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9 | 2012

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Organschaften

Organschaften Internationales Forum Wie smart managen wirEnergie wirklich? E nergieversorgungssicherheit und Energiekosten bei gleichzeitig hohen wirtschaftlichen Belastungen stellen Kommunen, Industrieunternehmen und private Organisatoren vor große Herausforderungen. Die Steigerung der Energieeffizienz und ein optimales Energiemanagement werden als das Allheilmittel für Energieeinsparung und CO 2 -Emissionsminderung propagiert. Smarte Technologien, (inter)nationale Standards sowie Guidelines etablieren sich und Energieberatung erhält einen hohen Stellenwert. Bereits heute steht eine Vielzahl anerprobten Effizienztechnologien für die Bereitstellung elektrischer Energie, Wärme und Kälte sowie zur Nutzung erneuerbarer Energieträger zur Verfügung. Große Fortschritte wurden insbesondere bei der Entwicklung smarter Technologien erzielt. Sind aber die Prozesse transparent genug, um den Energieeinsatz klar identifizieren zukönnen, ist das Thema Energiemanagement wirklich durchgehend umgesetzt worden oder sind nur erste Schritte eingeleitet worden? Das Resümee „Wie smart managen wir die Energie wirklich“ soll aufzeigen, welche Lücken bestehen, wo Handlungsbedarf besteht und wie ein Energiemanagement von morgen auszusehen hat. Das von der VDI-GEU und dem Zentrum für Energie im Karlsruher Institut für Technologie organisierte Forum widmet sich der Diskussion umdie Entwicklung und den Einsatz von Effizienztechnologien und -maßnahmen sowie deren ökonomischer und ökologischer Bewertung. Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute aus Industrie, Gewerbe- und Dienstleistung, an Kommunen und öffentliche Einrichtungen sowie an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Beiträge zu Erfahrungen aus der Praxis und aktuellen Forschungsaktivitäten sowie zu Entwicklungen und Anwendungen neuer Methoden können bis Dezember dieses Jahres in den folgenden Themenbereichen eingereicht werden: 7 Smart Home, -Charging, -City, -Industry, 7 Integration Smarter Technologien indie Wärme-, Kälte- und Stromerzeugung, 7 Kompensation limitierende Leitungskapazitäten durch regionale Energiemaßnahmen, 7 Technoökonomische, ökologische und soziale Bewertung/ Verträglichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen, 7 Modellierung von Prozessen und Energiesystemen (Optimierung und Simulation) sowie 7 Energiewende und Förderinstrumente. Geplant ist die Beiträge in deutscher oder englischer Sprache in einem Tagungsband zu veröffentlichen. Interessenten haben die Möglichkeit ein Abstract per E-Mail bis zum 1. Dezember 2012 an die VDI- GEU zusenden. Bild: Dieter Schütz/Pixelio Richtlinie VDI 2464 Blatt 3 Flammschutzmittel –Lebensretter oder Gesundheitsgefahr? Die neue Richtlinie VDI 2464 Blatt 3 beschreibt eine Messmethode, die zum Ermitteln der Konzentration von polybromiertem Diphenylether (PBDE), Hexabromcyclododecan (HBCD) und Hexabrombenzol (HBB) in der Außenund Innenraumluft dient. Bromierte Flammschutzmittel, insbesondere PBDE und HBCD, werden seit Jahrzehnten zur Herabsetzung der Entflammbarkeit bei vielen Kunststoffen und Textilien eingesetzt. ImFahrzeug- und Flugzeugbau, in elektrischen Geräten, Konsumgütern, Bauprodukten, Schaumstoffen, Verpackungsmaterialien und Möbelteilen finden sie als Additive breite Verwendung. Auch Dekorstoffe wie Vorhänge und Gardinen inTheatern, Kinos oder Schiffen, Freizeitausrüstungen wie Zelte oder Planen, Heimtextilien wie Teppichböden, Bettwäsche oder Gardinen sowie (Schutz-) Kleidung sind flammhemmend ausgerüstet. Die aktive Probenahme der gasförmigen und partikelgebundenen Verbindungen erfolgt ineinem System aus Filtern und PU-Schäumen. Die Quantifizierung geschieht durch nach gaschromatografischer Trennung entweder durch niederauflösende Massenspektrometrie oder die empfindlichere und selektivere hochauflösende Massenspektrometrie, unter Verwendung von 13C-markierten internen Standards. Die Richtlinie VDI 2464 Blatt 3ist seit dem ersten Juli 2012 zum Preis von 94,90 Euro beim Beuth Verlag in Berlin in deutsch/englischer Fassung erhältlich. Sie ersetzt den Entwurf vom August 2010. Herausgeber ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. POV: auf der einen Seite Flammenschutz, auf der anderen toxisch Bild: BVS 60 UmweltMagazin September 2012

