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9 | 2012

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Technik&Management Bild:

Technik&Management Bild: Drössler GmbH Umwelttechnik Trinkwasserbehälter in Andoc-Bauweise mit Filter-/Aufbereitungshalle Trinkwasserbehälter in Fertigteilbauweise Die äußerst hohen Anforderungen an Behälter zur Trinkwasserspeicherung können in Fertigteilbauweise vollständig erfüllt werden. Flexible Behältersysteme bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten als Rund-, Oval-, Rechteck- oder Andoc-Behälter. Die Behälter müssen aus trinkwasserhygienischer Sicht unbedenklich sein und die verwendeten zementgebundenen Werkstoffe den Anforderungen des Arbeitsblattes W347 entsprechen. Michael Stahl und Werner Schultz Behälter in Betonbauweise haben sich in Deutschland bereits bewährt –essind mehrere tausend BehälterinBetrieb. Über die Anzahl derjährlich in Deutschland errichteten Neubauten liegen keine verlässlichenAngaben vor, dennochist bei Neubauten ein starker Trend hin zu spezialisierten Behälterlieferanten – hier insbesondere Hersteller der vorgefertigten Spannbetonfertigteilbauweise –erkennbar. Anforderungen und Qualität Ausden hohenAnforderungen an das Lebensmittel Wasser und somit an Hygiene und Gesundheit resultieren besondere Anforderungen an die Betonbauwerke. Die Innenoberflächen müssen glatt und porenfrei sein.Die Anzahl derFugen sollte,umgute Voraussetzungen für die Dichtheit zu schaffen, um die Instandhaltung zu erleichtern und um die Gesamtlebensdauer des Bauwerkszuerhöhen, minimiertwerden. Speziell bei freistehenden Behältern muss sichergestellt werden, dass keine unzulässigen Veränderungen desTrinkwassers durch Abkühlung oder Erwärmung auftreten. Dies geschieht durch das Vorsehen einer Wärmedämmung, die eineszusätzlichenSchutzesbedarf. Beton/Baustoffe Beton und Zementmörtel entsprechen den Prüfungsanforderungen und sindein geeigneterBaustoff fürBehälter der Trinkwasserspeicherung. Es kommen ausschließlich Baustoffe zum Einsatz,die unteranderemdie Anforderungen derArbeitsblätterW300und W347 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs e.V. erfüllen. Beim Spannbetonbehälter kommt dabei in der Werksproduktion in der Regelein Beton C35/45XC4, XM1,XA3, XF3 miteinem w/z eq -Wert 8 0,45 und einem Zement CEM I52,5 R(zum Beispiel Dyckerhoff PZ Dreifach Geseke mit Prüfzeugnis nach W347)zur Anwendung. Beiden Ortbetonbauteilenergibtsich unteranderemnachAbschnitt 6.6.1der W300 einC30/37 XC4, XM1, XA1,XF3 mit einemw/z eq -Wert 8 0,50. DieAnforderungen an den Beton (Zugabewasser, Zuschläge, Zement; Zusatzstoffe/-mittel) werden dabei detailliert mit denörtlichen Lieferwerken abgestimmt, bei der Werksproduktion ist dies selbstverständlich. Elementfertigung Die Fertigteilwände werden in „liegenden“ Schalungen produziert; die Wandoberseite (beim fertigen Becken: wasserberührte Flächen) wird abgezogen und manuell abgerieben. Hierdurch wirdeine porenarme und lunkerfreie Innenwandoberfläche erreicht. Eine Beschichtung entfällt. Durch die geringen Betoneinfüllhöhen (Wanddicke statt -höhe), die integrierten Schalungsrüttlerund die Verwendung eines speziell abgestimmten Betons wirdeine besondereBetonqualität mit sehr hoher Druckfestigkeit, äußerst geringer Wassereindringtiefe (etwa12mm) und niedriger Kapillarporosität erreicht. Gutachten belegen, dass die Prüfwerte der Werksbetone im Bereich der speziell als hochdichte Betone konzipierten Hochleistungsbetonenliegen. Im Hinblick auf seine Kapillarporosität –und damit auf seine Dichtheit –übertrifft dieser bei weitem die Anforderungen an einen Beton für Trinkwasserbehälter. Ortbetonsohle Der Betonder Bodenplatte wirddurch die bereits montierten Wände windgeschützteingebrachtund die Sohle betoniert. Anschließend wird die Bodenplatte temperiert bewässert und somit optimal, das heißt ohne chemische Fremdstoffe nachbehandelt. Das Schwinden des Betons und die Rissneigung reduzieren sich auf ein absolutes Mindestmaß. Anschließend wird die 32 UmweltMagazin September 2012

