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7/8 | 2014

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TECHNIK UND MANAGEMENT

TECHNIK UND MANAGEMENT Wasser/Abwasser lische Leistung, auch wenn die Durchlässigkeit von Deck- und Tragschichten im Lauf der Zeit durch Verschmutzung abnehmen. Die Deckschicht, bestehend aus Stein, Fugeund Bettung muss dabei unbedingt nach den Bedingungen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ)ausgeführtwerden.Alle zehn Jahre ist dann, auch das steht in der Zulassung, ein Nachweis über die Funktionstüchtigkeitzuführen. Siedlungs- und Verkehrsfläche Reinigungsleistung im Vergleich zu bewachsenem Oberboden Soll Niederschlagswasser von Verkehrsflächen>300Pkw/Tag in Oberflächengewässer oder Grundwasser gelangen, sind gemäß den Handlungsempfehlungen der DWA zum Umgang mit Regenwasser [2] Maßnahmen zur Reinigung nach dem Stand der Technik notwendig. „Da die belebte Bodenzone nicht näher definiertist,lassen sichAnforderungen anden Stoffrückhalt nur schwer formulieren“, sagt Professor Carsten Dierkes von der FH Frankfurt am Main, Fachgebiet Siedungswasserwirtschaft. „Für wasserdurchlässigeFlächenbeläge existiert die Möglichkeit einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ) des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) inBerlin.“ Um eine wasserrechtliche Erlaubnis zurEinleitung zu erhalten, muss einEignungsnachweis des geplanten Verfahrens der zuständigenBehörde vorgelegt werden. Anlagen zur Reinigung des Oberflächenabflusses benötigen aus wasserrechtlicher Sicht einen Verwendbarkeitsnachweis wie die abZ. Sie beschreibt die Eignung eines Produkts oderSystems und dessen Voraussetzun- Um durchschnittlich 74 Hektar pro Tag hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2012 zugenommen. Die Fläche hat sich damit langsamer ausgedehnt als im Zeitraum 2008 bis 2011, in dem die tägliche Zunahme noch 81 Hektar betrug. Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist es, die Ausbreitung neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen bis 2020 auf 30Hektar pro Tagzureduzieren. Siedlungs- und Verkehrsfläche darf nicht mit versiegelter Fläche gleichgesetzt werden: So haben zum Beispiel Erholungsflächen, insbesondere Grünanlagen und Sportflächen, derzeit einen Anteil von 8,6 Prozent ander Siedlungs- und Verkehrsfläche. Diese Erholungsflächen tragen in den Jahren 2009 bis 2012 in großem Umfang (+ 25 Hektar pro Tag) zum Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche bei. Neben der Siedlungs- und Verkehrsfläche, die 13,5 Prozent der Fläche Deutschlands einnimmt, beträgt zum Beispiel der Anteil der Landwirtschaftsfläche 52,2 und der Anteil der Waldfläche 30,2 Prozent. gen, wie auch dafür erforderliche Wartungsintervalle. Neu ist, dass die Deckschicht eines Pflastersystems die Reinigungsleistung übernimmt. Damit eignet sich diese Technik für die Versickerung vonbelastetem Oberflächenabfluss bei Verkehrsflächen wie Wohn- und Erschließungsstraßen, Parkplätzen, öffentlichen Plätzen mit Kfz-Verkehr und vieles andere mehr. Wer glaubt, die Reinigungsleistung einer bewachsenen Bodenschicht würde damit nicht erreicht, muss bedenken, dass die geprüften Pflastersysteme aufgrund der klaren und anspruchsvollen Prüfvorgaben und der gleichbleibenden Materialqualität im Vorteilsind gegenüber natürlichemBoden mit wechselnder Zusammensetzung. Erst bei wenig durchlässiger Beschaffenheit erreicht Oberboden sein Optimum an Reinigung. Gut durchlässiger Bodenhingegenlässtein relativ geringes Reinigungspotenzial vermuten. Hierzu wird selten ein Nachweis geführt, derAustausch desMaterials nach Jahrzehnten sogut wie nicht erwogen. Bei einem Pflastersystem wäre, falls überhaupterforderlich, Ausbau,Entsorgung und Einbau unkompliziert. Wirtschaftlichkeit und Sparpotenziale Vergleichbare Funktionalität vorausgesetzt, sindinder Regelwirtschaftliche Gründe ausschlaggebend für die Entscheidung zwischenverschiedenen Systemen. Dabei müssen jedoch nicht nur die einmaligen Investitionskosten, sondern auchdie langfristigen Betriebskosten, zum Beispiel durch notwendige Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist es, die Ausbreitung neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Quelle: Statistisches Bundesamt 2013 Literatur [1] FGSV MVV R2, Merkblatt für Versickerungsfähige Verkehrsflächen, Hrsg.: Kommission Kommunale Straßen, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V.,FGSV Verlag. Köln, 2013 [2] Merkblatt DWA-M 153, Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser. Hrsg.: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Hennef, 2007 [3] Grund: Wasser. Das Themenmagazin für umweltbewusste Planer, Bauherren und Investoren. Dezentrale Regenwasserversickerung mit Grundwasserschutz. 2014. www.ecosave-protect.de 34 UmweltMagazin Juli -August2014

