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9 | 2012

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Discussion Paper No.

Discussion Paper No. 12-043 Nachrichten ZEW-Studie Technologien zur Vermeidung von Treibhausgasen Der Einsatz neuer Technologien zur Verminderung von Treibhausgasen im Produktionsprozess von Unternehmen kann zu einem Produktivitätszuwachs führen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Unternehmen nicht nur sogenannte Grüne Technologien einführen, sondern auch ihre Produktionsprozesse und organisatorischen Abläufe anderen Erfordernisse anpassen. Unterlassen sie dies, droht ein Produktivitätsverlust. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Untersuchung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf Grundlage einer Befragung von 3896 Unternehmen inDeutschland. Umfestzustellen, wie hoch der Zugewinn oder Verlust an Produktivität ausfällt, nutzen die Wissenschaftler eine Kontrollgruppe von Unternehmen, die imBeobachtungszeitraum der Jahre 2006 bis 2008 weder neue Technologien zur CO 2 -Minderung in ihre Produktion eingeführt noch Änderungen an ihren organisatorischen Strukturen vorgenommen haben. ImVergleich zudieser Gruppe zeigt sich ein Produktivitätszuwachs von 0,7 Prozent inBetrieben, Green Innovations and Organizational Change: Making Better Use of Environmental Technology Hanna Hottenrott, Sascha Rexhäuser, and Reinhilde Veugelers die solche Technologien eingeführt und ihren Produktionsprozess sowie die interne Organisation entsprechend angepasst haben. Unternehmen, die zwar Technologien zur CO 2 -Minderung in der Produktion verwenden, eine entsprechende Anpassung aber unterlassen haben, müssen dagegen einen Produktivitätsverlust von 1,5 Prozent hinnehmen. Zu denken ist bei solcher Anpassung beispielsweise an flexiblere Formen der Ablauforganisation von Prozessen, Änderungen bei der Aufbauorganisation, eine veränderte Zusammensetzung von Teams oder an einen neuen Zuschnitt von Aufgabenbereichen. Diese höhere Effizienz kann auch mögliche negative Effekte ausgleichen, die von Technologien zur Minderung von Treibhausgasen für die Produktivität ausgehen können. Solche können sich unter anderem ergeben, wenn die Einsparungen etwa beim Energieverbrauch, die mit dem Einsatz der neuen Technologien verbunden sind, die Kosten für deren Bereitstellung nicht ausgleichen. www.zew.de/publikation6637 Studie Dezentrale elektrische Warmwasserversorgung Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik der TU München hat in einer Studie das Einsparpotenzial dezentraler elektrischer Warmwasserversorgung in Wohngebäuden untersucht. Im Auftrag der HEA –Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung, des Zentralverbandes der Elektrotechnik-und Elektronikindustrie sowie Herstellern verglichen die Experten Energieverbrauch und CO 2 -Ausstoß. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass bei der Sanierung von Trinkwarmwasserversorgungen dezentrale elektrische Systeme gegenüber der Umstellung auf ein zentrales System sowohl unter Kli- maschutzgesichtspunkten als auch wirtschaftlich sinnvoll sein können. Ein Vorteil dezentraler Trinkwassererwärmung liegt inder direkten Erzeugung des warmen Wassers vor Ort. Dabei entfallen weitgehend Energieverluste durch Speicherung und Verteilung. So ist der Endenergiebedarf gegenüber einem auf fossilen Brennstoffen basierenden zentralen System um rund 40 Prozent reduziert. Damit lassen sich bei zunehmender Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien auch die klimaschädlichen Treibhausgase verringern. Die Minderung des Kohlendioxidausstoßes bei dezentralen Systemen beträgt laut Studie imJahr 2020 rund 40 Prozent gegenüber 2009. www.hea.de Wirtschaftsticker >>> Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (Hennef) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) mit Sitz in Bonn haben imJuli dieses Jahres eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Förderung einer nachhaltigen Wasser- und Abfallwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern. www.dwa.de >>> Die internationale Beratungs-, Projektmanagement- und Ingenieurgesellschaft Arcadis hat die BMG Engineering AG, einen Anbieter von Dienstleistungen im Umweltsektor mit Sitz inZürich, erworben. Das Schweizer Unternehmen beschäftigt annähernd 50 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz inHöhe von 8Millionen Euro. Die bisherige Geschäftsführung bleibt bestehen. www.arcadis.de >>> Endress+Hauser unterstützt die verfahrenstechnische Industrie seit Jahren mit Lösungen bei der Kalibrierung von Geräten und Anlagen. Nun stärkt die Unternehmensgruppe ihre Position durch eine Minderheitsbeteiligung an dem irischen Unternehmen CompuCal Calibration Solutions (CCS). Dies sichert Endress+Hauser Zugang zum Know-how von CCS, vor allem zu Weiterentwicklungen der Ka- librier-Management-Soft- ware „CompuCal“. www.endress.com >>> Die Biogas Nord AG hat den größten Auftrag ihrer Unternehmensgeschichte unterzeichnet: den Bau einer schlüsselfertigen Biogasanlage in der Ukraine mit einer Leistung von 12 MW und einem Auftragsvolumen in Höhe von 34 Millionen Euro. Die Anlage soll im Jahr 2014 voll einsatzfähig sein. www.biogas.de 8 UmweltMagazin September 2012

