie die in den Ausschreibungsunterlagen beschriebene technische oder eine alternative eigene Lösungsvariante anbieten. Umdie Angebote vergleichbar und somitbewertbar zu machen, istdie klare Definition von Mindestanforderungen erforderlich. Diese müssen von allen angebotenen Varianten gleichermaßen erfüllt werden. Die Nichterfüllung führtzum Ausschlussdes Angebotes. Der funktionale Wettbewerb lässt sich auf die Kläranlage, aber auch auf das Kanalnetz im definierten Entsorgungsgebiet anwenden. Ziel desfunktionalen Wettbewerbs ist es, die am Markt erhältliche langfristig wirtschaftlichste Gesamtlösung zu finden. Bestbieter istdann dermit demAngebot mit dem niedrigsten Kostenbarwert über die gesamte Vertragslaufzeit 36 UmweltMagazin Juli -August2013

Ausgabenübersicht