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9 | 2012

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Gastkommentar Stromverteilnetze als Prüfstein für die Energiewende Den Stromnetzen kommt eine Schlüsselrolle bei dererfolgreichenUmsetzung derEnergiewende zu –diese Erkenntnis istmittlerweile ins Bewusstseinder Öffentlichkeitgedrungen. Schließlichist leicht nachvollziehbar,dass an denKüsten produzierter Windstrom nur von Nutzen ist, wenn er in die Verbrauchszentren in derMitte und im SüdenDeutschlands transportiert werden kann. Dochnicht nur die Höchstspannungsleitungen sindbetroffen:Auchdie Verteilnetzestehendurch die vielfältigen neuenErzeugungsanlagenvor enormen Herausforderungen. Denndie Energiewende ist insbesondereauf dem Land in vollemGang. Hierwerdendauerhaftmehrals 90 Prozentdes in DeutschlanderzeugtenStroms aus Wind, Sonne und BiomasseimVerteilnetz eingesammelt. Dasbedeutet aber auch: DieStromverteilnetzewerdenzum Prüfsteinfür die Energiewende.Wir benötigen aufgrund der Mengeregenerativ erzeugtenStroms neue Leitungen– Stichwort: mehr Kilometer. Der quantitative Ausbau allein reicht für die Anforderungen jedochnicht aus: DieNetze müssen darüber hinaus aucheine höhere Leistungsfähigkeit und bessere Steuerbarkeitaufweisen, dazu müssen sie intelligenterwerden. Denndas oftstark schwankende Angebotregenerativ erzeugten Stroms fordertdie Spannungsqualität heraus. Undgerade in ländlichen Regionenist das Energieangebotoft höherals derregionale oder lokale Verbrauch. Deshalb brauchenwir „Smart Grids“auch, um die vorOrt nicht benötigte Energie überregionalzuverteilen. In Deutschland kamimvergangenenJahr bereits jedefünfte Kilowattstunde Stromaus einer regenerativen Anlage. Etwa220 000 Anlagen zurdezentralenStromerzeugung haben allein die Verteilnetzbetreiber derRWE Deutschland in ihremNetzangeschlossen.Dieses macht mit 340000 Kilometernrund ein Fünftel des Verteilnetzes in Deutschlandaus.Für die neue Energiewelt ertüchtigt RWEDeutschlandsein Netz mit Milliardenaufwand –und das nicht erst seit gestern. Dasintelligente Netz hat dabei seinen festen Platz.Wegweisend ist„Smart Country“ in der Eifel:Die RWEDeutschland Gruppehat das ProjektimEifelkreisBitburg- Prüm in Rheinland-PfalzimSommer 2011 in Betriebgenommen. Hiertestenwir auf rund 170Quadratkilometern mit Partnern einintelligentesVerteilnetz derZukunftunterrealen Bedingungen. NeueInformations- und Kommunikationstechnologienund vielversprechende innovativeBetriebsmittelsollen sichin derPraxis beweisen. Dazu gehöreneine Biogasanlageals „virtuellerStromspeicher“ und ein Blockheizkraftwerk. Damit lässt sichBiogas zwischenspeichern, wenn gerade kein daraus zusätzlichproduzierter StromimNetzgebraucht wird. Nach rund einemJahr hat das Projekt„SmartCountry“ jetztden Praxistest mit Erfolg bestanden. Alle eingesetztenBetriebsmittelleisten einenBeitrag, um das Netz zu optimieren. Die nutzbareLeitungskapazität im bestehendenMittelspannungsnetzwurde deutlichoptimiert.Damit wurdenin„Smart Country“ die Möglichkeitenzum Anschluss vondezentralenErzeugungsanlagenverbessert. DieimPraxistestbewährtenBetriebsmittel und Erkenntnisseaus hieraus werden jetztunmittelbar beimNetzausbauinden Verteilnetzregionenvon RWEDeutschlandeingesetzt. Das intelligente Netz mit modernen Betriebsmitteln istjedochkeinErsatz für denkonventionellenZubau an Leitungen. Dieser bleibt, je nachRegion, Netzauslastung und Zuwachs an dezentralerStromerzeugung, notwendig. Doch Dr.Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender RWE Deutschland AG „DieNetzeinDeutschlandmüssen leistungsfähiger, bessersteuerbar und intelligenter werden.“ das Projektliefert uns wichtige Erfahrungen, wenn es darum geht, in bestehende Netzezu investieren, neue Netzezuplanen und dabei denAusbaubedarfteilweise zu mindern.Für einen effizienten Netzum- und -ausbau setzen wirdeshalb auf einenBaukastenaus konventionellenund neuenLösungen fürmehrIntelligenz ,der sichflexibel einsetzen lässt.Schließlichist die zuverlässige Versorgung mitEnergie das Rückgratunserer Volkswirtschaft. Nurmit stabilenNetzen können wir sie auch unter den Vorzeichen derEnergiewende langfristig sichern. UmweltMagazin September 2012 3

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