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9 | 2012

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Special Erneuerbare

Special Erneuerbare Energien Grafik 2: Ausbau der Offshore-Windenergie inDeutschland Grafiken (2): wind:research zum einen die Reduzierung von teuren Zwischenlösungen (insbesondereinder Logistik) durch ausgereifte Konzepte und standardisierteVerfahrenund zum anderen Materialeinsparungen in der Anlagenfertigung. dass noch indiesem Jahr die Haftungsfrage für Verzögerungen beim Bau des Netzanschlusses sowie für Leitungsschädengeklärtwird. Treten die für das Referenzszenario definiertenPrämissen überwiegend nicht ein, kommt es zum Worst-Case: Lediglich diejenigen Offshore-Windparks werden tatsächlich realisiert, die sich aktuell in Bau befinden. Unterder Annahme einerstark gebremsten Entwicklung aufgrund weiterer Verzögerungen werden zwar bis zum Jahr 2016 Offshore-Windparks errichtet, sodass die installierte Leistung auf 2,7 GW ansteigt, die Entwicklung nachdiesem Jahr istjedochunklar.Die Entwicklung in dendreigenanntenSzenarien imVergleich ist inGrafik 2dargestellt und zeigt, in welchem Umfang sie jeweils vom politischen Ziel abweichen. Literatur [1] dena-Netzstudie I:Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie inDeutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020, 2005, www.dena.de [2] BMU-Leitstudie: „Ausbaustrategie Erneuerbare Energien –Aktualisierung und Neubewertung bis zu den Jahren 2020 und 2030 mit Ausblick bis 2050“, 2007, www.bmu.de Bisherige Entwicklung und weitere Herausforderungen In denvergangenenMonaten wurden bereits ersteSchritte getan, die sichpositiv auf den weiterenAusbauauswirkten und weiter auswirken. So wurde beispielsweise im Frühjahr 2012 die Seeanlagenverordnung novelliert, wodurch eine Bündelung der Kompetenzen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erfolgt und Genehmigungen daher schneller und einfacher ausgesprochen werden können. Auch im technischen Bereich gab es viele Fortschritte, sodass etwa verschiedene Hersteller bereits Windenergieanlagenmit einerNennleistung von 5 MW und mehr standardisiert produzieren. Weiterhin wurden die Ergebnisse des ersten Offshore-Windparks in Deutschland Alpha Ventus bekanntgegeben. Dies zeigt, dass höhere Volllaststunden zuerreichen sind, als man zuvorerwartethatte und die Windkraft auf demMeer ertragsstarkist. Trotzdem liegt noch ein weiter Weg vor der gesamten Branche. Von großer Bedeutung werden in dennächstenMonaten und Jahren Kostensenkungen sein, damit die Offshore-Windenergie sowohl im Wettbewerb der Erneuerbaren Energien als auch inder politischen Diskussion über die Kosten der Energiewende bestehen kann. Kostensenkungspotenziale bestehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die beiden wichtigsten Ansätze sind Fazit und Ausblick Wie eingangs bereits erläutert, ist der Erfahrungsschatz,auf den bei derRealisierung vonOffshore-Windparksinder deutschen Nord- und Ostsee zurückgegriffen werden kann, bisher noch gering. Durch die starke Vernetzung der Branche verläuft die Lernkurve jedoch vergleichsweise steil. Zusätzliche Kapazitäten für Produktion, Umschlag, Transport und Installation der Offshore-Windenergieanlagen werden derzeit ineinem hohen Tempo auf- und ausgebaut und die bestehende Konkurrenz zwischen den Unternehmen und den Hafenstandorten wirkt dabei belebendauf die weitere Entwicklung. Die Betrachtung der drei Szenarien zum Ausbau der Offshore-Windenergie zeigt, dass das politische Ziel im Best- Case-Szenario beinahe erreicht, während es im Worst-Case-Szenario um mehr als 70 Prozent verfehlt wird. Allerdings ist die Eintrittswahrscheinlichkeit der Annahmen imReferenzszenarioamhöchsten, sodass im wahrscheinlichstenFall rund 7GWinstallierteLeistung in derdeutschenNord- und Ostsee realisiert sind. Dirk Briese, wind:research, Bremen/Bremerhaven, Dirk.Briese@windresearch.de UmweltMagazin September 2012 16