Wartungsarbeiten, mit einkalkuliert werden. Dazu wurde von der Arcadis Deutschland GmbH eine Studie durchgeführt, in der die Wirtschaftlichkeit verschiedener in Deutschland häufig angewendeter Entwässerungs- und Behandlungsverfahren verglichen wurde. DieUntersuchung geht voneinemMusterparkplatz mit 107 Stellflächen bei etwa 2400 m² Gesamtfläche aus. Die verschiedenen Varianten wurden bemessen, die Investitionsund Betriebskosten ermittelt und der Projektkostenbarwert für einenBetrachtungszeitraum von 50, 25 und zehn Jahren berechnet. Bei der Gesamtwirtschaftlichkeit schneiden die Flächenbeläge am bestenab, da keine weiteren Investitionen zur Entwässerung und Niederschlagswasserbehandlung mehr erforderlich sind. Auch sinddie Betriebskosten im Vergleich relativ gering. Beihohen Gebühren,mit denen inZukunft zurechnen ist, wird das Ableiten inein öffentliches Kanalnetz langfristig etwa 25 Prozentteurer sein als die Flächenversickerung. Die Projektkostenbarwerte der Varianten „Mulden-Rigolen“ sowie „Schacht und Filterrinne“ liegen laut Studie um 14 bis 30Prozent höher[3]. Grundwasser zu gewährleisten. Allgemeine bauaufsichtlicheZulassungen, einzusehen auf www.ecosave-protect. de, sichern Planer und Bauherren haftungsrechtlich ab. Im Kostenvergleich zu anderen Entwässerungsvarianten mit vergleichbaren Funktionen schneiden das Regenwasser behandelnde Pflastersysteme bestens ab,was zu ihrer schnellenVerbreitung beitragen dürfte. Auf diesem Weg ist das ehrgeizige Ziel Legen Sie die Verantwortung für Wasser in unsere Hände. derBundesregierung,bis zumJahr 2020 die tägliche Zunahme des Flächenverbrauchs in Deutschland zuhalbieren, vermutlich nochzuschaffen. Klaus W. König, ö.b.u.v. Sachverständiger für die Bewirtschaftung und Nutzung von Regenwasser, Überlingen, mail@klauswkoenig.com Evides Verantwortung für Wasser Fazit Halb so viel versiegeln als bisherist erreichbar mit dem konsequentem Anwenden der novellierten, technischenRegel FGSVMVV R2. Material und Bauweise sind vorhanden beziehungsweise bekannt und mit Systemen wie Ecosave protect bereits im Einsatz.Die hydraulische Sicherheit für eine vollständige Versickerung des Niederschlags, auch bei Starkregenereignissen, ist gegeben. Das Wasserhaushaltsgesetz 2009 zwingt uns darüber hinaus, den Stand der Technik anzuwenden, um denSchutz der Gewässer einschließlich Vertrauen Sie auf unser Wissen. Evides Industriewasser Postfach 101423 ·D-42014 Wuppertal Tel. +49 (0)202 5146818 ·E-Mail sales@evides.de www.evides.de Wirberaten Sie undentwickeln spezifischeLösungen für Ihren Bedarf. Jährlich 12Millionen m 3 VE-Wasser, 6,1 Millionen m 3 gereinigtes Abwasser zur Wiederverwendung, Abwässer von 1,7 Millionen Haushalten und über 170 Industriebetrieben –unsere Erfahrungen sind vielfältig, unsere Kompetenz ist groß. Sorgen Sie sich etwa noch selbst um Ihr Wasser? Dabei rechnet sich das Outsourcing für Sie: Über langfristige DBFO-Verträge (Design, Build, Finance & Operate) realisieren wir auf Ihren Bedarf zugeschnittene Anlagen zu günstigen Konditionen und zur Steigerung Ihrer Effizienz. Ob Bereitstellung von Prozess- und VE-Wasser inden unterschiedlichsten Qualitäten, Abwasseraufbereitung oder Abwasserwiederverwendung–wir sind Ihrvertrauensvoller Partner. UmweltMagazin Juli -August2014

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