Kontakt Dirk Franz Franzen Neuer Geschäftsführer bestellt Am1.Juli 2012 hat Dirk Franz Franzen die Nachfolge von Rüdiger Wolfertz übernommen und soll die Funktion des Geschäftsführers der VDI-GEU übernehmen. Franzen hat an der RWTH Aachen Entsorgungsingenieurwesen studiert, wobei er die grundlegender Elemente des Bauingenieurwesens mit der Verfahrenstechnik verbinden konnte. Seine letzten beiden beruflichen Stationen waren der Verein Deutscher Gießereifachleute e.V. (VDG) und das Institut für Gießereitechnik (IfG gGmbH) in Düsseldorf. Beim VDG war Franzen als Fachreferent für die Themen Fertigungstechnik und Umwelttechnik verantwortlich. ImRahmen der beruflichen Weiter- Bild: VDI Dirk Franz Franzen, neuer Geschäftsführers der VDI-GEU bildung hat erindieser Zeit das Zusatzstudium der Gießereitechnik aufgenommen und erfolgreich abgeschlossen. Nach einigen Jahren wechselte Franzen als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur IfG gGmbH. Zuseinen Aufgaben hier VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Dirk Franz Franzen Postfach 101139, 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-415 Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu zählten beispielsweise die Erarbeitung und Durchführung von Forschungsprojekten, die sich mit den Fragen der Energieeinsparung in Gießereien beschäftigen, sowie die Beratung der Gießereien in den Bereichen der Fertigungstechnik und des Umweltschutzes. Darüber hinaus schloss Franzen imSeptember 2011 das Studium der Technischen Betriebswirtschaftslehre ander Hochschule in Bochum ab. KRdL-Expertenforum Konfliktmanagement im Immissionsschutz Am27. November 2012 veranstaltet die Kommission Reinhaltung der Luft imVDI und DIN das Expertenforum im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Bonn. Beschwerden über Gerüche inder Außenluft gehören zu einer häufig geäußerten Kritik, vor allem bei Anlagen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zuWohnbebauung befinden. Deshalb hat die Kommission Reinhaltung der Luft imVDI und DIN dieses Themengebiet kontinuierlich bearbeitet und im Laufe der Jahre verschiedene technische Regeln veröffentlicht, die internationale Anerkennung finden. Doch trotz Einhaltung der rechtlichen Vorgaben können Konflikte auftreten. Maßstäbe für die Beurteilung von Gerüchen und ihrer belästigenden Wirkung stoßen dann an ihre Grenzen, wenn andere Faktoren, zum Beispiel Befürchtungen wegen gesundheitlicher Risiken, die Belästigungsreaktion der Bevölkerung stark beeinflussen. Eine sachliche und vorurteilsfreie Auseinandersetzung über die rechtlichen Rahmenbedingungen und über komplexe technische Maßnahmen wird dann immer schwieriger. Die Richtlinie VDI 3883 Blatt 3,die im Oktober 2012 als Entwurf erscheint, beschreibt Grundlagen und Anwendungsbeispiele von Verfahren zur Vermeidung und Beilegung von Konflikten. ImRahmen des Expertenforums werden die zentralen Faktoren für eine erfolgreiche Kommunikation vorgestellt und anhand von Fallbeispielen praxisnah präsentiert. Grundsätzlich sind die inder VDI-Richtlinie dargestellten Kommunikationsverfahren zur Konfliktvermeidung oder -beilegung auch auf andere Immissionsfälle als Geruchsstoffimmissionen übertragbar. Angesprochen sind insbesondere die für den Immissionsschutz zuständigen Mitarbeiter von Überwachungs-, Genehmigungs- und Fachbehörden, Anlagenbetreibern, Planungsund Beratungsbüros, Verbänden, Messinstituten, Bau- und Umweltausschüssen. Weitere Informationen und Anmeldung über Angela Pellegrino unter Tel.: 0211/6214-532 oder pellegrino@vdi.de www.vdi.de/konfliktmanagement2012 Dr.-Ing. Ralf Brüning Mit der Ehrenplakette ausgezeichnet Am21. Juni 2012 wurde Dr.-Ing. Ralf Brüning, Brake, mit der Ehrenplakette des VDI ausgezeichnet. Diese nahm er im Rahmen der VDI-Konferenz „Energetische und stoffliche Verwertung von Shredderrückständen“ in Nürnberg von Prof. Uwe Görisch, Vorstands- und Beiratsmitglied der VDI-GEU, entgegen. Geehrt wurde Brüning für sein langjähriges erfolgreiches Engagement als Vorsitzender des Richtlinienausschusses zur Richtlinienreihe VDI 2343 „Recycling elektrischer und elektronischer Geräte“, den er aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen und der damit verbundenen Verunsicherung der beteiligten Kreise 1996 initiierte und bis heute leitet. In diesem Gremium wirken Fachleute aus allen betroffenen Kreisen, wie Logistiker, Entsorger, Hersteller, NGO, Verwaltungen, Juristen, Hochschulen und Berater mit. Entlang der logistischen Kette erarbeiten die Experten Folgeblätter der VDI 2343 zu den Themen Demontage, Logistik, Aufbereitung, Verwertung, Vermarktung, und ReUse. Das Ziel der Bild: Horst Haß, Brake Dr.-Ing. Ralf Brüning wurde mit der Ehrenplakette des VDI ausgezeichnet. Richtlinienreihe ist es, praxistaugliche und rechtskonforme Handlungsempfehlungen zu entwickeln. UmweltMagazin September 2012 61

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