Husum WindEnergy Schaufenster der weltweiten Windenergiebranche Bild: Husum WindEnergy/Messe Husum &Congress Die Windenergie gilt als Erfolgsbranche mit ausgezeichneten Zukunftsperspektiven. Sodynamisch, wie sich dieser Wirtschaftszweig entwickelt, soverlief auch die Entwicklung der Leistungsschau aus bescheidenen Anfängen hin zur internationalen Leitmesse. Alle zwei Jahre findet inder nordfriesischen Kreisstadt die Husum Wind- Energy statt. Auch in diesem Jahr ist die internationale Leitmesse der Windenergie- Branche vom 18. bis zum 22. September 2012 mit rund 36 000 erwarteten Besuchern und 1200 ausstellenden Unternehmen aus 30 Nationen wieder Treffpunkt für Akteure und Entscheidungsträger aus aller Welt. Auf einer Ausstellungsfläche von 58 000 Quadratmetern präsentieren sich Vertreter aus den Bereichen Windenergieanlagen (WEA)-Hersteller, Komponentenzulieferer, Betreiber, Dienstleistung Finanzen, Planungsbüros, Medien und Veranstalter, Stromnetze, Vereine und Verbände, Offshore sowie Forschung und Ausbildung. An den vier Tagen (18. bis 21. September) des Messe begleitenden Kongresses „Develop the Future!“ werden mehr als 75 Vorträge gehalten, indenen rund 200 Referenten aus aller Welt den etwa 5000 internationalen Teilnehmern aktuelle Themen und Trends der Windenergiebranche präsentieren. Im Bereich „Company Innovations“ stellen führende Unternehmen der Welt ihre neuesten Entwicklungen vor. Der letzte Messetag der Husum WindEnergy steht traditionell im Zeichen der Karriere: Auf der Jobmesse „windcareer“ stellen sich Firmen, Hochschulen und Weiterbildungsinstitute aus dem Bereich der Windenergie vor. Die diesjährige Messe trägt das offizielle WindMade Label –eine Auszeichnung, die ihr Engagement für den Einsatz Erneuerbarer Energien unterstreicht. Das Label wird von einer Non-Profit-Organisation ausschließlich an Unternehmen vergeben, die einen Teil, bei Veranstaltungen 100 Prozent, ihres Stroms aus Erneuerbaren Energien beziehen. Kurz vor der Beginn des internationalen Wind- Branchentreffens, zieht Peter Becker, Geschäftsführer der Messe Husum &Congress, eine Zwischenbilanz: „Für dieses Jahr sind wir schon längst ausgebucht und auch für die darauffolgende Husum Wind- Energy in 2014 sind bereits 50 Prozent unserer Ausstellungsflächen vergeben“. Demnach haben sich verschiedene Branchengrößen bereits einen Platz für 2014 gesichert: darunter die internationalen Anlagenhersteller Samsung, Vestas, Enercon, Vensys, aber auch bedeutende Zulieferer wie WKN und Beckhoff Automation. Die nächste Messe findet vom 23. bis 26. September 2014 statt. www.husumwindenergy.com TÜV NORD Kraftwerkssymposium 2012 Thema „Stadtkraftwerke“ 07. November in Duisburg u. a. mit diesen Themen: Aktuelles Statement zur Energieund Klimapolitik in NRW Hochflexible GuD-Kraftwerke für die Anforderungen der Energiewende Flexibilisierung/Vitalisierung von kohlegefeuerten Kraftwerksanlagen Gasturbinenkraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung für kommunale und industrielle Anwendungen Kraftwerksflexibilisierung mit COOP Weitere Informationen unter: www.tuev-nord.de/kraftwerksymposium-2012 Kontakt: Meike Langmann +49 (0)40 8557-2046 UmweltMagazin September 2012 17

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