Wasser/Abwasser Bodenplatte des Behälters flügelgelättet. Wie auch bei den Fertigteilelementen ist der Anschluss an die aufgehenden Wände entscheidendes Merkmal für die Qualität desBehältersystems. Decken Die Decken werden als Halbfertigteil hergestellt und auf umlaufenden Konsolenaufgelagert.Die Anschlussbewehrung stellt auchhierden wasserdichten Verbund der Einzelelemente sicher. Durch diese dauerhafte Verbindung wird langfristig die Dichtigkeit der Decke, die durch eine Deckenberegnung oder -flutung geprüft wird, sichergestellt. Durch planmäßige Erhöhung derMittelstützekann das geforderte Deckengefälle ohne aufwendige Nachprofilierung derDecke erzieltwerden. Varianten Alternativ zu erdeingebundenen Varianten oder Einbau in Hanglage, für welche sich jeweils Fertigteilbehälter bestens eignen, bietet Drösslerfür oberirdisch aufgestellte Behälter die patentierteSandwichbauweise an. Die Wandelemente bestehen dabei aus einer mit der Tragschale verbundenen Vorsatzschale und einer integrierten Wärmedämmung. Vorteile der Sandwichbauweise sind: 7 zusätzliche Verkürzung derBauzeit, 7 langlebige Außenverkleidung, 7 Schutz derWärmedämmung und 7 geringer Platzbedarfdes Behälters. Geometrie Der kleinste lieferbare Spannbetonrundbehälter hat einen Durchmesser von5Metern.Nutzvolumina von25bis 25 000 Kubikmeter lassen sich wirtschaftlich als Rundbehälter realisieren. Eine strömungstechnisch sinnvolle Variante bei großen Behältern stellt der Ovalbehälter dar. Da verschiedenste Durchmesser mit beliebig vielen geraden Teilstücken kombiniert werden können, isteine optimale Anpassung an die örtlichenGegebenheitenmöglich. Andoc-Behälter Unter Andoc-Behälter ist eine Kombination aus Rund- und Rechteckbehälter zuverstehen, bei der ein Quadrant des Rundbehälters eine quadratische/ gerade Wandanordnung erhält, die völlig neue Planungsmöglichkeiten zulässt.Speziellfür die Trinkwasserversorgung entwickelt, bietet sich diese Geometrie sowohl für Neubauten als auch für Erweiterungen an. Ihre Vorteile sind: 7 strömungsfreundliches Becken auf engstemRaum, 7 Nutzung der Außenwände als Trennwände, 7 Anschluss derSchieberkammerund 7 Möglichkeit zur einfachen Anbindung an denBestand. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Spannbetonfertigteilbauweise sindvielfältig und könnenindividuell an das jeweilige Projektangepasstwerden. Trinkwasserhygienische Anforderungen Zu den Hauptelementen der Einsatzstoffe bei derZementherstellung zählen CaO und SiO 2 ,Nebenelemente sind unteranderemK 2 O, Na 2 Ound Cl. DieSpurenelementgehalte in Zement sind abhängig von den jeweiligen Mengen der Einsatzstoffe (Klinker, Hüttensand, Kalksteinmehl, Trass) und deren Elementgehalte. Die Spurenelementgehalte in den verwendeten Rohmaterialien werden dabei im Wesentlichen durch die jeweilige Lagerstätte bestimmt und könnensichzum Teil deutlichvoneinander unterscheiden. EFFIZIENZ DURCH GEORDNETE BAHNEN. VONDER BERATUNG BIS ZUR BAUKOMPETENZ – STRUKTURIERTE PROZESSE UND ABLÄUFE MÜSSEN IM VORDERGRUND STEHEN. WISSEN ZIELGENAU EINSETZEN – DAMIT KENNEN WIR UNS AUS. •Rohrsanierung •Rohrleitungsbau •Umwelt -und Deponietechnik Sie möchten mehr wissen? Besuchen Sie uns auf www.kmg.de WISSEN WORAUF ES ANKOMMT. Im Zement erfolgt der Nachweis mit Hilfeder AAS, ICP–OESoderICP –MS. Die Nachweisgrenzen liegen je nach Spurenelement und Methode im Bereich von Nanogramm/Gramm (ng/g) [10 –9 =1/1 000 000 000], die Prüfstreuungen im Einzelnachweissind zumTeil erheblich(siehe Grafik). Die Spurenelementgehalte von Betonen sindmit denenvon natürlichen Gesteinen vergleichbar. Spurenelemente werden aus Mörtelund Betonnur in geringem Umfang freigesetzt. Sie sind in der Zementsteinmatrix fest eingebunden. Ein gefügedichterBeton mit einem niedrigen Migrationskoeffizienten, wie er üblicherweise bei Stahl- und Spannbetonfertigteilenvorliegt,gewährleistet niedrigste Freisetzungsraten. Michael Stahl, Drössler GmbH Umwelttechnik, Siegen, umwelttechnik@ droessler.de; Werner Schultz, Dyckerhoff AG, Wiesbaden, Werner.Schultz@dyckerhoff.com UmweltMagazin September 2012 33

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