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9 | 2012

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Technik &Management

Technik &Management Management Aggregation der Umweltdaten Stakeholder Assessment Analyse und Auswertung Energieverbrauch Anspruchsgruppe Abwasser Abfälle Umweltaspekte Kontrolle & Zielbildung Umweltleistungsparameter aggregierte Umweltdaten Umweltleistungskriterien Unternehmen Management System Datenbank Erkennung der Umweltleistung Analyse der Umweltleistung Grafik: Universität Oldenburg Systematische und organisatorische Perspektive eines strategischen Öko-Controllings zu organisieren, dass die Informationsverarbeitung möglichstgute Ergebnisse erzielt. Die Auswahl der entsprechendenKriterien beziehtsichauf die Faktoren umweltorientierte Unternehmensziele, -politik und -programme,langfristige Anforderungen des Umweltmanagements und vorhandene Daten. Diese Kriterien orientieren sich an ökologischen und ökonomischen Dimensionen. Im strategischen Öko-Controlling werden geeignete Kennzahlen generiert, die somit die ökologische und die ökonomische Sicht berücksichtigen. Analyse und Auswertung Der Aufbau des strategischen Öko- Controlling-Systems erfordert nicht nur die vergangenen und gegenwärtigen Umweltdaten zu sammeln und zu konzipieren. Es istauchnötig,diese Daten zu analysieren und auszuwerten, um die Informationen über umweltorientierte Unternehmenstätigkeiten zu generieren und entsprechende nachhaltige Entscheidungen treffen zu können. Unter Realisierung der Analyse und Auswertung sind die folgenden Funktionenzuverstehen: 7 Analyse der Umweltleistung: Bei der Betrachtung ökologischer Aspekte ist die Analyse des Ist-Zustands besonders wichtigfür die Beurteilung der ökologischen Situation des Unternehmens. So beschreibt die Analyse der Umweltleistung die Wirkungen der Unternehmensaktivitätennicht nur betriebswirtschaftlich, sondern auch umweltbezogen. Dafür benötigt die Analyse des Ist- Zustands angemessene betriebswirtschaftliche und umweltbezogeneKennzahlen, die durch bestimmte Kriterien erstellt werden. Imstrategischen Öko- Controlling sollenKennzahlenaus strategischer Sicht gebildetund für strategische Zwecke verwendet werden. Demzufolge werden betriebswirtschaftliche und ökologieorientierte Kennzahlen einmalig im strategischen Öko-Controlling definiert und stehen bei jedem Aufruf für Analyse-Berichte zur Verfügung. Darüber hinaus liefert die Analysedes Ist-Zustands mittels strategischer Kennzahlen eine Vielzahl von strategischen Informationen. Sie ist somit der Ausgangspunkt für die betriebliche Früherkennung und die Identifikation von Schwachstellen. 7 Erkennung der Umweltleistung: Die ökologische Unternehmensleistung lässt sich durch die analysierten Informationen ermitteln. Hierbei sollte ein Muster für die Bewertung der analysierten Informationen abgebildet werden, in dem die Voraussetzungen, Indikatoren und Grenzwerte zu konzipieren sind. Dazu werden schwache Signale, die auf bevorstehende strategische Diskontinuitätenhinweisen, ermittelt und sowohl negative als auch positive Signale berücksichtigt. Dabei steht insbesondere die Suche nach geeigneten umweltorientierten Handlungsalternativen im Vordergrund. Dies ergibt strategisch die Möglichkeit, die zugrunde gelegte Umweltleistung des Unternehmens zu überprüfen und deren prognostizierte Umwelteinwirkungen zu ermitteln und anzupassen. 7 Kontrolle und Zielbildung: Aufbauendauf der frühzeitigen Erkennung der Umweltinformationen ist sicherzustel- 50 UmweltMagazin September 2012

len, dass die strategischen ökonomischökologischen Zieleumgesetztsind. Falls Abweichungen oder neue Anforderungenvorliegen, müssendie strategischen Zielegeändert oder wieder neu gebildet sowie Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dies kann im strategischen Öko-Controlling regelmäßig durch die strategische Kontrolle, also die Kontrolle der Plangenerierung, der Planerreichung und ferner der Ergebnisse erreicht werden.Dazusollten die drei Formender strategischen Kontrolle nebeneinander eingesetzt werden. Unter diesen Bedingungen sollte das strategische Öko-Controlling-System die Möglichkeit haben,die strategischeKontrolle zu überarbeiten und die strategische Planung anzupassen, um die Durchsetzung der ökologischen Unternehmensleistung zu verbessern. Aufbauend auf diesen Perspektiven ist das strategische LangfassungimInternet Auf den UmweltMagazin-Internetseiten findet sich unter der Rubrik „Langfassung zu Artikeln imHeft“ ein ausführlicheres PDF-Dokument, das weitere Details zum Ansatz und den Ergebnissen des Projekts bietet. www.umweltmagazin.de Öko-Controlling ein Teil des betrieblichen umweltbezogenen Informationsund Kommunikationssystems des Unternehmens, in dem sowohl quantitative als auch qualitative Informationen verarbeitetwerdenkönnen. Miada Naana, Jorge Marx Gómez, beide Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, m.naana@hotmail.com, jorge.marx.gomez@uni-oldenburg.de; Horst Junker, Imbc GmbH, horst.junker@imbc.de Literatur [1]Bleis, C.(1995): Öko-Controlling (betriebswirtschaftliche Analyse zur systematischen Berücksichtigung von ökologischen Aspekten durch Unternehmenscontrolling). Frankfurt am Main. Buchholz, L. (2009): Strategisches Controlling (Grundlagen-Instrumente- Konzepte). Gabler Verlag, Wiesbaden 2009. [2] Faßbender-Wynands, E.; Seuring S., Nissen, U.: (2008) Grundlagen des Umweltcontrollings (Aufgaben, Instrumente, Organisation). In: Baumast, A.; Pape, J. (Hrsg.): Betriebliches Umweltmanagement (Nachhaltiges Wirtschaften im Unternehmen), 3. Aufl., Ulmer Verlag, Stuttgart 2008, S. 103-115. Horváth, P. (2009): Controlling, Vahlen, München 2009. [3] Reichmann, T.(2001): Controlling mit Kennzahlen und Managementbereichen, 6.Überarbeitete und erweiterte Auflage, Verlag Vahlen, München. [4] Schäffer, U.; Weber, J.(2005): Bereichscontrolling –Funktionsspezifische Anwendungsfelder, Methoden und Instrumente. Verlag Schäffer-Poesschel, Stuttgart. [5] Schäffer, U.; Weber, J.(2008): Einführung in das Controlling, 12. überarbeitete und aktualisierte Auflage, Verlag Schäffer-Poesschel, Stuttgart. WHG § 19 Wasserhaushaltsgesetz zugelassenes Unternehmen Planen·Bauen·Sichern Hoch- Tief- Mineralöl- Industriebau UmweltMagazin September 2012 51

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