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9 | 2012

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Markt Projekte

Markt Projekte Hohenlohne/Neumarkt Neue Rohre für Bayern ImFrühjahr dieses Jahres hat die Erweiterung eines Hochbehälters und der Bau einer Trinkwasserleitung von Hohenlohe nach Neumarkt in der Oberpfalz begonnen –Bayerns bislang größte Rohrleitungsbaumaßnahme. Beides ist Bestandteil eines Vertrages zwischen der Großen Kreisstadt Neumarkt und dem Zweckverband der Wasserversorgungsgruppe Laber-Naab. Aufgrund der Vereinbarungen werden in den nächsten 50Jahren jährlich rund eine Million Kubikmeter Trinkwasser Richtung Neumarkt fließen –und das durch GFK-Wickelrohre des Systems Flowtite der Amitech Germany GmbH aus Mochau. Die Herbert Dankerl Bau GmbH GFK-Trinkwasser-Rohre werden im Rahmen von Bayerns größter Rohrleitungsbaumaßnahme verlegt. und die Haimerl Bau GmbH &Co. KG haben von der Laber-Naab-Gruppe den Auftrag erhalten, die 20kmlange Trinkwasserleitung zu erstellen. Bei der Entscheidung für Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gaben neben den produkttechnischen Eigenschaften des Werkstoffes wirtschaftliche Berechnungen und Nachhaltigkeitsaspekte den Ausschlag. Hierzu zählten unter anderem die lange Haltbarkeit, hohe Korrosionsbeständigkeit, geringe Unterhaltskosten sowie die Flexibilität bei der Verlegung. Zum Lieferumfang zählen 20 000 lfdm GFK-Trinkwasser-Rohre inden Nennweiten DN400 und DN 500 in Druckstufen von PN 10 bis PN25inklusive der Formteile. www.amitech-germany.de Laupheim Biogasaufbereitung im Dauerlauf Durch den verfahrenstechnisch optimierten Aufbau der Anlage werden rund 600 Normkubikmeter Rohbiogas pro Stunde verarbeitet. Etwa 30 Kilometer südlich von Ulm wird amStandort Laupheim seit vier Jahren Biogas aus Mais, Gras und Ganzpflanzensilage erzeugt. Die Erdgas Südwest GmbH bereitet das Rohbiogas auf und stellt es als Biomethan dem Endkunden über das eigene Erdgasnetz zur Verfügung. Im Jahr 2008 wurde dafür die erste Biogas-Aufbereitungsanlage am Standort inBetrieb genommen. Die Druckwechseladsorption von Schmack Carbotech verarbeitet etwa 600 Normkubikmeter Rohbiogas je Stunde. Um auf den steigenden Bedarf an Biomethan zu reagieren, entschloss sich der Betreiber zum Ausbau der Produktionskapazität. Mit praktischer Erfahrung aus dem Betrieb und dem Wissen umdie Vorteile der trockenen Druckwechseladsorption fiel die Wahl auf eine Biomethananlage der ETW Energietechnik. Das Unternehmen aus Moers bot die beste Lösung, um die neue Anlagentechnik inden Bestand zu integrieren. Bevor das feuchte Rohbiogas zu den Adsorptionsbehältern gelangt, werden Schwefelwasserstoff entfernt und Wasser auskondensiert. Die Restfeuchte wird als Begleiteffekt über die Druckwechseladsorption beseitigt. Die Adsorptionskolonnen sind über eine intelligente Steuerung so miteinander verschaltet, dass die Produktgasreinheit auch bei schwankenden Rohbiogaszusammensetzungen und -mengen einen stabilen Methangehalt von 98 Prozent aufweist. Das Biomethan wird anschließend mit etwa 6bar an die Einspeisestation weitergeleitet, die als Schnittstelle zum Erdgasnetz fungiert. Erstmalig wird in Laupheim mittels der von ETW entwickelten Prozessführung des DWA- Prozesses Biomethan erzeugt. Das Ergebnis ist ein sehr hoher Methananteil im Produktgas bei geringen Methanverlusten und kleinem Verbrauch anelektrischer Energie: 98Prozent des zugeführten Methans lassen sich in das Erdgasnetz verbringen. Die 2Prozent Verlust werden in den biologischen Prozess der Biogasanlage über eine Nachverbrennungsanlage in Form von Nutzwärme zurückgeführt. www.etw-energie.de 30 UmweltMagazin September 2012

