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9 | 2012

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Special Erneuerbare

Special Erneuerbare Energien Bild: Thomas Siepmann/Pixelio Holzpellet-Großanlagen im Vergleich Holzpellets sind mittlerweile ein etablierter Energieträger. Einen breiten Austausch über die Erfahrungen der Heizanlagenbetreiber gibt esbislang dennoch nicht. Dabei ließen sich Erfahrungen der verschiedenen Anwendergruppen untereinander auf andere Großanlagen übertragen. Ein Vergleich zeigt Potenziale auf. Klaus W. König Holzpellets werden unter anderem im mehrgeschossigen Wohnungsbau, in der Industrie und in öffentlichen Gebäuden eingesetzt. So unterschiedlich die Anlagengrößen und -anforderungen sind, so ähnlich sind die Fragen, die sich die Betreiber stellen. Wie kauft man günstig den Brennstoff ein? Welche Pelletqualität senkt die Wartungskosten? Mehrgeschossiger Wohnungsbau „Klimaschutz und Kosten, beides warenMotivebeimUmbau derÖlheizung zur Holzpellet-Feuerung im Jahr 2009– und, dass der volkswirtschaftliche Nutzen von der Gewinnung bis zur Lieferung des Brennstoffs imeigenen Land bleibt“, berichtet Peter Kuisl. Er ist Geschäftsführer der EBV-Hausverwaltung und unter anderem zuständig für 52 Wohnungen in Probstried bei Kempten, bayerischesAllgäu. Anlass zurÄnderung derTechnik war einLeckdes damals 20 JahrealtenHeizkessels. Verschiedene Planungsbüros hatten Kuisl eine neue Ölheizung empfohlen. Einschränkungen mussten durch den Wechsel nicht in Kauf genommen werden.„Außervielleicht das größere Lagervolumen, denn Holzpellets haben bei gleicher Heizleistung doppelt so viel Gewicht und dreimal mehr Volumenals Heizöl –und derhöhere Anschaffungspreis für die Heiz- 18 UmweltMagazin September 2012

Impressum Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173-363 X 42. Jahrgang (2012) Mehrgeschossiger Wohnungsbau: Solarthermie in Kombination mit Holzpelletfeuerung technik. Doch der deutliche Preisvorteil der Pellets gegenüber Heizöl macht das wett, lange vor dem Ende des Lebenszyklus der neuen Anlage“. ImVergleich liegt die Investition in einenPelletkessel um ein Drittel höher. Laut Deutschem Energieholz- und Pellet- Verband e.V. (DEPV) amortisiert sich ein Heizkessel in der Leistungsklasse 200Kilowatt (kW) beieinerInvestition von 80000 Euro und einem Pelletverbrauch von 160 Tonnen bereits nach rund vierJahren. Die mehrgeschossigen Wohnhäuser (3 400 Quadratmeter Wohnfläche, 75 Bewohner) haben einen Jahresbedarf von 75Tonnen Holzpellets. Die neue Heizung wurde inzwei getrennte Systeme aufgeteilt. Der Kellerraum, in dem zuvor der Öltank stand, wurde zum Pelletlager umgebaut.Thermische Solarkollektoren und Pufferspeicher unterstützen die drei Heizkessel. Die Kollektoren mit zusammen 190 Quadratmetern (m²)Fläche sparen jährlich zwischen12und 18 TonnenPellets ein und decken von April bis Oktober nahezu den kompletten Warmwasserbedarf. Der ganzeAufwand hat sichgelohnt. Die Heizkosten sind von 14,10 Euro/m² auf 4,45 Euro/m² bei der größeren und auf 5,80 Euro/m² bei der kleinerenAnlage gesunken –allerdings auchdank energetischerSanierung der Gebäudehüllen. Für insgesamt 660 000 Euro Investitionsvolumen zur energetischenGesamtsanierung gabes 48 000 Euro an Zuschüssen sowie ein KfW-Darlehen. Bild: EBV/Kuisl Hohe Brennstoffqualität Um einen reibungslosen Betrieb der Heizung sicherzustellen, empfiehlt der DEPV hochwertige Pellets mit dem ENplus-Siegel zu verwenden. Neben der hohen Pelletqualität biete ENplus auch eine professionelle Anlieferung, da die Pellethändler besonders geschult würden. DasENplus-Siegel tragen mittlerweile gut 80 Prozent der in Deutschland produzierten Pellets.Das auf derneuen europäischen Norm (EN 14961–2) basierende Zertifikat ENplus beziehterstmals den Pellethandel indie Zertifizierung ein. Zusätzlich zur Messung im Pelletwerk wird nun auch der bei der Lieferung auftretende Feinanteil erfasst. Mit 1Prozent Feinanteil, gemessen an der letzten Umschlagsstelle, müssen Lieferanten einen strengen Grenzwert einhalten. Durch Identifikationsnummern auf dem Lieferschein oder der Rechnung kann derProzessvon der Herstellung bis zur Lieferung lückenlos nachvollzogenwerden. Gewerbe und Industrie Auch AHP Merkle,ein Betriebzur Fertigung hochwertiger Hydraulikzylinder im badischen Gottenheim, bestellt Pellets mit demENplus-Siegel (A1) –schon im dritten Jahr.Zuständig fürden Pellet- Nachschubist Paul Gutmann, Betriebsleiter bei AHP Merkle. Er beziffert den Jahresbedarf auf 75 Tonnen und muss den30Tonnen fassenden Lagerraum im Geschossüber derHeiztechnik im Winter mehrfach auffüllen lassen. Im Som- Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Mitgliederausgabe der VDI-GEU, des VBU und VNU. Der Bezug ist im Mitgliedsbeitrag jeweils enthalten. Redaktion Dipl.-Biol. Akram El-Bahay (Chefredakteur), Tel.: (02 11) 61 03-3 26 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (02 11) 61 03-2 15 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Freier Mitarbeiter der Redaktion Dipl.-Geogr. Helmuth Ziegler, Würzburg Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)/Umwelttechnik Verband der Betriebsbeauftragten für Umweltschutz e.V. (VBU), Essen Verband für nachhaltiges Umweltmanagement e.V. (VNU), Frankfurt am Main Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-GEU, Bochum Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Dr. Henning Friege, Sprecher der Geschäftsführung der Awista GmbH, Düsseldorf Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, KTB GmbH, Gladbeck Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Claudia Nauta, DGQ, Frankfurt am Main Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Hinweise für Autoren/Manuskripte www.umweltmagazin.de Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00, Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung Christian W. 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