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7/8 | 2013

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VBU-Mitgliederversammlung 2013 Bilanzierung und Aussicht Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Das Schloss der Grafen Faber-Castell in Stein bei Nürnberg war am 11. Juni gemeinsamer Tagungsort von B.A.U.M und VBU. Bild: Press-office.fc.de Die VBU-Mitgliederversammlung fand im 25. Jahr nach der Verbandsgründung zeitgleich mit der B.A.U.M.-Jahrestagung imSchloss der Grafen Faber-Castell in Stein bei Nürnberg statt. Die zeitund ortsnahe Organisation der beiden Veranstaltungen sollte auch zeigen, dass Beauftragten- und Unternehmensinteressen aneiner Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes keine Gegensätze bilden, sondern inder Zielrichtung übereinstimmen, was sowohl ein Rückblick auf die Entwicklung in den 25 Jahren seit der Verbandsgründung als auch der Ausblick zeigt. Die Lösung drängender Zukunftsfragen, zu denen der Klimawandel ebenso gehört wie die Diskussion um Mikroverunreinigungen in Luft, Wasser und Boden, sollen weiterhin Maßstab und Ziel der betrieblichen Beauftragten und ihres Berufsverbandes sein. ImSinne von Nachhaltigkeit ihrer Aufgabenerledigung steht hier nicht die Nutzung von Ressourcen zum privaten Vorteil im Vordergrund, sondern größtmöglicher Schutz im besonderen Interesse. Indiesem Sinne hat sich das gesetzliche Beauftragtenwesen bewährt und findet auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Interesse und Anerkennung. Dieser Erfolg ist für den VBU Ansporn und Verpflichtung, auch die Aufgaben seiner Interessenvertretung inden nächsten 25Jahren seines Bestehens erfolgreich zu meistern. Als Ziele dafür nannte VBU-Geschäftsführer Jörg ten Eicken die immer noch ausstehende einheitliche Kodifizierung des Umweltrechtes in einem Umweltgesetzbuch, die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren und den Ausbau von Privilegien von auditierten und zertifizierten Standorten mit einer besseren Einbindung der Beauftragten. Dafür hatte der Verband auf seiner Mitgliederversammlung im Oktober 2012 eine Mitwirkungsmöglichkeit für alle eröffnet, die technische Beauftragtenaufgaben im Betrieb wahrnehmen. Damit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass sich Aufgabengebiete wie Umwelt- und Arbeitsschutz sowie von Gefahrstoff- und Gefahrgutwesen nicht voneinander trennen lassen und sich inder Praxis Überschneidungen ergeben. Die Interessen der betroffenen Beauftragten aneiner möglichst unabhängigen Wahrnehmung ihrer Aufgaben sind dort für alle gleich und werden auch über den Bereich von Abfall-, Immissions- und Gewässerschutz hinaus gefordert. In diesem Sinne kann der VBU nun nach erfolgter Satzungsänderung im Vereinsregister für alle technischen Betriebsbeauftragten eintreten. Düsseldorf Treffen der Regionalgruppe Niederrhein und der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen Mitte Juni fand das gemeinsame Treffen der Regionalgruppe Niederrhein und der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen in der IHK Düsseldorf statt. Dr. Horst Büther von der Bezirksregierung Köln stellte hier die rechtlichen Grundlagen zur Umsetzung der Industrie-Emissionen-Richtlinie IED (Industrial Emissions Directive) vor. Ersprach ihre Auswirkungen auf Genehmigungen, Anlagenüberwachungen und Veröffentlichungspflichten sowie die künftige Durchführung von Umweltinspektionen an. Zur Einführung der Best Verfügbaren Techniken (BVT) müssen die in den teils noch zu erstellenden, Merkblättern aufgeführten, anlagenbezogenen Grenzwertbereiche der BVT-Schlussfolgerungen innerhalb von vier Jahren in den betrieblichen Alltag umgesetzt werden. Bernhard Gillner von der AluNorf GmbH aus Neuss, stellte imAnschluss dar, was aus seiner Sicht bei der Umsetzung der IED-Vorschrift inder betrieblichen Praxis auf die Anlagenbetreiber zukommen wird. Er warf viele offene Fragen auf, die vor allem Großunternehmen vor große Probleme stellt. Ineinem Bericht über Verlauf und Ergebnisse der diesjährigen Mitgliederversammlung, die kurz zuvor stattgefunden hatte, informierte Georg Janssen anschließend die Teilnehmer über den Vorstandsbericht, den Haushaltsplan und die Neuwahl der Kassenprüfer. UmweltMagazin Juli -August2013 59

