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7/8 | 2013

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Kontakt ORGANSCHAFTEN

Kontakt ORGANSCHAFTEN KRdL-Expertenforum Kleine Biomassefeuerungen Inprivaten Haushalten werden kleine Holzfeuerungen immer häufiger als Alternative zu konventionellen, mit fossilen Brennstoffen betriebenen Feuerungsanlagen zur Raumwärmeerzeugung eingesetzt. Die Nutzung von Holz beziehungsweise Biobrennstoffen ist auch hier ein wichtiger Baustein bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien und wird daher von der Bundesregierung gefördert. Allerdings ist der Betrieb solcher Biomasse-Kleinfeuerungsanlagen mit besonderen Umweltrisiken verbunden. Oftmals ist die Verbrennung nicht optimal, sodass Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Geruchsstoffe sowie Ruß-, Teerund Aschepartikel über die Schornsteinabgase in die Umgebung gelangen und in Wohngebieten zu erhöhten Feinstaubbelastungen, Geruchsbelästigungen und Gesundheitsgefährdungen führen können. Um die Luftqualitätssituation hier zu verbessern und allgemein die Emission von Feinstäuben zu verringern, hat der Gesetzgeber im Jahr 2010 die Erste Bundesimmissionsschutzverord- nung (1. BImSchV) verschärft, nach der nun bei Neuanlagen und zeitlich gestaffelt bei bestehenden Anlagen bestimmte Staub-und Kohlenmonoxid- Emissionsgrenzwerte nicht überschritten werden dürfen. Zum Betrieb von Biomasse- Kleinfeuerungsanlagen mit ihren Umwelt- und Sicherheitsaspekten fand Mitte April im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Bonn ein Expertenforum der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN statt. Im diesem Rahmen bestätigte ein Vertreter des Ministeriums, dass neue Trendrechnungen einen stärkeren Anstieg der Feinstaubemissionen aus den Biomasse-Kleinfeuerungen ergaben, und die Verschärfung der 1. BImSchV dringend notwendig war, umdie Luftqualität in Wohngebieten nicht zuverschlechtern. Zur Einhaltung der neuen Grenzwerte wurden auf dem Forum verschiedene Aspekte diskutiert. Unabhängig von den Emissionskonzentrationen sollen die Abgase der Hausheizfeuerungen nicht in den Leewirbel des Gebäudes VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Dirk Franz Franzen Postfach 101139, 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-415 Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu gelangen und damit am eigenen Haus herunter geblasen werden oder auf Nachbarhäuser treffen. Der Schornstein sollte deshalb in Firstnähe und nicht amRand des Gebäudes angeordnet sein. Die Regelungen der 1.BImSchV sind hierzu unzureichend, wie an Windkanalversuchen anschaulich gezeigt werden konnte. Sie sollten im Sinne des Nachbarschaftsschutzes bei einer Überarbeitung der Verordnung dem Stand der Wissenschaft angepasst werden. Neben den Umweltaspekten stellt die Lagerung der Biobrennstoffe, insbesondere von Pellets Bild: VDI/Struschka und deren Zuführung zur Feuerung, besondere Anforderungen an den Betrieb und die Sicherheit, damit durch Nachreaktionen oder durch Rückströmungen keine giftigen Schadgaskonzentrationen imLagerraum auftreten. Nicht zuletzt sind hohe Brandschutzanforderungen an die Feuerungen, anderen Aufstellung und Betrieb zustellen, damit die Wärmeerzeugung sich auf den Feuerraum beschränkt und keine Brandherde entstehen. Fachliche Auskünfte erteilt: Dipl.-Ing. Peter Plegnière unter Tel.: 0211/6214-552 oder plegniere@vdi.de. Arbeitskreise Energie-, Umwelt-, Verfahrenstechnik Obleutetreffen in Düsseldorf Ende April haben sich die Obleute der Arbeitskreise Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik der VDI-Bezirksvereine in Düsseldorf getroffen. ImRahmen der Veranstaltung besichtigten sie die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) in Duisburg –mit einem Anteil von etwa 12Prozent an in Deutschland produzierten Rohstahl ist dieses das zweitgrößte integrierte Hüttenwerk Deutschlands. Die Teilnehmer nutzten hier die Gelegenheit, sich ausführlich über Umweltschutzaspekte und Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten zu informieren. ImAnschluss an die Betriebsbegehung erfolgte die Geschäftssitzung mit Fachvorträgen zuThemen der Energie,- Umwelt,- und Verfahrenstechnik. Nachmittags nahmen die Obleute an einer Betriebsführung durch Bild: Hüttenwerke Krupp Mannesmann die Brauerei Schumacher teil und schlossen den nächsten Tagmit der Besichtigung des Neanderthal Museums inMettmann ab. Das nächste gemeinsame Treffen ist im Oktober 2013 im Saarland geplant. UmweltMagazin Juli -August2013 57

