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9 | 2012

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Special Erneuerbare

Special Erneuerbare Energien Bild: BMU/Thorsten Falk Offshore-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland Die Windenergie, insbesondere Offshore, ist einer der zentralen Bausteine der Energiewende und der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Die politischen Ziele für den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland sind ambitioniert – bis 2020 sollen 10 Gigawatt (GW), bis 2030 sogar 25GW installierte Leistung errichtet sein. Die Offshore-Windenergie stellt damit einen der amstärksten wachsenden Märkte in Deutschland dar. Doch werden alle der derzeit rund 30 genehmigten Offshore-Windparks tatsächlich realisiert? Meldungen über verzögerte oder auf Eis gelegte Projekte häufen sich momentan und lassen die Frage aufkommen, wie der weitere Ausbau voranschreiten wird. Dirk Briese Die Errichtung von Offshore-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee stellt die Projektentwickler vor schwierige Aufgaben. Zum einen müssendie Parksineinerhohen Entfernung zurKüste –bis zu 200 Kilometern–und zumanderenauchingroßenWassertiefen –bis zu 50 Metern –errichtet werden. Dies bedeutetnicht nur einenaufwändigen und teuren Transport, sondern erschwertauchdie Errichtung der Fundamente. Unter diesen speziellen Voraussetzungen wird Neuland betreten, denn die Erkenntnisse und Erfahrungen, die beim Offshore-Ausbau in anderen europäischen Ländern bereits gesammelt wurden, sind kaum auf Deutschland übertragbar. Hohe Anforderungen an die Marktteilnehmer Der am stärkstendiskutierteAspekt ist derzeitder Netzanschluss und die bisher noch nicht endgültig geklärten Haftungsfragen bei Verzögerungen und Ausfällen. Bereits im Herbst 2011 gabder für den Netzausbau in der deutschen Nordsee zuständige Netzbetreiber TenneTbekannt, dass es einenpersonellen, materiellen und finanziellen Engpass geben werde. Nach und nach wurden einzelne Marktteilnehmer (unter anderem Projektentwickler, große Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerkeverbünde) darüber informiert, dass sich der Netzanschluss des jeweiligen Parks verzögere. Auch die von TenneT ausgesprochenen „unbedingten Netzanschlusszusagen“ reichen nur etwa bisins Jahr 2016 und zumTeilsind diese Parks trotzdem von Verzögerungenbetroffen.Damit steigt dieRelevanz dieser Thematik für Parks, dieerstnach diesem Zeitpunkt realisiert werden sollen, denn die unbedingte Netzanschlusszusage istinder Regeleine Voraussetzung für die Finanzierung eines solchenMilliarden-Projekts. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für den Projektentwickler die Beschaffung von Fremdkapital durch die Netzanschluss-Thematik deutlich er- 14 UmweltMagazin September 2012

Forschung und Entwicklung Engineering schwert wird. Durch die von Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium Anfang Juli vorgelegten Eckpunkte zur Regelung der Haftungsfrage scheint dessen Lösung greifbar.Eine Verabschiedung noch in diesem Jahr – später als von der Branche gefordert –lässt einen positiven Effekt auf denweiterenAusbau erwarten. Neben diesen genannten größten Herausforderungen für die Realisierung von Offshore-Windparks inDeutschland bestehenweitere,die zum Teil auch durch die bereits genannten bedingt werden. Als Beispiele sind Fragen des Naturschutzes im Wattenmeer und des Schallschutzes beim Rammen der Fundamente oder auch technische Fragen bei Gründungsstrukturen zu nennen. Projektentw./ -planung Finanzierung/ Versicherung Grafik 1: Wertschöpfungskette Anlagenfertigung Case-, Referenz-, und Worst-Case-Szenario. Diesen werden unterschiedliche Prämissen zugrunde gelegt. Das Best- Case-Szenario, in dem aktuelle Herausforderungen zeitnah bewältigt werden, zeigt eine ambitionierte Entwicklung des Zubaus, sodass bis 2020 über 9GW Transport/ Montage Netzanbindung O&M Rückbau/ Repowering installierte Leistung erreicht werden. Im Referenzszenario – der am wahrscheinlichsteneintretendenSituation – ist in2020 mit einer installierten Leistung von7,2 GW in derdeutschenNordund Ostsee zu rechnen. Eine Prämisse dieser Berechnung ist unter anderem, Projektgenaue Prognose zum Ausbau Dieinden letztenJahren veröffentlichten Prognosen zum Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland [1,2] erwiesen sich als zu optimistisch. Um zu einer realistischen Einschätzung zu kommen, betrachtetwind:research laufend den Status der einzelnen Offshore-Windparkprojekte und erstellt anhand dessen eine projektgenaue Prognose zum Ausbau der Offshore-Windenergie (Hochlaufkurven). Basis für diese Prognose bildet eine Datenbank, in derüber 900Offshore- Windparks weltweit erfasst und anhand vonrund 330Kriterien bewertet werden. Die Kriterien der Projektdatenbank sind nach der Wertschöpfungskette gegliedert (sieheGrafik 1). Über diese Kriterien und deren Gewichtung wird ein Score für jedes einzelne Projekt ermittelt, aus dem ein Ranking mit der Umsetzungsreihenfolge resultiert. Dabei werden verschiedene Szenarien für die zukünftige Entwicklung erstellt: Best- unsere besten ideen sind für den müll. CURRENTA–der Maßstab für modernes Abfallmanagement. Direkt am Rhein zwischen Leverkusen und Krefeld-Uerdingen befinden sich drei der fortschrittlichsten Entsorgungsstandorte Europas, dieKommunen und Industriebetriebe ausganz Deutschland nutzen. Hier verwerten und entsorgen wir Sonderabfälle jeglicher Art sicher und umweltgerecht ineigenen Anlagen. Für komplexe Verbundwerkstoffe wie Platinen oder moderne Batterien haben wir eine thermische Vorbehandlung zur effizienteren Rückgewinnung der Metalle entwickelt. Undnatürlich bieten wir unseren Kunden auch Einzeloder Gesamtlösungen für ihreEntsorgungsprobleme an. Wenn Sie jetzt mehr als eine Idee davon bekommen wollen, sprechen Sie Michael Mross an. Tel+49 2133 5121156 oder michael.mross@currenta.de Currenta GmbH &Co. OHG CHEMPARK 51368 Leverkusen www.currenta.com Ein Unternehmen von Bayer und LANXESS UmweltMagazin September 2012 15

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