ORGANSCHAFTEN Integrative Managementsysteme effizient gestalten Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) Rolf Henning August-Schanz-Str. 21 A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-170 Fax: 069/95424-296 rh@dgq.de www.dgq.de Jedes Unternehmen verfügt über ein Managementsystem –die aufeinander abgestimmte Gesamtheit aller Funktionen der Führungskräfte. Viele erfüllen jedoch die in der Praxis gestellten Anforderungen nicht. Wie die Integration eines integrativen Systems erfolgreich gestaltet werden kann, ist Gegenstand eines neuen DGQ-Seminars. Die meisten Unternehmen führen als erstes Managementsystem eines für Qualität gemäß DIN EN ISO 9001 oder Branchenvarianten ein. Häufig steht dahinter die Forderung der B2B-Kunden oder der eigene Wunsch nach Prozessverbesserung. Das Qualitätsmanagementsystem bietet die beste Grundlage, um die wertschöpfenden Prozesse im Unternehmen zu identifizieren und effizient zu gestalten, und somit die existenzielle Basis zu sichern. Zunehmend gewinnen auch normenbasierte Managementsysteme für Umwelt, Energie und Arbeitsschutz, Informationssicherheit, Risiken oder ComplianceanBedeutung. Auch die gesetzliche Kopplung von Steuererleichterungen an nachgewiesene Energiemanagementsysteme oder die mittlerweile übliche Forderung im B2B-Bereich der Automobilindustrie nach einem Umweltmanagementsystem sprechen hier für sich. Anforderungen anein Managementsystem Ein Managementsystem soll Energieintensive Unternehmen sind seit diesem Jahr zur Einführung von Energiemanagementsystemen verpflichtet, um weiterhin vom Spitzenausgleich profitieren zukönnen. Im Bild „Simatic WinCC/B.Data“ der Siemens-Division Industry Automation. den Fokus von Führungskräften und Mitarbeitern auf einganz bestimmtes Verbesserungspotenzial im Unternehmenlenken. Daher sollte Führungskräften die strategische Wirkung der Normenanwendung und zusätzliche Belastungen durch mehrere Fachausprägungen bewusst sein. Systemmanager –inder Regel die Qualitätsmanager – haben die Aufgabe, die Anforderungen von manchmal bis zu fünf Normen für diverse Arbeitsbereiche und Standorte zu koordinieren. „Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, diese zum Teil unterschiedlichen Normenanforderungen über ein integratives Managementsystem umzusetzen“, so Torsten Klanitz, Produktmanager der DGQ. Denn die Praxis spiegele oftmals Parallel- oder Doppelsysteme wider. Das liege wiederum in einer dezentralen Verantwortungsstreuung und ineffizienten Teamführung begründet. Und diese gelte es, inden Griff zu bekommen, so Klanitz weiter. Die Konzentration auf eine Managementsystematik bündele zahlreiche Synergien. So lasse ein Blick auf die unterschiedlichen normativen Standards schnell gemeinsame Strukturmerkmale erkennen. Dazu gehört die Verantwortung der Leitung für eine geeignete Aufbau- und Ablauforganisation, um die Ziele des Unternehmens erreichen zu können. Weitere gleichartige Elemente sind Audits, Dokumentations- und Kommunikationsstrukturen. Im besten Fall ist die Struktur des Managementsystems so gut, dass bei einem neuen Fokus Umwelt sofort klar ist, wie sich Umweltaspekteoder rechtlichePflichten in die Unternehmensprozesse einbauen lassen. Integration der Managementsysteme „Die Möglichkeiten der Integration verschiedener Managementsysteme hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, etwa hinsichtlich des Umfangs und der Flexibilität der Prozesse“, so DGQ-Trainer Jochen Muskalla. Vor allem bei der Unternehmensgröße könne es keine Patentlösung geben: „Die Interessenlage in einem mittelständischen Unternehmen ist anders als die ineinem Großkonzern und andersals in einemIngenieurbüro“, so Muskalla. Deshalb sei es eine zentrale Tätigkeit von Qualitätsfach-und -führungskräften sowie verwandten Funktionsträgern, eine passende Lösung für das Unternehmen zuentwickeln. Wie eine Integration erfolgreich gestaltet werden kann, ist Gegenstand des neuenDGQ-Seminars „Integrative Managementsysteme“ am 8. und 9. Oktober 2013 in Oberursel. Weitere Information erteilt DGQ-Produktmanager Torsten Klanitz, Tel.: 069/95424-189, tk@dgq.de oder unter www.dgq.de/go/QMX. Bild: Siemens 60 UmweltMagazin Juli -August2013

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