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9 | 2012

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Markt Produkte und

Markt Produkte und Verfahren Windkraftanlagen Schutz gegen Staub Die Eigenschaften von Hochleistungsfaser und PTFE-Imprägnierung erlauben –eingesetzt als Dichtlippe –hohe Gleitgeschwindigkeiten und lange Standzeiten. Einer der Entwicklungsschwerpunkte bei Windkraftanlagen ist das Erreichen von Standzeiten im Bereich von Jahrzehnten, möglichst ohne Serviceunterbrechung. Dies erfordert von den Herstellern der Baugruppen im Antriebsstrang besondere Anstrengungen. Wesentliche Elemente sind hierbei die extrem belasteten Dichtungen, die inGetrieben und Generatoren für eine dauerhaft sichere Funktion sorgen müssen. Mit diesem Fokus hat Freudenberg Simrit, Weinheim, die Technologie der PTFE-imprägnierten Vliese weiterentwickelt. Zentrales Element der neuen „Protection Seal“ ist die Dichtlippe. Sie besteht aus chemisch und thermisch beständigen Kunststofffasern, die durch Imprägnieren mit PTFE und Laminieren zumechanisch leistungsfähigen Vliesen verarbei- tet werden. Wo klassische Dichtungen eine geschliffene, und möglichst auch gehärtete Wellenoberfläche verlangen, zeichnet sich dieses Vlies, nach Unternehmensangaben, durch geringe Reibwerte und sehr gute Trockenlaufeigenschaften auch bei hohen Drehzahlen aus. Tests haben bewiesen, dass im Einzelfall sogar der Einsatz auf einer lackierten Welle möglich ist. Das Vlies kann dabei, je nach Applikationsanforderungen, entweder direkt als Einzeldichtung zum Beispiel mit einem Haltering eingesetzt oder als zusätzliche Schutzlippe etwa in eine der Labyrinthdichtungen Radiamatic RCD von Freudenberg Simrit integriert werden. Direkt an eine bestehende Labyrinth- oder Wellendichtung adaptiert, benötigt diese Schutzdichtung keinen speziellen Bauraum. Werden die Protection Seals alleine eingesetzt, stellen sie schlanke und einbaufertige Einzeldichtungen dar. Bei beiden Varianten bietet der Dichtlippenwerkstoff Schutz gegen Bremsstaub, Flugsand, Salzkristalle und abrasive Partikel inder Luft oder auch gegen Spritzwasser und Sprühlack. Die chemische und thermische Beständigkeit soll eine Alterung des Elementes verhindern, gleichzeitig unterbindet die Permeabilität des Vlieses eine unerwünschte Vakuumbildung imInneren des Getriebes. Darüber hinaus ist eine elektrisch leitfähige Version des Vlieswerkstoffes verfügbar, die sich als Ersatz für elektrostatische Ableitelemente anbietet. www.simrit.de Energieerzeugung Bioenergie aus Gras Das Münchener Unternehmen florafuel AGhat im Bereich der regenerativen Energieerzeugung ein Verfahren entwickelt, mit dem sich nicht-holzartige Biomasse wie Gras und Laub sowie Biomasse-Reststoffe, beispielsweise Grassilage, zu CO 2 -neutralen Energieträgern in Form von Pellets und Briketts aufbereiten lassen. Dadie Verbrennung beziehungsweise Vergasung der florafuel-Brennstoffe dezentral erfolgt und diese grundlastfähig sind, lässt sich vor Ort zujeder Zeit genau die Energie in Form von Strom und Wärme bereitstellen, die benötigt wird. Der neue Prototyp der Anlage besitzt eine Durchsatzleistung von bis zudrei Tonnen (Gras) pro Stunde und soll bei angenommenen 5000 Betriebsstunden, jenach Biomasse-Typ, Brennstoffe mit einer Energieleistung von bis zu14700 MWh/a bereitstellen. Berechnungen, wie etwa der Vergleich des Energieertrags aus florafuel- Brennstoffen mit dem durch Vergärung feuchter Biomasse in Biogasanlagen erzielten Energiegewinn, verdeutlichen die positive Energiebilanz des Verfahrens: Der Energieertrag aus einer Tonne Frischgras liegt hierbei, nach Unternehmensangaben, gut 20 Prozent höher als bei der Vergärung der Ganzpflanze in einer Biogasanlage. Findet die Produktionswärme der Biogasanlage keine Verwendung, soll der über das Verfahren erzielte Energieertrag den durch Vergärung erzielten sogar um das 3,5-fache Teilbereich der Aufbereitungsanlage in einer Testumgebung übersteigen. Zudem vermindert das System schädliche Emissionen, da es die bekannten verbrennungstechnisch bedenklichen Inhaltsstoffe wie Chlor und Kalium reduziert. Auch umweltschädliche Emissionen, wie etwa Lachgas, Methan oder Ammoniak, die bei der Kompostierung, Nachkompostierung und Vergärung entstehen können, lassen sich auf diese Weise verhindern. www.florafuel.de 28 UmweltMagazin September 2012