Köpfe Der bisherige Vorsitzenden des ASEW- Leitausschusses Wolfgang Bühring (56) wurde von der Mitgliederversammlung für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Endress+Hauser verstärkt seinen Verwaltungsrat: Seit 1.August 2012 hat der langjährige Finanzchef der Firmengruppe, Fernando Fuenzalida (69), Einsitz in dem Aufsichtsgremium genommen. Damit wächst dieses von sechs auf sieben Mitglieder. Helmut Schwarz (69) wird für weitere fünf Jahre sein Amt als Präsident der Humboldt-Stiftung ausüben. Die neue Amtszeit wird am 1. Januar 2013 beginnen und läuft bis zum 31. Dezember 2017. Schwarz ist der sechste Präsident seit Errichtung der Stiftung im Jahr 1953. Auf seiner konstituierenden Sitzung hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) Prof. Dr. Martin Faulstich (55) zum Vorsitzenden für die Amtsperiode 2012 bis 2016 gewählt. Deutsche Bahn Kennzahlen zur Nachhaltigkeit 2011 Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2011 DB. Zukunft bewegen. ImMärz dieses Jahres hatte die Deutsche Bahn ihre neue nachhaltige Strategie DB2020 vorgestellt und kürzlich alles zum Thema Lärmminderung und Energieeinsparung, Ausbildung und gesellschaftliches Engagement in den „Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit 2011“ veröffentlicht. Das Unternehmen erläutert hierin was es bereits macht, um seine Ziele profitabler Marktführer, Top-Arbeitgeber und Umwelt- Vorreiter zu erreichen. Die Umweltkennzahlen zeigen unter anderem, dass im Regionalver- kehr der Deutschen Bahn der absolute Energieverbrauch im Jahr 2011, im Vergleich zum Vorjahr, um 5Prozent und im Fernverkehr um 3,1 Prozent gesunken ist. Ihre weltweiten spezifischen CO 2 -Emissionen hat sie zwischen 2006 und 2011 um 8,5 Prozent gesenkt. Im Schienenpersonenverkehr gelang es, die Luftschadstoffemissionen erneut zu reduzieren. Zum Beispiel sind die Rußpartikel um3,2 Prozent, Stickoxide um 2,3 Prozent und Kohlenwasserstoffe um 5Prozent gesunken. Die Zukunftsvision der Deutschen Bahn ist ein CO 2 -freier Schienenverkehr im Jahr 2050. Zwischenziel ist die Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien im Bahnstrommix auf mindestens 35 Prozent in2020. Im letzten Jahr lag der Anteil Erneuerbarer Energien amBahnstrom bei 21,8 Prozent und stieg damit um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Kennzahlen und Fakten zur Nachhaltigkeit stehen im Internet zum Download bereit. www.deutschebahn.com/ nachhaltigkeitskennzahlen News –Online Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News). Vorschau Umwelt Magazin 10/12 2012 Der Erscheinungstermin für das nächste UmweltMagazin fällt auf den 16. November 2012. ImMittelpunkt steht das Special „Trink-, Prozess- und Abwasser“. Zudem berichtet das Entscheider-Magazin unter anderem über die Themen Membrantechnik, Deponiegasanlagen und -nutzung, alternative Antriebe, nachhaltiges Bauen und stellt die Nominierten für den EEP-Award 2012 vor. Anzeigenschluss ist der 29. Oktober 2012. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin September 2012 9

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