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9 | 2012

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Organschaften VDI-GEU

Organschaften VDI-GEU Südkorea zuGast im VDI Geruchsmessung Der VDI begrüßte am12. Juni 2012 eine Delegation aus Südkorea mit 16Repräsentanten verschiedener Groß- und Forschungsunternehmen sowie städtischer Behörden. Unter der Leitung von Volker Wanduch, stellvertretender Direktor des VDI e.V., informierten mehrere Mitarbeiter der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN sowie Dr. Eckehard Koch, Ministerialrat imMinisterium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, die Delegationsgruppe über den Stand der Technik, die VDI-Richtlinien sowie europäische und internationale Normen. Detaillierte Informationen erhielten die Teilnehmer bei den Erläuterungen zur Zumutbarkeit Die koreanische Delegation im VDI von Gerüchen im Innenraum, der Bewertung von Geruchstoffemissionen aus Bauprodukten und Innenraummaterialien, zu Abgasreinigungstechniken und rechtlichen Regelungen imnationalen und europäischen Rahmen. Auch die in der Praxis schwierigen Abläufe von Genehmigungsverfahren waren ein wichtiger Themenbereich. Die Kommission Reinhaltung der Luft plant in diesem Jahr bei der internationalen technischen Regelsetzung neue Projekte für Geruchsbewertungen in Fahrgastzellen von Personenfahrzeugen sowie von Fahrzeuginnenraumausstattungen. Dieses soll in Zusammenarbeit mit dem Verband der Deutschen Automobilindustrie geschehen. Die anschließende Diskussionsrunde nutzten die Teilnehmer dazu, Fragen zuden Themen Energieeinsparung und elektronische Sensoren zustellen. Die Besucher bekamen so einen umfassenden und detaillierten Eindruck über die komplexe Thematik der Geruchsmessung und Geruchsminderung. Ansprechpartner im VDI zum Thema ist Heinz Bollmacher, Tel.: 0211/6214-479 oder bollmacher@vdi.de Bild: VDI Bild: Josef Götz 3. KRdL-Expertenforum Biogasanlagen Am30. Oktober 2012 veranstaltet die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Umweltbundesamt imBundesumweltministerium in Bonn das dritte KRdL-Expertenforum zum Thema Biogasanlagen. Die Veranstaltung betrachtet den Stand der Technik bei der Erzeugung, Aufbereitung und Verwertung von Biogas und setzt sich mit Fragen, die sich rund um die Biogaserzeugung ergeben, auseinander. Darüber hinaus werden aktuelle Gesetzesvorhaben zum Thema beleuchtet. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Anzahl der in Deutschland betriebenen Biogasanlagen vervielfacht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die 10000ste Anlage in Betrieb genommen wird. Daher konnten und können fundierte Erkenntnisse aus dem Anlagenbetrieb gewonnen und der Stand der Technik weiter fortgeschrieben werden. Esgibt schon etliche technische Regelwerke –zunennen ist an dieser Stelle insbesondere die Richtlinienreihe VDI 3475 –die sich mit der Erzeugung von Biogas auseinandersetzen. Auch zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität befindet sich ein entsprechendes Regelwerk inVorbereitung. Angesprochen sind vor allem die Mitarbeiter von Anlagenbetreibern, Planungsund Beratungsbüros, Wirtschaftsverbänden, Messinstituten, Bau- und Umweltausschüssen, Bundes- und Landesumweltämtern und Gewerbeaufsichtsämtern. Zudem richtet es sich an Interessierte, die sich zu Fragen der Biogas- Thematik einen aktuellen Überblick verschaffen wollen. Weitere Informationen und Anmeldung: Handan Helvacioglu, Tel.: 0211/6214-252 oder helvacioglu@vdi.de www.vdi.de/biogas2012 62 UmweltMagazin September 2012

Organschaften ISO 14000 –aktuelle Entwicklungen Das Technische Komitee ISO/TC 207 trifft sich jährlich zur Weiterentwicklung der Umweltnormenreihe ISO 14000. Die inhaltliche Überarbeitung der ISO 14001/14004 zu Umweltmanagementsystemen ist nun angelaufen und zukünftige Anforderungen werden bereits diskutiert. Zudem stehen auch weitere wichtige Themen im Fokus, die der folgende Beitrag beleuchtet. Bild: Katharina Wieland Müller/Pixelio Die 19. Plenarsitzung des ISO/TC 207 Umweltmanagement fand in diesem Jahr in Bangkok/Thailand statt. Rund 350 Delegierte, Experten und Vertreter von Liaison-Organisationenaus etwa 40 Ländernnahmen vom 24.bis zum 30. Juni 2012 an der 19. Plenarsitzung des ISO/TC 207 Umweltmanagement in Bangkok/Thailand teil. Die deutsche Delegation war mit 16Mitgliedern auch in diesem Jahr wieder gut vertreten. Vom European Network of Environmental Professionals (ENEP) nahm eine Liaison-Expertin teil. Prüfungsprozess zur Normen-Entwicklung Bei Betrachtung von Managementsystemnormen fällt auf, dass mittlerweile nahezu ein Dutzend verschiedener Ansätze existiert – beispielsweise für Qualität, Umwelt, Nahrungsmittel, Informationssicherheit, Lieferkette, Risikooder Energie.Um künftig eine Harmonisierung zum Teil sehr unterschiedlichen Normen zu ermöglichen,hat das oberste Leitungsgremium ISO/ TMB (Technical Management Board) eine „High-Level- Structure“ entwickeln lassen. Diese enthält für alle Managementsystemnormen gemeinsame Struktur- und Textelemente, die für deren Ausgestaltung zukünftig verpflichtend sind. Damit werden Normen-Anwender zukünftig unterschiedliche Managementsystemanforderungen leichter in einübergreifendes Managementsystem integrieren können. Die Arbeiten der neu geschaffenen Gremien des TC 207 sind bereits angelaufen. Sobeurteilt die „Portfolio Task Force“ neue Vorhaben oder die turnusmäßige Überarbeitung von Normen vor deren Abstimmung in den nationalen Organisationen und gibt hierzu Stellungnahmen ab. Die „Market Task Force“ führt Marktanalysen zur frühzeitigen Trenderkennung durch, umzielgerichtet Empfehlungen für die Normenentwicklung abzuleiten. Erste Studien belegen die Bedeutung von Themen wie Biodiversität oder Ökosystem- Dienstleistungen, Biotechnologie, C0 2 -Speicherung sowie Wasser- und Ressourcenmanagement für neue Projekte. Zur Vertiefung und Priorisierung dieser Themen sind zusätzliche Recherchen vorgesehen. Das „Stakeholder Forum“ bindet zudem weitere interessierte Kreise in die TC207-Aktivitäten ein.IneinerUmfrage zu Schwerpunkten zukünftiger Arbeiten wurden unter anderem eine stärkere Verbindung zu Nachhaltigkeitsthemen sowie die Nutzung von Umweltleistungsindikatoren genannt. SC 1–Umweltmanagementsysteme Weltweit sind mehr als 250000 Organisationen jeder Größe und Branche –vom Kleinbetrieb über große Industrieunternehmen bis hin zuBehörden und öffentlichen Einrichtungen – nach der ISO 14001 zertifiziert, allein in Deutschland rund 6000. Diese Norm stellt somit international den meist angewendeten Umweltmanagement- Standard dar. Daher ist ihre zweite Revision von großer Bedeutung. DerStartschuss hierzu erfolgte im Februar 2012 in Berlin auf Ein- UmweltMagazin September 2012 63

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