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9 | 2013

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NACHRICHTEN

NACHRICHTEN Bundesnetzagentur Biogas-Monitoringbericht 2013 Die Bundesnetzagentur (BNetzA), Bonn, hat im August ihren Biogas-Monitoringbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Der dritte Bericht dieser Art weist für den Stichtag 31. Dezember 2012 einen Bestand von 108 Biomethaneinspeiseanlagen in Deutschland aus. Diese bereiten das produzierte Biogas zu Biomethan mit Erdgasqualität auf und speisen esdirekt in das Erdgasnetz ein. So lässt sich dieses nahezu an jeden Ort mit Gasanschluss transportieren. Gleichzeitig fungiert das Erdgasnetz als Langzeitspeicher für Biomethan. Nach BNetzA-Angaben haben 2012 alle Biomethananlagen zusammen 413 Millionen Normkubikmeter des erneuerbaren Energieträger ins Gasnetz eingespeist –rund 50 Prozent mehr als im Jahr 2011. So erzeugen die Bio- methaneinspeiseanlagen mehr Biomethan als alle 98000 aktuell zugelassenen Erdgasfahrzeuge in Deutschland verbrauchen. Der Gesamtverbrauch anErdgaskraftstoff habe im letzten Jahr, nach Angaben der erdgas mobil GmbH, rund 307 Millionen Normkubikmeter betragen. An 332 der 920 Erdgastankstellen in Deutschland tanken Autofahrer heute bereits einen Anteil Biomethan von zehn bis 25 Prozent, an 170 davon sogar 100 Prozent des erneuerbaren Biomethans. Überwiegend wird dieses heute in Blockheizkraftwerken (BHKW) zur zeitgleichen Erzeugung von erneuerbarem Strom und Wärme eingesetzt. Diese Biomethan-BHKW sind dort platziert, wodie produzierte Wärme ganzjährig genutzt werden, zum Beispiel inKran- Speicher der Biogasanlage Güssing Burgenland Österreich kenhäusern oder Schwimmbädern. Aber auch der Absatz im Kraftstoffmarkt gewinnt zunehmend an Bedeutung, was News –Online angesichts rückläufiger Anteile an Erneuerbarer Energie im Verkehrsbereich dringend notwendig sei. www.biogas.org Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch imInternet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News). Bild: Gerfriedc Europa –kurz notiert >>> Die Generaldirektionen der Europäischen Kommission arbeiten an einem Richtlinienvorschlag über Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse. Dieser soll jedoch nur für große Anlagen ab einer Leistungsstärke von 1Megawatt Strom beziehungsweise 2,5 Megawatt bei Wärmekraftwerken gelten. Dabei orientiert sich die Kommission anbereits bestehenden Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe. Biogasanlagen sollen mindestens 60Prozent Emissionen gegenüber der fossilen Stromund Wärmeproduktion einsparen. Bestimmte Landkriterien sollen zudem sicherstellen, dass Gebiete mit hoher Biodiversität durch die Gewinnung von Biomasse nicht gefährdet werden. Die Generaldirektion Energie fordert, die Bestimmungen dürfen nur für Anlagen gelten, die nach dem Richtlinienvorschlag in Betrieb genommen werden. >>> Die EU-Regelung zur Reduzierung des Kohlendioxid (CO 2 )- Ausstoßes im Verkehr steht auf der Kippe. Inzwischen hat sich ein Bündnis von Staaten gegründet, das groß genug ist, den Beschluss zu verhindern. Laut dem Vorschlag, auf den sich das Europäische Parlament, die EU-Kommission und der EU-Ministerrat bereits Ende Juni dieses Jahres geeinigt hatten, sollten Autos ab 2020 im Durchschnitt höchstens 95Gramm CO 2 pro Kilometer ausstoßen. AmTag nach der Einigung hat der Ministerrat die Abstimmung des Entwurfs auf Druck Deutschlands verschoben. Nun besteht im Ministerrat eine Sperrminorität aus Deutschland und mit der deutschen Autoindustrie verbundenen Ländern, die verstärkt Herstellerinteressen in das Gesetz integrieren will. 10 UmweltMagazin September 2013