Projekte Schottland Gutes Klima dank Erdwärme Imrenovierten und erweiterten Banff and Buchan College in Fraserburgh wurde die größte Rehau Awadukt Thermo Luft- Erdwärmetauscheranlage Schottlands installiert. Die Vorteile, die die Fähigkeit zur passiven Kühlung bieten, trugen wesentlich zur Entscheidung zugunsten dieses Systems bei, das für eine gesunde und komfortable Umgebung sorgen soll. Pro Stunde werden 16 000 Kubikmeter Außenluft angesaugt und durch ein 42x 30 Meter großes Netzwerk aus Thermorohren geleitet, das sich etwa 1,5 Meter unterhalb der Sportstätten des Colleges befindet. Das soll einen optimalen Wärmeaustausch zwischen dem Boden und der Luft ermöglichen, wodurch die Luft imWinter um bis zu 9°Cerwärmt und im Sommer um bis zu14°Cgekühlt wird, bis sie die Lüftungsanlage erreicht. Das wirkt sich positiv auf den Energiebedarf der Lüftungsanlage aus. Auf diese Weise ist zudem keine kühlmittelbasierte Kälteanlage erforderlich, umder Gebäudeaufheizung entgegenzuwirken. Erfahrungswerte belegen, dass das System des Erlanger Unternehmens an einem sonnigen Sommertag mit Außentemperaturen von bis zu25°Causreichend Luft zur Kühlung des Atriums liefert. Diese wird dabei vom Luft- Erdwärmetauscher mit minimalem Energieeinsatz und geringen Betriebskosten auf etwa 10bis 11 °C vorgekühlt. Die Montage erfolgte durch den Installateur Sparks Mechanical Services mit Unterstützung durch das Rehau Technikteam des Verkaufsbüros Dank des Systems wird die Luft im Winter um bis zu9°C erwärmt und im Sommer um bis zu14°Cgekühlt, bis sie die Lüftungsanlage erreicht. in Glasgow. Das Rohrnetzwerk umfasst 60 Meter einer mit Anschlüssen versehenen Sammelleitung von 1050 Millimetern Durchmesser sowie 1680 Meter lange 250 Millimeter-Wärmeübertragungsrohre mit einer 70Meter Rohrleitung, durch die die Luft ins Gebäude befördert wird. Um die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit des Luft-Erdwärmetauschersystems im ersten Betriebsjahr bewerten zu können, wird das Planungsbüro KJ Tait Engineers entsprechende Daten über ein Gebäudemanagementsystem überwachen. www.rehau.de Projekte –kompakt >>> Die Inensus GmbH wurde für ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ininternationaler Zusammenarbeit mit dem Europäischen Umweltpreis für Unternehmen 2012 ausgezeichnet. Mit ihrem Projekt „Mikroenergiewirtschaft – ein Modell für eine öffentlich-private Partnerschaft zur umfassenden Dorfstromversorgung mit Erneuerbaren Energien über ein Inselnetz“, setzt sich das Unternehmen aus Goslar für die Versorgung senegalesischer Dörfer mit netzunabhängiger Mikroenergie ein. www.inensus.com >>> Mit Unterstützung von GE Energy entsteht am Energy Research Center der RWTH Aachen ein Prüfstand für zukünftige Energietechnologien. GEliefert hierfür nicht nur die Hauptkomponenten, sondern unterstützt das Projekt auch mit Knowhow. Der Prüfstand ist für Antriebe und Generatoren mit Drehzahlen bis 15000 Umdrehungen pro Minute sowie für DC/DC-Wandler und Multilevel-Stromrichter ausgelegt. E.ON ERC wird ihn nutzen, um hochtourige Gasturbinen zutesten, wie sie in künftigen Mini-Kraft- Wärme-Kopplungs-Anlagen in einem Leistungsbereich von 1bis 10 Megawatt zum Einsatz kommen. www.ge.com >>> Biokraftstoffe weitgehend ungereinigt in aufgeladenen Motoren einsetzen und die Schadstoffemissionen so weit reduzieren, dass eine kostenintensive und den Wirkungsgrad verschlechternde Abgasnachbehandlung durch Partikelfilter überflüssig wird, sind die Ziele eines öffentlich geförderten Forschungsprojektes der Oel-Waerme-Institut GmbH in Kooperation mit der Universität Hannover und der Aixcellsys GmbH. Diese Vorentwicklung einer neuen Verbrennungstechnologie könnte zum Beispiel inBlockheizkraftwerken zur Wärme- und Stromerzeugung zum Einsatz kommen, die mit flüssigen Brennstoffen wie Biodiesel oder Pflanzenöl betrieben werden. www.owi-aachen.de >>> Centrosolar hat ein weiteres Megawattprojekt erfolgreich abgeschlossen: Ende Juni dieses Jahres wurde in Trier eine Solaranlage mit einer Leistung von über 1Megawatt Peak installiert. Eshandelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Trier, der Bürgerservice GmbH und der Trierer Energiegenossenschaft. Sie besteht aus 4000 Centrosolar-Modulen. Die Gesamtinvestition liegt bei etwa 1,7 Millionen Euro. www.centrosolar.de UmweltMagazin September 2012 31

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