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7/8 | 2014

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NACHRICHTEN ZVEI Besser

NACHRICHTEN ZVEI Besser Energie speichern als verschenken Indeutschen Haushalten können mehr als 6,5 Millionen verfügbare Speicher genutzt werden, um Strom aus Erneuerbaren Energien zu speichern. Das hat eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) in Kassel ergeben. Nutzt man dieses Potenzial, können Verbraucher bei geeigneter Anpassung der Tarife Stromkosten sparen. Für die Studie wurden die Potenziale verschiedener Speicherheizungen und Warmwasserspeicher untersucht. Das Ergebnis: Das IBP ermittelt für diese ein theoretisches Speicherpotenzial von rund 31 TWh und eine verfügbare Leistung von rund 38 GW im Jahr Newsletter-Abonnement 2050. Im Jahr 2020 stünden demnach bereits 21TWh Speicherpotenzial und eine Leistung von rund 28 GW zur Verfügung. Dies entspricht 70 Kohlekraftwerken der 400 Megawatt- Klasse. Die auf diese Weise gespeicherte Energie kann bei Bedarf in Form von Raumwärme und Warmwasser genutzt werden. Mittels thermischer Speicher kann die vorhandene Stromnachfrage in Zeiten hoher Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren verlegt werden. Das Zusammenwirken von Strom und Wärme unterstützt somit die Integration dieser Energiequellen in die Versorgung und entlastet gleichzeitig das Strom- Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie jeden Donnerstag aktuelle Informationen rund um das Thema Umwelttechnik. Abonnieren Sie ihn unter www.umweltmagazin.de/umwelt/newsletter.php. netz. Damit diese Vorteile und Potenziale genutzt werden können, müssen die thermischen Speicher flexibel ansteuerbar sein. Technische Lösungen stehen auf Seiten der Hersteller bereit beziehungsweise können durch den Einbau von geeigneten Steuerungseinheiten nachgerüstet werden. Die Studie empfiehlt, künftig alle elektrisch betriebenen Wärmeerzeuger wie Wärmepumpen, Speicherheizungen und auch Direktheizungen inein Lastmanagement zu integrieren. Durch häuser- oder straßenweise Bündelung entstehen größere und wirtschaftlich attraktivere Einheiten. Ein solches Pooling eröffnet Energieversorgungsunternehmen Möglichkeiten, neue Energiedienstleistungen anzubieten. www.zvei.org Uwe Schlick/Pixelio Wirtschaftsticker >>> Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie will sich künftig gezielt um die wachsende Nachfrage nach effizienten energieund damit kostensparenden Beleuchtungslösungen kümmern und beteiligt sich über seine Tochtergesellschaft MVV Enamic mit 26 Prozent andem Luxemburger Lichtspezialisten luminatis. Beide Gesellschaften haben das Produkt „Smart-Light-Efficiency“ entwickelt und umgesetzt. www.mvv-energie.de >>> RBI Solar erwirbt die Renusol GmbH, einen Spezialisten für PV Befestigungsmaterial für private und gewerbliche Projekte inEuropa und den USA. Der Kauf beinhaltet die amerikanische Niederlassung Renusol America, welche zu100 Prozent der Renusol GmbH gehört. Mit dem Kauf setzt RBI seine strategische Ausrichtung auf die Entwicklung von Solar-Anwendungen und technischen Lösungen fort, um auf nationaler und internationaler Ebene Marktanforderungen und Bedürfnissen gerecht zuwerden. www.rbisolar.com >>> Zum vierten Mal in Folge konnte die GKD – Gebr. Kufferath AG aus Düren einen auf hohem Niveau stabilen Konzernumsatz erzielen. Mit einem Umsatz von 69,8 Millionen Euro im Jahr 2013 knüpfte die inhabergeführte, nicht börsennotierte Aktiengesellschaft damit an die positive Entwicklung der Vorjahre an. Mit Investitionen in Höhe von 3,8 Millionen Euro schrieb sie die Einführung neuester Fabrikationstechnologien fort. www.gkd.de >>> Das Multitechnologieunternehmen 3M aus Neuss bei Düsseldorf hat im vergangenen Jahr gut 37 Prozent seines Wasserverbrauchs wiederaufbereitet, rund 45 Millionen Euro gespendet und weltweit über 10 000 neue Mitarbeiter eingestellt.Dies hat das Unternehmen kürzlich in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert. www.3M.de 8 UmweltMagazin Juli -August2014