Füllstandsmessung Ein Gerät für alle Fälle Die neuen Puls-Reflex-Füllstandmessgeräte der Baureihe PulsFox PMG 10 von Afriso, Güglingen, wurden zur Füllstandmessung von hoch- oder niederviskosen, anhaftenden, leitfähigen oder isolierenden Flüssigkeiten und Schüttgütern, zum Beispiel inLager- und Prozessbehältern, Silos oder Tanks, konzipiert. Die Serie, die auf Basis der geführten Mikrowelle arbeitet, ist in den Ausführungen MSmit starrer Monosonde, MFmit flexibler Monosonde, DF mit flexibler Doppelsonde und KX mit Koaxsonde erhältlich. Unabhängig davon, obhohe oder niedrige Behälter, störende Einbauten, geringe Abstände oder etwa leitfähige Schäume auf dem zu messenden Medium gegeben sind, für nahezu jede Anwendung gibt es Entwässerungsrohre Flexibilität und Sicherheit mit System Für mehr Flexibilität bei der Planung von Straßenentwässerungen steht der Aqua-traffic-control variabel, der neue Schacht der Fränkischen Rohrwerke, Königsberg, mit veränderbarer Abwinkelung der Rohrführung. Ausgelegt für den Einsatzbereich insbesondere inengen Kurvenradien, wie bei Autobahnanschlussstellen oder -kreuzen, ergänzt er die Produktgruppe des Systemschachtes Aqua-trafficcontrol und rundet das Sortiment zum Regenwasserkanalrohr-System Aqua-pipe ab. Durch seine objektbezogene Fertigung lässt sich die Abwinkelung der Rohrführung, je nach örtlicher Anforderung und die passende Sonde. Die Baureihe verfügt über ein Aluminiumdruckguss-Gehäuse und ist für raue Umgebungsbedingungen gut geeignet. Das Messgerät hat keine bewegten Teile und soll entsprechend zuverlässig und präzise arbeiten. Die Messgenauigkeit wird, so das Unternehmen, weder von unruhigen, dampfenden oder staubigen Oberflächen noch von Dichte-, Druck- oder Temperaturschwankungen beeinträchtigt. Bei Bedarf lässt sich der Messkopf mit einer Vor-Ort-Anzeige mit Sichtfenster ausstatten. Das Füllstandmessgerät arbeitet in 2-Leitertechnik (4 bis 20mA), ist mit allen gängigen Prozessanschlüssen sowie für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen erhältlich. www.afriso.de Für mehr Flexibilität in der Planung von Straßenentwässerungen steht Aqua-traffic-control variabel, ein Schacht mit variabler Abwinklung der Rohrführung. Das Füllstandmessgerät PulsFox PMG 10: Für nahezu jede Anwendung gibt es die passende Sonde und somit ein auf die Applikation abgestimmtes Messsystem. individueller Planung, variabel zwischen 90 und 270 °auswählen. Zusätzliche Bögen außerhalb des Schachtes werden damit überflüssig. Die neue Variante gibt es, wie auch den Standardschacht, ebenfalls als Huckepack-Lösung. Hierbei sind zusätzlich zuden Anschlüssen DN300 – DN 600 für Aqua-pipe auch bereits die solche für die darüber liegende Sickerleitung Strabusil DN 150 direkt im Schacht integriert. Darüber hinaus bietet diese Ausführung, so das Unternehmen, alle bekannten Vorteile und anwendungstechnischen Vorzüge des Aqua-traffic-control. www.fraenkische-drain.de Solarmodule Gegen Wirbelstürme gerüstet Solarmodule von Q-Cells, Bitterfeld-Wolfen, sind die ersten Module, die hohen Windlasten oder einem Wirbelsturm der Kategorie Dstandhalten. Das zeigte jetzt ein unabhängiger Test im Cyclone Testing Centre an der James Cook Universität, Australien. Im ersten Durchlauf der Belastungstests wurden die Module Q.PRO-G2 und Q.PEAK auf einer Standard-Dachstruktur getestet. Dabei wirkten statischer, gleichbleibender Druck sowie dynamische Druckzyklen mit bis zu10000 Wiederholungen, bei niedriger bis hoher und wieder niedriger Intensität, auf die Solarmodule ein. Ergebnis: Eine Solaranlage mit diesen Modulen hält schweren Wirbelstürmen der Kategorie Cstand. Das Unternehmen ließ nach diesem Ergebnis seine Module auch für die noch höhere Kategorie Dtesten –die Gegend mit den Versuchsaufbaus des Zyklon-Tests stärksten Winden in Nordwestaustralien. Im zweiten Durchlauf wurden die gleichen Module auf einer Freiflächenanlage des deutschen Unternehmens Krinner geprüft. Dabei wurden die selben Methoden verwendet, wie schon während der ersten Belastung. Die Anlage hat auch die Prüfung auf Wirbelstürme mit einer Geschwindigkeit von bis zu306 km/h bestanden. www.q-cells.com UmweltMagazin September 2012 29

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