ORGANSCHAFTEN Global Reporting Initiative VNU als Organizational Stakeholder Der VNU ist „Organizational Stakeholder“ bei der Global Reporting Initiative (GRI), deren Ziel es ist, Nachhaltigkeitsberichte zur gängigen Praxis zu machen. Die Organizational Stakeholder bilden dabei den Kern des Netzwerks aus Politik, NGOs, Industrie und Wissenschaft. Bei der GRI-Konferenz 2013 wurde die neueste Version der „Guidelines onSustainability and Reporting“ (G4) vorgestellt. Referenten und Diskussionsteilnehmer hoben die rasant zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeits- Berichterstattung hervor. Als „Organizational Stakeholder“ kann der VNU vielfältigen Nutzen für seine Mitglieder bieten, unter anderem direkte Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten an den GRI- Aktivitäten, Nutzung von Publikationen und Präsentationen, Vergünstigungen bei Schulungsunterlagen und Veranstaltungen. Kontakt VNU Verband für nachhaltiges Umweltmanagement e.V. Geschäftsstelle c/o Annette Hendlinger Am Schellberg 22 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Ankündigung Umwelt-Gutachter-Tag2013 Am24. September 2013 wird der Umwelt-Gutachter-Tagdes VNU inder IHK Düsseldorf stattfinden. Es erwarten Sie Beiträge zum Thema Fracking, zu den Indikatoren für biologische Vielfalt im Rahmen eines Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements, den Erfahrungen mit EMAS Global, vorbereitenden Arbeiten zur Revision EMAS IV sowie über den Stand der Revision der ISO 14001. Weitere Vorträge durch Vertreter des Nachhaltigkeitsrats und der Global Reporting Initiative sind angefragt. Das aktuelle Programm sowie die Anmeldeunterlagen finden Sie auf der Homepage des VNU. Know-how auf hohem Niveau EMAS-Konferenz Der vom VNU gegründete EMAS Club Europe lädt am9.Oktober 2013 zur EMAS-Konferenz nach Mainz ein. Die Veranstaltung wird beim dort ansässigen Familienunternehmen Werner &Mertz, das unter anderem durch die Marke Frosch bekannt ist, stattfinden. In diesem Jahr feiert esseine zehnjährige EMAS-Registrierung. Auf dem Programm stehen Beiträge von Rolf-Jan Hoeve, Europäische Kommission, und einem Teilnehmer der Arbeitsgruppe EMAS-Revision des Umweltgutachter- ausschusses sowie Erfahrungsberichte einer Regionalgruppe des EMAS Club Europe und ein Bericht zu EMAS Global. Am Nachmittag werden die Teilnehmer in Workshops über die Synergien von EMAS und Nachhaltigkeit sowie über die umweltrelevanten Einflussfaktoren in der Lieferkette diskutieren. Praxisbeispiele aus großen und kleinen Unternehmen runden das Angebot ab. Am nächsten Taghaben die Teilnehmer die Möglichkeit, das Werk von Werner &Mertz zu besichtigen. Termine2013 7 19. September: EMS Working Group, Brüssel/Belgien 7 24. September: VNU-Umwelt- Gutachter-Tag, Düsseldorf 7 2. Oktober: VNU-Fachausschuss Nachhaltigkeitsmanagement, Erlangen 7 9. Oktober: VNU-EMAS-Konferenz, Mainz VNU-Mitglieder Kurz vorgestellt Seit März vergangenen Jahres ist Anika Thyes Ansprechpartnerin für die VNU-Mitgliedschaft der LWL-Klinik Lengerich. Als Umweltmanagement- und Betriebsbeauftragte für Abfall führte Thyes die LWL-Klinik Lengerich 2011 erfolgreich zur EMAS-Validierung. Auch das Gefahrstoffmanagement, indem sie derzeitig ausgebildet wird, gehört zukünftig zu ihrem Aufgabenbereich. Neben der Umsetzung und Aufrechterhaltung der EMAS-Anforderungen, engagiert sie sich vor allem für die umwelt- Anika Thyes schutzorientierte Mitarbeiterbeteiligung, die Verknüpfung des betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutzes sowie für den Erhalt und die Nutzung der klinikeigenen Streuobstwiesen, die auf ökologischen Landbau umgestellt werden sollen. 58 UmweltMagazin Juli -August2013

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