Köpfe Der bisherige Technische Geschäftsführer der MVV Umwelt GmbH, Dr. Hansjörg Roll, wird zum 1. Januar 2015 neuer Technikvorstand der MVV Energie AG. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) hat den Unternehmer Dirk Westerheide (54) aus Potsdam zum neuen Präsidenten des GKV gewählt. Die ALBA SE, Köln, hat Patricia Hauswald (41), Steuerberaterin aus Berlin, als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. Die Aktionäre stimmten einem entsprechenden Vorschlag des Verwaltungsrates zu. Die Amtszeit von Patricia Hauswald endet spätestens am 27. Mai 2017. Der Vizechef der Endress+Hauser Gruppe Michael Ziesemer (63) wurde Ende Juni dieses Jahres an die Spitze des deutschen Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) gewählt. Messe Erste IFAT Eurasia inAnkara Die erste Ausgabe der IFAT Eurasia findet vom 16. bis 18. April 2015 auf dem Gelände des Congresium International Convention &Exhibition Centre (CICEC) in Ankara statt. Durchgeführt wird die Veranstaltung von der neuen türkischen Tochtergesellschaft der Messe München, MMI Eurasia. Gerhard Gerritzen, stellvertretender Geschäftsführer der Messe München, erklärte, dass man sich wegen der zentralen Lage und der Verzahnung mit der Politik bewusst für Ankara als Standort entschieden habe. Umweltmärkte seien allgemein stark Die erste Ausgabe der IFAT Eurasia findet im nächsten Jahr inAnkara statt. an die jeweilige Regierung gekoppelt. Als Hauptstadt und politisches Zentrum der Türkei liegen inAnkara vor allem die Steuerung und Implementierung von modernen Umweltthemenund aus neuen Gesetzesentwürfen resultiere anschließend der technologische Bedarf. Neben der Regierung haben in Ankara auch zahlreiche Verbände, Bildungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen ihren Sitz. Die IFAT Eurasia ist die jüngste IFAT-Tochter und eine neue Umwelttechnologiemesse für den eurasischen Markt. Für die Premierenausgabe der Veranstaltung rechnen die Organisatoren –die Messe München und deren Tochtergesellschaft MMI Eurasia –mit 200 Ausstellern, 12000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 7000 Besuchern. www.ifat-eurasia.com Bild: Bjørn Christian Tørrissen Emissionshandel Deutschland dringt auf schärfere Reform Die Bundesregierung begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission zur raschen und nachhaltigen Reform des EU-Emissionshandels, dringt aber auf weitergehende Verbesserungen. Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Marktstabilitätsreserve nicht erst 2020 eingeführt werden, sondern noch in dieser Legislaturperiode. Zudem sollen die 900 Millionen Zertifikate, die nach dem Vorschlag der Kommission durch das „Backloading“ vom Markt genommen werden sollen, direkt in die Markstabilitätsreserve überführt werden. Darüber hinaus will die Bundesregierung sicherstellen, dass eine Standortverlagerung von Unternehmen aufgrund von Klimaschutzgründen (Carbon Leakage) nicht stattfindet. Deutschland gehe mit dieser Stellungnahme zum Kommissionsvorschlag innerhalb der EU voran und stelle damit erneut seine Führungsrolle in der Klimaschutzpolitik unter Beweis, betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Mit dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 werde darüberhinaus sichergestellt, dass die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. www.bmub.bund.de UmweltMagazin Juli -August2014 9

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