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9 | 2013

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MARKT Projekte Benelux

MARKT Projekte Benelux Schiffsemissionen mobil behandeln Haben Schiffe und Frachtkähne Chemikalien transportiert, müssen sie anschließend entgast werden, um für die nächste Ladung vorbereitet zu sein. Messungen zeigen, dass hierbei inhohem Maße schädliche organische Kohlenwasserstoffe frei werden. Vor diesem Hintergrund hat Linde Gas Benelux, eine Tochtergesellschaft der Linde Group, gemeinsam mit dem im Antwerpener Hafen ansässigen Chemie-Dienstleister AQ eine Lösung zur Behandlung von Schiffsemissionen entwickelt. Das System nutzt das Prinzip der Abgasreinigung mittels Tieftemperaturkondensation (Vapour Emission Control, VEC). Dabei wird Flüssigstickstoff bei -196 °C verwendet, der keine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt hat, um die Dämpfe flüchtiger organischer Verbindungen aus dem Abgas auszukondensieren. Übrig bleiben saubere Luft und ein Kondensat, das wiederverwendet oder entsorgt werden kann. Dieses Verfahren der Tieftemperatur oder Kryotechnik hat Linde inüber einhundert stationären Anlagen inder (petro-)chemischen und pharmazeutischen Industrie und in Tanklagern umgesetzt. Es basiert auf der Cirrus-VEC-Technologie von Cirrus-Tanks: mobile Behandlung von Schiffsemissionen Linde. AQ hat diese Technologie auf einen speziell entwickelten Anhänger installiert und damit mobil gemacht. So kann es rund um die Uhr überall dort eingesetzt werden, woesbenötigt wird. www.linde-gas.de Projekte –kompakt >>> Neuartige Gastrennmembranen sollen dazu beitragen, den Effizienzverlust von Verfahren zur CO 2 -Abscheidung deutlich zu senken. Das ist das Ziel des EU-Projekts GREEN-CC (Graded Membranes for Energy Efficient New Generation Carbon Capture Process), das vom Forschungszentrum Jülich koordiniert wird. Zur Reduzierung der ausgestoßenen Treibhausgase werden international verschiedene Ansätze verfolgt, mit denen sich CO 2 großtechnisch abtrennen lässt, etwa aus Kraftwerksabgasen oder in der Zementindustrie. Anschließend kann es in verwertbare, kohlenstoffbasierte Produkte wie Kraftstoffe oder Polymere umgewandelt oder auch unterirdisch gespeichert werden. www.fz-juelich.de >>> EnviroChemie, Rossdorf, hat von einem Produktionsbetrieb für Polysiliziumprodukte den Auftrag erhalten, eine schlüsselfertige Abwasserbehandlungs- und Wasserrecyclinganlage in Katar zu errichten. Sie wird Abwasser aus der Produktion chemisch-physikalisch, biologisch und membrantechnisch aufbereiten, sodass ein Großteil des Wassers wieder benutzt werden kann. Die Restmengen werden schadstofffrei abgeleitet. Die Reinigungsleistung und Betriebssicherheit der Anlage soll durch die Kombination einer chemisch-physikalischen Fällungs- und Entgiftungsanlage mit einer Membranbiologie und einer anschließenden Umkehrosmose gewährleistet sein. www.envirochemie.com >>> Der Entsorgungsverband Saar (EVS), Saarbrücken, hat im Rahmen eines Pilotprojektes auf seiner Kläranlage Saarbrücken-Brebach eine Anlage zur Nutzung von Abwasserwärme inBetrieb genommen. Das Abwasser wird aus einem Belebungsbecken über einen Wärmetauscher geleitet, der diesem Wärme entzieht und sie zu einer Wärmepumpe transportiert. Die neu eingesetzte Gasmotor-Wärmepumpe hebt das Temperaturniveau an und speist die Wärme in das Heizsystem der Kläranlage ein. Die prognostizierte jährliche Einsparung von Erdgas zu Heizzwecken liegt bei rund 100 000 Kilowattstunden pro Jahr. Die CO 2 -Emissionen der Heizung sollen um 50 Prozent reduziert werden. www.evs.de >>> Im Chempark Leverkusen hat das Unternehmen Birco aus Baden-Baden ein Bauprojekt abgeschlossen. Die Bircodicht-Entwässerungsrinnen fangen flüchtige Flüssigkeiten ein und schaffen damit einen Sicherheitsbereich rund um die imEntsorgungs- und Recyclingzentrum neu entstandene Mischhalle, inder verschiedene Abfallfraktionen konfektioniert werden. Inden Einfahrten kommt zudem Bircomassiv mit Oberflächenschutz zum Einsatz –ein System für die dauerhafte Überfahrung durch Transportfahrzeuge. Die Rinnen schließen imSeitenbereich auch die Anschlüsse der Brandbekämpfung mit ein. So kann austretendes Löschmittel direkt in angeschlossene Abscheider abgeleitet werden. www.birco.de 30 UmweltMagazin September 2013