DBFZ-Report Energiegewinnung aus halmartigen Grüngut mRahmen des Projekts werden die regionalspezifischen Rohstoffpotenziale von Gras (Heu) und Schilf ermittelt. Bild: Uschi Dreiucker/Pixelio technisch auf die direkte Verwertung von Grüngut ausgerichtet sind, ist weitgehend erforscht. Inder Untersuchungsregion existieren schon Anlagen, die spät geschnittenes Gras von extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen als Co-Substrat einsetzen. In anderen Regionen werden bereits Biogasanlagen betrieben, die in der Trockenfermentation ausschließlich Gras einsetzen. Für den überwiegenden Einsatz von Grüngut, speziell Gras, in traditionellen Nassfermentationsanlagen ist in der Regel ein zusätzlicher Pro- zessschritt, wie beispielsweise eine Hydrolyse erforderlich. Dabei werden die Substrate homogenisiert und für den bakteriellen Aufschluss vorbereitet. Im Ergebnis haben sich verschiedene Optionen zur energetischen Verwertung der betrachteten Biomassereststoffe als tragfähig erwiesen. Wesentliche Vorzüge sind die Aussicht auf geringe Wärme- und Stromgestehungskosten sowie ein hohes THG-Minderungspotenzial. Vorteilhaft sind zudem die möglichen Synergien von Energieerzeugung und Naturschutz. www.dbfz.de UmweltMagazin September 2013 ImRahmen des Projekts „Grünlandenergie Havelland“ hat das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) inKooperation mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. und der Bosch &Partner GmbH am Beispiel der Modellregion Havelland mögliche Konversionspfade zur Energiegewinnung von halmgutartigem Grüngut untersucht. Ziel des Projekts war die Entwicklung von übertragbaren Konzepten zur Nutzung der betrachteten Grüngutsortimente für die Wärme- und Stromerzeugung. Ausgehend von der Analyse der entsprechenden Biomassepotenziale sowie geeigneter Standorte und Technologien wurden vollständige Bereitstellungsketten verschiedener Nutzungskonzepte analysiert. Die abschließende Bewertung der Nutzungskonzepte erfolgt anhand der Parameter Wirtschaftlichkeit, Treibhausgasemissionsminderungspotenzial und Umsetzbarkeit. Im Ergebnis werden für die regionalen Akteure anwendungsreife Analysemethoden im Report bereitgestellt, Empfehlungen für einzelne Nutzungskonzepte ausgesprochen sowie weitergehender Forschungsbedarf benannt. Als Grundlage der Entwicklung der Nutzungskonzepte wurde mit Hilfe einer eigens dazu entwickelten Analysemethode zunächst das für die energetische Nutzung verfügbare Grüngutpotenzial im Untersuchungsgebiet ermittelt. Die Pelletierungsversuche haben gezeigt, dass eine Pelletierung von Heu technisch unproblematisch ist. Die Verbrennung dieser Pellets erfordert jedoch geeignete Maßnahmen zur Verminderung von Emissionen. Die Biogas- Nutzungskonzepte können überwiegend als praktisch umsetzbar bezeichnet werden. Der Einsatz in neuen Anlagen, die Die Experten für abwasserfreie Produktion Effiziente Prozesse und sichere Lösungen. Für eine abwasserfreie Produktion. Wasser ist eine der kostbarsten Ressourcen. Diese zu schützen und wirtschaftlich erneuerbar zu machen, ist unser Antrieb. Deshalb entwickeln wir für Unternehmen in der Industrie innovative Lösungen zur nachhaltigen Aufbereitung ihrer Abwässer. H2O GmbH |79585 Steinen |Germany Telefon: +49 7627 9239-0 |www.h2o-de.com Mit unseren VACUDEST Vakuumverdampfern bieten wir effiziente, umwelt- und ressourcenschonende Systeme, welche die Kreislaufführung des aufbereiteten Industrieabwassers ermöglichen. Mit Sicherheit eine Investition in eine abwasserfreie Zukunft. Besuchen Sie uns auf der parts2clean in Stuttgart: Halle 4,Stand 4300.

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