Lorenzen/Regensburg Energiepflanze für Bioerdgas und Grundwasserschutz Bei „Durchwachsene Silphie“ handelt es sich um eine potenzielle Energiepflanze der Zukunft. Sie ist eine in Nordamerika beheimatete, ausdauernde und mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Silphie ist nach aktuellem Forschungsstand besonders geeignet, um daraus Energie zu erzeugen. Ähnlich dem Mais zeichnet sie sich durch eine hohe Biomasse und Biogasausbeute aus. Darüber hinaus ist sie besonders gut für den Anbau inäußeren Wasserschutzgebieten geeignet. Sie braucht kaum Dünger und speziell für Wasserschutzgebiete geeignete Herbizide nur im ersten Jahr. Auf einer drei Hektar großen Fläche bei Lorenzen (Kreis Regensburg) testen Schmack Biogas und die Regensburger Energieund Wasserversorgung (REWAG) gemeinsam den Anbau der alternativen Energiepflanze. In Landwirt Franz Habenschaden haben die Initiatoren einen engagierten Partner gefunden. Erhat die jungen Silphie-Pflanzen vor rund einem Jahr im äußeren Wasserschutzgebiet der REWAG eingesetzt. War die Energiepflanze im ersten Sommer noch sehr klein und ohne Ertrag, steht sie in diesem Jahr schon zwei bis drei Meter hoch und ist involler Blüte. Mindestens so viel Ertrag wie Mais soll Silphie bringen. Über 40 Tonnen pro Hektar werden esvoraussichtlich in diesem Jahr sein, mehr als 50Tonnen pro Hektar werden für das kommende Jahr erwartet, wenn alle Pflanzen ihre volle Größe erreicht haben. ImVergleich dazu liegen die Erträge bei etwa 53Tonnen pro Hektar beim Mais imBereich der RE- GAS-Biogasanlage Kallmünz-Eich. Ein ähnliches Ergebnis, aber Silphie ist im Vergleich zum einjährigen Mais in ihrer Aufzucht viel unkomplizierter. www.schmack-biogas.com Hannover Umweltschonende Aufarbeitung von Reifen Für eine Anlage zur Aufarbeitung von Lkw-Altreifen erhält der Continental AGrund 1,2 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Ziel des Pilotprojekts ist eine umweltschonende und hochwertige Runderneuerung der Reifen. Das Unternehmen errichtet an seinem Sitz in Hannover eine Heißrunderneuerungsanlage, die esermöglicht, abgefahrene Reifen ressourcenschonend wieder aufzuarbeiten. ImVergleich zur Neureifenproduktion lässt sich soder Energieaufwand um rund 50 und der Wasserbedarf um etwa 80Prozent mindern. Darüber hinaus werden die Abfallmengen ebenfalls um cirka 80Prozent gemindert. Die runderneuerten Reifen liegen, nach Unternehmensangaben, hinsichtlich ihrer Laufeigenschaften und ihres Rollwiderstands nahezu auf dem Niveau von Neureifen, wodurch der Kraftstoffverbrauch eines Sattelzugs um bis zu1Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden kann. Dadurch werden im Schnitt 80 000 Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr vermieden. ImZuge des Verfahrens werden Neureifenmischungen auf die Altreifen aufgebracht. Bei der Vulkanisierung sorgt ein Heizprozess dafür, dass die Bestandteile der Karkasse geschont werden. Anfallende Gummiabfälle können zudem in der Recycling-Anlage verarbeitet werden. www.bmu.de UmweltMagazin September 2013 24 /7 serv&care Original Manufacturer Service fürIhreZentrifugen • Original-Ersatzteile • Reparaturen • Technischer Kundendienst • Service-Beratung GEA Westfalia Separator Group GmbH wsh.service@gea.com, Tel. +49 2522 77-0 www.gea.com engineering forabetterworld • Training • Serviceverträge • Upgrades • Zustandsüberwachung SE-240-1-008

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